ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2014Kommentar: Sprachliche Unachtsamkeit
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Inhaltlich habe ich keinen Anlass zur Kritik am Kommentar von Herrn Prof. Wolff, doch sprachlich möchte ich nicht auch noch im DÄ über die vollkommen unangemessene Verwendung des Adjektivs „schizophren“ stolpern müssen. Schlimm genug, dass der Begriff umgangssprachlich und in den allgemeinen Medien häufig und mit eindeutig abwertender Konnotation verwendet wird. Auch im Text von Herrn Prof. Wolff ist es wohl kaum positiv gemeint, wenn vom „schizophrenen Spagat zwischen ordentlicher Patientenversorgung und Erfüllung von Zusatzaufgaben“ gesprochen wird. Von Schizophrenie betroffene Menschen sollten nicht gedankenlos durch sprachliche Unachtsamkeit und begriffliche Ungenauigkeit abgewertet und stigmatisiert werden – schon gar nicht von Ärzten!

Dr. med. Joachim Rank, 78462 Konstanz

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