ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2014Rechtsreport: Ein bisschen Zwangsarbeit
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Eine ärztliche Psychotherapeutin hatte geklagt, sie wollte nicht am Notdienst teilnehmen. Die Sozialgerichte hatten entschieden, wenn ein Arzt nicht in der Lage ist, am Notdienst teilzunehmen, könne er einen Vertreter bestellen. Dadurch würde er nicht unzumutbar mit Kosten belastet. Diese Urteile sind zynisch. Es interessiert die KV und die Gerichte wenig, ob zum Beispiel Psychotherapeuten noch wirklich für den Notdienst qualifiziert sind. (Zur Not können sie sich auf eigene Kosten weiterbilden!).

Die Krankenkassen und die KV müssten nach meiner Meinung den Notdienst bezahlen und nicht die Ärzte durch ihr Honorar. Sie müssten Ärzte fest anstellen, die den Notdienst verrichten, dafür extra qualifiziert werden und die das auch gerne tun. Stattdessen haben wir hier eine Art obrigkeitsstaatlichen Frondienst. Der ach so selbstständige Mediziner kann ja die KV verlassen, dann braucht er auch keine Dienste mehr leisten.

Gerd Breternitz, 49453 Dickel

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