ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2014Private medical school: Patientenversorgung im Fokus
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Deutschland bildet seit Jahren zu wenig Medizinstudenten aus, um der Nachfrage der Kliniken nach qualifiziertem ärztlichen Personal auch nur annähernd gerecht zu werden . . . Unser Staat wird seiner Verpflichtung, ausreichend Studienplätze zur Verfügung zu stellen, . . . nicht gerecht. Verlierer sind auch die jungen Schulabgänger, die einen unsinnigen NC nicht erreicht haben und somit ihrem Berufswunsch nicht nachgehen können. Häufig sind die höher motiviert als mancher, der aus Verlegenheit bei gutem Abitur das Medizinstudium aufnimmt.

Den neu entstandenen Medical Schools die Qualifikation abzusprechen, ist ein untauglicher Versuch der AMSE (Association of Medical Schools in Euope) und des VUD (Verband der Universitätsklinika Deutschlands), vom Missstand bei der Verteilung der Studienplätze und der eigenen Ausbildungsqualität abzulenken. Seit Jahren haben wir gute Erfahrungen mit Studienabgängern ausländischer Universitäten und Medical Schools, teilweise besser ausgebildete Ärzte als die deutschen Universitäten. Zu hinterfragen ist, ob ein hoher Anspruch an die Forschung Grundvoraussetzung für die Ausbildung zum Arzt ist. Wer sich hier berufen fühlt, kann die universitäre Laufbahn einschlagen. Wer die Patientenversorgung im Fokus hat, ist an mancher Medical School möglicherweise besser ausgebildet.

Dr. med. Daniel Frank, Florence-Nightingale-Krankenhaus, 40489 Düsseldorf

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