ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2014Zufriedenheit mit der Mann-zu-Frau-geschlechtsangleichenden Operation

MEDIZIN: Originalarbeit

Zufriedenheit mit der Mann-zu-Frau-geschlechtsangleichenden Operation

Ergebnisse einer retrospektiven Befragung

Satisfaction with male-to-female gender reassignment surgery—results of a retrospective analysis

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(47): 795-801; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0795

Hess, Jochen; Neto, Roberto Rossi; Panic, Leo; Rübben, Herbert; Senf, Wolfgang

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Hintergrund: Die Häufigkeit der Geschlechtsidentitätsstörung lässt sich nur schwer erheben. Die Erfassung der Operationen und die Anzahl der Gerichtsverfahren nach dem Transsexuellengesetz bilden die Wirklichkeit nur schlecht ab. Es gibt nur wenige Studien, die untersuchen, wie zufrieden die Patientinnen mit der operativen Geschlechtsangleichung von Mann zu Frau sind.

Methode: Es wurden 254 konsekutive Patientinnen, die sich zwischen 2004 und 2010 einer geschlechtsangleichenden Operation von Mann zu Frau an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Essen unterzogen hatten, retrospektiv befragt. Der Fragebogen umfasste Fragen zur postoperativen subjektiven Zufriedenheit.

Ergebnisse: Es konnten 119 Fragebögen (Rücklauf 46,9 %) nach durchschnittlich 5,05 Jahren (Standardabweichung [SD]: 1,61 Jahre, Bereich 1–7 Jahre) ausgewertet werden. Für 90,2 % der operierten Patientinnen hatten sich nach der Operation die Erwartungen an das Leben als Frau erfüllt. In der eigenen Empfindung sahen sich 85,4 % als Frauen. Mit dem äußeren Erscheinungsbild als Frau waren 61,2 % zufrieden und 26,2 % sehr zufrieden. 37,6 % waren mit dem funktionellen Ergebnis zufrieden und 34,4 % sehr zufrieden. Ferner gaben 65,7 % an, mit dem gegenwärtigen Leben zufrieden zu sein.

Schlussfolgerungen: Die sehr hohen subjektiven Zufriedenheitsraten sowie die operativen Ergebnisse legen einen Nutzen der geschlechtsangleichenden Operation nahe. Die geringe Rücklaufquote von unter 50 % erfordert eine zurückhaltende Interpretation der Ergebnisse.

LNSLNS

Der Begriff des Geschlechts wird – kulturell bedingt – als eine selbstverständliche Dichotomie mit eindeutiger Zuordnung angesehen. Der Begriff der Geschlechtsidentität bezeichnet die Einheitlichkeit des emotional-kognitiven Erlebens des eigenen Geschlechts und der objektivierbaren Manifestationen der Geschlechtlichkeit. Bei der Geschlechtsidentitätsstörung wird das eigene anatomische Geschlecht objektiv wahrgenommen, aber als fremd empfunden. Der Begriff der Geschlechtsinkongruenz bezieht sich dabei eher auf die Abweichung der Geschlechtsidentität von den vorherrschenden kulturellen Normen. Dahingegen erfasst die Gender-Dysphorie den daraus resultierenden Leidensdruck. Die World Professional Association for Transgender Health (WPATH) hat in den Behandlungsrichtlinien festgehalten, dass der Begriff der Geschlechtsidentität nicht mit dem bei Geburt festgelegten anatomischen Geschlecht übereinstimmen muss. Daher sollte es nicht als negativ oder pathologisch bewertet werden (1). Leider führt die Geschlechtsinkongruenz häufig zu einer Diskriminierung der Betroffenen, wodurch psychische Beschwerden wie Angststörungen und Depressionen begünstigt werden können (24). Während einige Transidente ihre geschlechtliche Identität auch ohne Operation ausleben können, stellt die operative Geschlechtsangleichung für viele einen essenziellen und medizinisch notwendigen Schritt dar, um ihre Gender-Dysphorie zu behandeln (5). Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass die geschlechtsangleichende Operation (GaOP) das subjektive Wohlbefinden und die Sexualfunktion positiv beeinflusst (2, 6, 7). Die operative Technik (penile Inversionsplastik mit sensibler Klitorisplastik) wird im eKasten 1 beschrieben.

Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik
Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik
eKasten 1
Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik

Prävalenz

Offizielle Angaben zur Prävalenz von transidenten und Gender-nonkonformen Menschen sind nicht verfügbar und Versuche, eine realistische Abschätzung zu erhalten, sind mit großen Schwierigkeiten verbunden. Ein zentrales Melderegister existiert nicht. Ohnehin würde eine Erfassung derjenigen, die aufgrund ihrer Gender-Dysphorie medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, die wahre Prävalenz nur ungenau abbilden. Die Prävalenz weltweit wird auf etwa 1 : 11 900 bis 1 : 45 000 Mann-zu-Frau (MzF)-Transidente und etwa 1 : 30 400 bis 1 : 200 000 Frau-zu-Mann (FzM)-Transidente geschätzt (1). Weitze und Osburg schätzen für Deutschland eine Prävalenz von 1 : 42 000 (8). De Cuypere et al. (9) gehen für Belgien eher von einer Prävalenz von 1 : 12 900 aus. Biosnich et al. (10) schätzen unter US-amerikanischen Veteranen eine Prävalenz von 1 : 4 366. Diese wurde einer – vormals in der Allgemeinbevölkerung – geschätzten Prävalenz von 1 : 23 255 gegenübergestellt. Selbst bei einem weltweit vergleichbar hohen Anteil transidenter Menschen wäre es sehr wahrscheinlich, dass kulturelle Unterschiede zu unterschiedlichen Verhaltens- beziehungsweise Ausdrucksweisen der Geschlechtsidentität führen. Damit würde sich zudem ein unterschiedliches Ausmaß an Gender-Dysphorie ergeben (1). Das Verhältnis von MzF- zu FzM-Transidente ist sehr heterogen. Wurde es nach van Kesteren (11) noch mit etwa 3 : 1 angegeben, beträgt es laut Weitze und Osburg (8) 2,3 : 1 und Dhejne entsprechend 1,4 : 1 (3). Garrels (12) hat für Deutschland eine schrittweise Angleichung des Geschlechterproporz von 3,5 : 1 (1950er und 1960er Jahre) auf 1,2 : 1 (1995–1998) ausgemacht (Tabelle 1).

Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)
Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)
Tabelle 1
Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)

Diagnosekriterien

Transsexualismus ist primär kein Problem der Sexualität, sondern der Geschlechtsidentität (Transidentität) beziehungsweise Geschlechterrolle (Transgender) (13). Die Diagnosestellung erfolgt in Deutschland nach der ICD-10-Klassifikation (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Version 10).

Zu den diagnostischen Kriterien gehören:

  • Gefühl des Unbehagens oder der Nichtzugehörigkeit zum biologisch vorgegebenen Geschlecht
  • Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden
  • Wunsch muss mindestens zwei Jahre durchgehend bestanden haben
  • Wunsch nach hormoneller und operativer Behandlung
  • kein Symptom einer anderen psychischen Störung
  • kein Zusammenhang mit intersexuellen, genetischen oder geschlechtschromosomalen Anomalien.

Psychologische Aspekte der Transsexualität

Nach Senf gibt es keinen vergleichbar radikalen Umbruch in der Identität eines Menschen wie bei der Entwicklung einer Transsexualität (14). Transsexualität ist ein dynamischer bio-psycho-sozialer Prozess, dem die betroffenen Menschen nicht entkommen können. Die Betroffenen realisieren allmählich, dass sie im falschen Körper leben. Das Zugehörigkeitsgefühl zum anderen Geschlecht wird als unveränderbare, zweifelsfreie Identität erlebt (14, 15). Die Betroffenen streben daher den Wechsel in die innerlich vorgegebene Identität an. Dieser ist mit einem psychosozialen Rollenwechsel und in den meisten Fällen mit einer hormonellen und/oder chirurgischen Umwandlung des Körpers zum gewünschten Geschlecht verbunden (14). Die Bewältigung einer transsexuellen Entwicklung stellt sehr hohe Anforderungen an die betroffenen Menschen und führt häufig zu erheblichen Belastungen. Daraus entwickeln sich in einigen Fällen psychische Erkrankungen. Transsexualität per se führt nicht zwangsläufig zu einer psychischen Störung (14). Eine unterstützende Psychotherapie ist sinnvoll und in den Standards der Behandlung sowie Begutachtung von Transsexuellen in Deutschland verankert (15).

Methoden

Ziel der Arbeit

Die Intention der Untersuchung war es zu evaluieren, welchen Einfluss die operative Geschlechtsangleichung von Mann zu Frau auf die Zufriedenheit von transidenten Patientinnen hatte.

Datenerhebung

Es wurden 254 Patientinnen, die sich in der urologischen Universitätsklinik Essen zwischen 2004 und 2010 einer MzF-GaOP mit peniler Inversionsvaginoplastik unterzogen hatten, konsekutiv in die retrospektive Befragung eingeschlossen. Alle Patientinnen erhielten per Post einen Fragebogen (eKasten 2) mit frankiertem Rückumschlag. Die Fragen orientierten sich an einem Katamnese-Fragebogen der Klinik für Urologie der Universität Essen (16). Aufgrund der Anonymisierung konnte zu den Patientinnen, die den Fragebogen nicht zurückgeschickt hatten, kein Kontakt aufgenommen werden. Die Diagnose „Transidentität“ war zuvor durch fachärztliche Begutachtung nach ICD-10 erfolgt.

Fragebogen
Fragebogen
eKasten 2
Fragebogen

Statistik

Die statistische Auswertung wurde mit Hilfe von SPSS (Statistical Package for the Social Sciences, 17.0) durchgeführt. Zusammenhangsanalysen wurden mit SAS (Statistical Analysis System, 9.1 für Windows) durchgeführt. Die Verteilung kategorialer und ordinaler Daten wurde mittels absoluter und relativer Häufigkeit beschrieben. Um die Verteilung kategorialer oder ordinaler Variablen unabhängiger Stichproben gegenüberzustellen, wurde Fishers exakter Test verwendet. Die Verteilung der Zufriedenheitsskala zweier unabhängiger Stichproben wurde unter Verwendung des Mann-Whitney-U-Tests verglichen. Dieser nicht-parametrische Test wurde dem t-Test vorgezogen, da laut Ergebnis des Shapiro-Wilk-Tests keine Normalverteilung vorlag. Die Korrelationsanalyse wurde nach Spearman berechnet.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 119 ausgefüllte Fragebögen zurückgeschickt, von denen alle in die Auswertung einbezogen wurden. Daraus ergibt sich eine Rücklaufquote von 46,9 %. Aufgrund der anonymen Befragung konnten keine Angaben über das Alter der Patientinnen gemacht werden. Das durchschnittliche Alter einer vergleichbaren Kohorte von Patientinnen der Klinik für Urologie der Universität Essen im Zeitraum von 1995 bis 2008 (17) betrug 36,7 Jahre (16–68 Jahre). Die mediane Zeit nach der Operation betrug 5,05 Jahre (Standardabweichung 1,6 Jahre, Bereich 1–7 Jahre). Nicht alle Probandinnen haben den Fragebogen vollständig beantwortet, so dass die Summe der Antworten nicht bei allen Fragen 119 ergibt.

Nach der Operation waren von 103 Patientinnen 63 (61,2 %) mit ihrem äußeren Erscheinungsbild als Frau zufrieden, weitere 27 (26,2 %) sogar sehr zufrieden (Grafik 1). Mit der Durchführung der GaOP waren 45,5 % (n = 50) sehr zufrieden, 30 % (n = 33) zufrieden, 22,7 % (n = 25) mit Einschränkung zufrieden und 1,8 % (n = 2) unzufrieden. Grafik 2 zeigt die hohen subjektiven Zufriedenheitsraten bezüglich des optischen Operationsergebnisses. Insgesamt gaben etwa drei Viertel (70 von 94 abgegebenen Antworten) der Frauen an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Weitere 21 Frauen (22,3 %) waren mit Einschränkung zufrieden. Ähnliche Zahlen konnten bei der Zufriedenheit mit dem funktionellen Ergebnis der Operation erreicht werden (Grafik 3). Dabei waren insgesamt 67 von 93 (72 %) zufrieden oder sehr zufrieden. Zusätzlich gaben 18 Frauen (19,4 %) an, mit Einschränkung zufrieden zu sein. Tabelle 2 vergleicht die subjektiven Zufriedenheitsraten bezüglich des funktionellen und optischen Ergebnisses mit anderen Studien.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Grafik 1
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
Grafik 2
Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
Grafik 3
Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)
Tabelle 2
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)

Um die allgemeine Lebenszufriedenheit zu erfassen, sollten sich die Patientinnen auf einer Likert-Skala von 1 („ganz unzufrieden“) bis 10 („ganz zufrieden“) einordnen. Insgesamt wählten von 102 Frauen 7 (6,9 %) Werte zwischen 1–3 (2×1, 1×2, 4×3) und 39 Frauen (38,2 %) Werte zwischen 4–7 (4×4, 16×5, 8×6, 11×7). 56 Patientinnen (54,9 %) gruppierten sich im obersten Drittel ein (32×8, 13×9, 11×10). 88 von 103 Frauen (85,4 %) fühlten sich nach der Operation vollständig und 11 (10,7 %) überwiegend als Frau (Grafik 4). Insgesamt 69 von 102 Frauen (67,6 %) sahen sich durchweg auch von der Gesellschaft als Frau bestätigt, 25 (24,5 %) überwiegend, und 6 (5,9 %) nur selten. Zwei Frauen (2,0 %) konnten die Frage nicht sicher beantworten. 65 von 95 Frauen (68,4 %) antworteten mit einem eindeutigen „Ja“ darauf, ob das Leben nach der Operation einfacher geworden sei. 14 (14,7 %) empfanden das Leben etwas einfacher, 9 (9,5 %) etwas schwieriger und 7 (7,4 %) schwieriger. Die Erwartungen an das Leben als Frau erfüllten sich bei 51 von 102 (50,0 %) Frauen absolut beziehungsweise bei 41 (40,2 %) überwiegend. Die Erwartungen von 6 (5,9 %) Patientinnen verwirklichten sich eher nicht und bei 4 (3,9 %) absolut nicht.

Wie sehen Sie sich heute? (insgesamt 103 Antworten)
Wie sehen Sie sich heute? (insgesamt 103 Antworten)
Grafik 4
Wie sehen Sie sich heute? (insgesamt 103 Antworten)

Es bestand ein Zusammenhang zwischen der Selbsteinschätzung als Frau („Wie sehen Sie sich heute?“) und der wahrgenommenen Bestätigung durch die Gesellschaft (r = 0,495; p < 0,01). Ebenso korrelierte die Selbsteinschätzung mit der Antwort auf die Frage, ob das Leben nach der Operation einfacher geworden sei (r = 0,375; p < 0,01) beziehungsweise ob sich die Erwartungen an das Leben als Frau erfüllt hätten (r = 0,419; p < 0,01). Die Patientinnen, die sich selbst vollständig als Frau sehen, gaben höhere Werte für die gegenwärtige Zufriedenheit mit ihrem Leben an als die Patientinnen, die sich lediglich eher weiblich als männlich sehen (r = 0,347; p < 0,01).

Die Patientinnen wurden gefragt, wie einfach es für sie sei, einen Orgasmus zu erreichen. Insgesamt haben 91 Frauen diese Frage beantwortet: 75 Frauen (82,4 %) gaben an, orgasmusfähig zu sein. Davon erreichten 19 (20,9 %) diesen stets sehr einfach, 39 (42,9 %) meist einfach und 17 (18,7 %) selten einfach. Des Weiteren wurden die Probandinnen gebeten, das Orgasmuserleben nach der Operation mit dem vor der Operation zu vergleichen (intensiver/gleich/weniger intensiv). Über die Hälfte der Betroffenen (43 von 77 Frauen, 55,8 %) erlebte den Orgasmus postoperativ intensiver und 16 Patientinnen (20,8 %) gleich intensiv.

Diskussion

Nach Sohn et al. (18) sind subjektive Zufriedenheitsraten nach GaOP von 80 % zu erwarten. Löwenberg (19) berichtete über eine allgemeine Zufriedenheit mit dem Ergebnis der GaOP von 92 %. Bei der Studie von Imbimbo et al. (20) mit ähnlich hohen Werten (94 %) wurde allerdings die subjektive Einschätzung der allgemeinen Zufriedenheit mit der Aussage verbunden, die Entscheidung für die GaOP nicht zu bereuen. Es ist zu vermuten, dass die meisten Patientinnen den Beschluss, den Eingriff durchführen zu lassen, prinzipiell nicht bereuen, auch wenn die allgemeine Zufriedenheit postoperativ eingeschränkt ist. Dies zeigen auch die Daten von Löwenberg (19). Danach waren 69 % der Befragten insgesamt mit ihrer Lebenssituation zufrieden, dennoch würden sich aber 96 % wieder für die Operation entscheiden. Im eigenen Kollektiv konnte eine allgemeine Zufriedenheit mit der Operation bei 87,4 % der Patientinnen erreicht werden. Unabhängig von der Operation gruppierten sich über die Hälfte der Patientinnen (54,9 %) im obersten Drittel („volle Zufriedenheit“) und weitere 38,2 % im mittleren Drittel („mittlere Zufriedenheit“) auf der Skala zur allgemeinen Lebenszufriedenheit ein.

In einer retrospektiven Befragung von Happich (21) lag die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsrollenwechsel bei über 90 %. Von großer Bedeutung für die Zufriedenheit mit dem Geschlechtsrollenwechsel ist unter anderem das sexuelle Erleben nach der Operation. Dieses wird maßgeblich durch die Funktionalität der Neovagina bestimmt. Angaben zur Zufriedenheit mit dem funktionellen Ergebnis rangieren zwischen 56 % und 84 % (16, 19, 20, 22, 23). Im eigenen Kollektiv lag die Zufriedenheit hinsichtlich der Funktionalität bei 72 % („sehr zufrieden“ und „zufrieden“) beziehungsweise bei 91,4 % (zusätzlich „mit Einschränkung zufrieden“). Nach Happich (21) korreliert die Zufriedenheit mit dem sexuellen Erleben positiv mit der Zufriedenheit des operativen Ergebnisses. Andere Studien (16, 2325) sehen ebenfalls das operative Ergebnis als einen der wesentlichen Faktoren für die postoperative Zufriedenheit an. Löwenberg (19) konnte ebenso eine Korrelation zwischen der Zufriedenheit mit der Operation und der Zufriedenheit mit dem optischen Erscheinungsbild der äußeren Genitalien zeigen. In der vorliegenden Studie waren fast alle Patientinnen (98,2 %) mit der Durchführung der GaOP zufrieden (n = 50, 45,5 % „sehr zufrieden“; n = 33, 30 % „zufrieden“; n = 25, 22,7 % „mit Einschränkung zufrieden“).

Die Arbeitsgruppe von Imbimbo et al. (20) berichtete über eine Zufriedenheit mit dem ästhetischen Aspekt des Neogenitals von 78 % (36 % „sehr zufrieden“, 32 % „zufrieden“, 10 % „mit Einschränkung zufrieden“). Happich wies eine Zufriedenheit von 82,1 % (46 von 56 Patientinnen) bezüglich des operativen Ergebnisses nach. Davon gaben 33,9 % der Patientinnen eine hohe und 48,2 % eine gute bis mittlere Zufriedenheit an (21). Ein ähnlicher Wert wurde in der Befragung von Hepp et al. (22) erreicht. Löwenberg (19) konnte höhere Werte (94 %) für die Zufriedenheit mit dem ästhetischen Ergebnis der Operation vorzeigen. Dieses Kollektiv umfasste 106 MzF-Transidente, die im Zeitraum 1997 bis 2003 an der Klinik für Urologie der Universität Essen operiert wurden. In dem hier berichteten Kollektiv (254 Patientinnen, 2004–2010) konnte die Zufriedenheit mit diesem Punkt noch weiter gesteigert werden (96,8 %).

Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation
Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation
Tabelle 3
Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation

82,4 % der Studienteilnehmerinnen war es möglich, einen Orgasmus zu erreichen. Im Vergleich zu einem vorherigen Studienkollektiv fiel die Orgasmusfähigkeit geringer aus (16). Daten in der Literatur schwanken deutlich und umfassen zum Teil nur geringe Fallzahlen (29–100 %) (Tabelle 3). Insgesamt decken sich die Angaben der vorliegenden Studie mit vergleichbaren Untersuchungen entsprechender Größe. Es ist letztlich nicht zu klären, warum der Orgasmus nach der Operation bei über der Hälfte der Frauen intensiver empfunden wurde als präoperativ. Dass die Patientinnen postoperativ den Orgasmus nun in einer für sie stimmigen Körperwahrnehmung erleben konnten, begründet diese Frage möglicherweise.

Limitationen

Die Rücklaufquote von unter 50 % muss als Limitation der durchgeführten Studie erwähnt werden. Dies könnte zu einem Bias der Ergebnisse geführt haben. Wenn alle Patientinnen, die nicht an der Umfrage teilgenommen hatten, unzufrieden wären, würden bis zu 50,1 % beziehungsweise 54,6 % mit ihrem optischen oder funktionellen Ergebnis unzufrieden sein. Nach Eicher ist die Suizidrate nach erfolgreicher Operation bei transidenten Menschen nicht höher als in der Allgemeinbevölkerung (26), so dass Suizid als eine Möglichkeit der Nichtteilnahme kaum wahrscheinlich ist. Generell ist die Kontaktaufnahme mit transidenten Patientinnen im langfristigen „Follow-up“ nach erfolgter Operation schwierig (2, 3, 22, 23, 25, 27, 28). Gründe hierfür sind zum Beispiel ein Wohnortwechsel nach erfolgter Operation (21). Insbesondere in Ländern wie Deutschland, in denen zentrale Register fehlen, ist eine postoperative Kontaktaufnahme erschwert. Bei retrospektiven Untersuchungen finden sich Rücklaufquoten der Fragebögen zwischen 19 % (28) und 79 % (29). Goddard et al. erreichten in einer retrospektiven Befragung nach GaOP eine Rücklaufquote von 30 % (30). In der katamnestischen Befragung durch Löwenberg et al. (19) wurde mit einer Quote von 49 % ein vergleichbarer Rücklauf erzielt. Ebenso muss die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass die günstigen Resultate der vorliegenden Befragung eher das Bedürfnis der Patientinnen nach sozialer Erwünschtheit ausdrücken als die reale Situation abbilden. Dies lässt sich retrospektiv aber nicht überprüfen.

Fazit

Unter Berücksichtigung der genannten Limitationen weisen die hohen subjektiven Zufriedenheitsraten mit dem äußeren weiblichen Erscheinungsbild sowie mit dem ästhetischen und funktionellen Ergebnis der Operation darauf hin, dass die Studienteilnehmerinnen von der GaOP profitierten.

Interessenkonflikt
Dr. Hess bekam Kongressgebühren und Reisekosten erstattet von den Firmen AMS American Medical Systems.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 5. 2014, revidierte Fassung angenommen: 25. 8. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Jochen Hess
Klinik für Urologie, Universitätklinikum Essen
Hufelandstraße 55, 45122 Essen
jochen.hess@uk-essen.de

Zitierweise
Hess J, Rossi Neto R, Panic L, Rübben H, Senf W: Satisfaction with male-to-female gender reassignment surgery—results of a retrospective analysis.
Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 795–801. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0795

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Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Grafik 1
Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem äußeren Erscheinungsbild?
Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
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Wie zufrieden sind Sie mit dem optischen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
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Wie zufrieden sind Sie mit dem funktionellen Ergebnis der Operation?
Wie sehen Sie sich heute? (insgesamt 103 Antworten)
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Wie sehen Sie sich heute? (insgesamt 103 Antworten)
Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)
Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)
Tabelle 1
Prävalenz der Transidentität und MzF-FzM-Ratio (geordnet nach Jahr der Publikation)
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)
Tabelle 2
Übersicht der subjektiven Zufriedenheit (geordnet nach Anzahl der Studienteilnehmer)
Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation
Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation
Tabelle 3
Orgasmusfähigkeit nach Mann-zu-Frau geschlechtsangleichender Operation
Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik
Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik
eKasten 1
Operative Technik der penilen Inversionsvaginoplastik
Fragebogen
Fragebogen
eKasten 2
Fragebogen
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