ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2014Honorarzuwachs: Fatales Signal
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. . . Seit Jahren läuft es immer wieder auf das gleiche hinaus: Es muss unbezahlte Arbeit geleistet werden, damit man auch in den nachfolgenden Quartalen noch wirtschaftlich überleben kann. Man kann nur den Eindruck gewinnen, die KV findet es gut, dass die Vertragsärzte die Krankenkassen mit nicht bezahlter Arbeit sponsern, denn sie unternimmt nichts dagegen. Im Gegenteil, sie baut ja wirtschaftliche Zwänge ein, solche unbezahlte Arbeiten machen zu müssen.

Aber was ist das für ein fatales Signal, das wir fortwährend an die GKV senden. Für Honorarverhandlungen ist das doch eine katastrophale Ausgangssituation. Die Türen für Dumping-Preise sind dadurch doch unendlich weit auf.

Wenn es schon budgetierte Honorare gibt, dann sollte es auch nur noch budgetierte Leistung geben. Jede Leistung bekommt einen festen Euro-Wert. Und ist nicht mehr Geld da, sollte auch keine Leistung mehr erbracht werden und zwar so, dass es ohne Nachteil für die Ärzte ist, die Leistungen nicht umsonst erbringen wollen. Anreize zur Erbringung unbezahlter Arbeit dürfte es einfach nicht geben. Die Zeit, die man dann gewänne, könnte man sicherlich besser nutzen.

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Dr. med. Axel Voss, 22041 Hamburg

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