ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 4/2014Initiative Gesundheitsregionen der Zukunft

Supplement: PRAXiS

Initiative Gesundheitsregionen der Zukunft

Dtsch Arztebl 2014; 111(45): [2]

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  • Mit der Initiative „Gesundheitsregionen der Zukunft“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2009 in fünf Regionen den Aufbau von Netzwerken, mit deren Hilfe die medizinische Versorgung verbessert und Innovationspotenziale genutzt werden sollen. Die Gesundheitsregionen konzentrieren sich jeweils auf unterschiedliche Themen: In Stuttgart wird im Rahmen eines Projekts zur regenerativen Medizin Zell- und Gewebeersatz entwickelt (REGiNA), im strukturschwachen ländlichen Raum Nordbrandenburgs wird die telemedizinische Versorgung von Herz-Kreislauf-Kranken erforscht (FONTANE), an der Ostseeküste geht es um die Bekämpfung multiresistenter Erreger (HICARE), in Hamburg um die bessere Versorgung bei psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Essstörungen (psychenet), und im Rhein-Neckar-Raum wird eine patientengeführte elektronische Akte für an Darmkrebs und Diabetes erkrankte Menschen entwickelt (INFOPAT).
Foto: iStockphoto
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Wissenschaftlich begleitet werden diese sowie sechs weitere Gesundheitsregionen des Wettbewerbs durch ein Team des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI sowie des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg. Im Rahmen der Begleitforschung haben die Wissenschaftler unter anderem untersucht, wie Innovationen in die Regelversorgung gebracht werden können. Hier wurde ein wesentlicher Zielkonflikt deutlich: Da die Krankenkassen Zusatzbeiträge möglichst vermeiden wollen, findet ihre Planung hauptsächlich im Ein-Jahres-Rahmen statt. Die Refinanzierung von Innovationen benötigt jedoch mehrere Jahre, da Effekte die Gesundheit erst längerfristig zum Tragen kommen. Durch die kurzfristig angelegte Planung ist es also für Krankenkassen schwierig, in Innovationen zu investieren, die sich erst langfristig entwickeln. Daher sind Konzepte nötig, in denen die Kosten verteilt werden.

Ziel der Begleitforschung ist es, in den Gesundheitsregionen nachhaltige Ergebnisse zu erzielen, die nach dem Ende der Projektförderung weiterbestehen und auch auf andere Regionen übertragen werden können. Die Begleitforschung wird über fünf Jahre mit rund einer Million Euro vom BMBF unterstützt. Sie ist am 1. Februar 2012 gestartet. Informationen: www.begleitforschung-gesundheitsregionen.de. EB

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