ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2014Rahmenvorgaben 2015: 1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel

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Rahmenvorgaben 2015: 1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel

Dtsch Arztebl 2014; 111(44): A-1880 / B-1608 / C-1540

EB

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Etwa 1,8 Milliarden Euro mehr als 2014 werden im nächsten Jahr für die Versorgung gesetzlich krankenversicherter Patienten mit Arzneimitteln zur Verfügung stehen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) Ende Oktober in den Verhandlungen über die Rahmenvorgaben für 2015 geeinigt. Die bundesweiten Anpassungsfaktoren für Arzneimittel wurden entsprechend um 5,5 Prozent angehoben. Auf Landesebene können Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen weitere Anpassungen vereinbaren, in die Zahl und Altersstruktur der Versicherten, Zielvereinbarungen oder Wirtschaftlichkeitsreserven einfließen.

KBV und GKV haben sich geeinigt: Im kommenden Jahr werden 1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel zur Verfügung stehen. Foto: picture alliance
KBV und GKV haben sich geeinigt: Im kommenden Jahr werden 1,8 Milliarden Euro mehr für Arzneimittel zur Verfügung stehen. Foto: picture alliance

Wie die KBV mitteilt, wird aufgrund der Neubewertung der bundesweiten Anpassungsfaktoren das Ausgabenvolumen für 2014 rückwirkend um 1,3 Prozent erhöht. Dabei werden mit zusätzlichen 700 Millionen Euro auch die neuen, hochpreisigen Arzneimittel zur Behandlung der chronischen Hepatitis C berücksichtigt. 2015 steht dafür etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung. Wie die KBV betont, sind die Verordnungskosten für die neuen Hepatitis-C-Medikamente nicht Gegenstand der Richtgrößenprüfungen.

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KBV und GKV-Spitzenverband vereinbaren jedes Jahr Rahmenvorgaben für Arznei- und Heilmittel, die als Grundlage für die regionalen Verhandlungen dienen. Auf Bundesebene werden folgende Anpassungsfaktoren berücksichtigt: Preisentwicklung, gesetzliche Leistungspflicht, Richtlinien des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses, Einsatz innovativer Arzneimittel sowie Verlagerungen zwischen den Leistungsbereichen. EB

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