ArchivDeutsches Ärzteblatt21/1996Ärzteverband fordert unabhängige Selbstverwaltung

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Ärzteverband fordert unabhängige Selbstverwaltung

EB; Korzilius, Heike

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LNSLNS KÖLN. Der "Unabhängige Ärzteverband Deutschlands e.V.", unter seinem neuen Vorsitzenden Dr. med. Wolfgang Grote, fordert in seinem politischen Programm, daß die Organe der Selbstverwaltung Sozialwesen und Sozialabgaben in eigener Verantwortung neu gestalten. Dazu müßten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen privatisiert werden.
Im Sinne größerer Eigenverantwortung der Bürger verlangt der Verein weiterhin, daß Rentner nicht auf Kosten der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) versichert werden. Außerdem dürften die Behandlungskosten für Sport- und Verkehrsunfälle sowie für Drogenerkrankungen nicht von der GKV gedeckt werden. Mit Ausnahme nervenärztlicher Leistungen sollten auch die Kosten der psychologischen und psychoanalytischen Diagnostik und Therapie aus der GKV ausgegliedert werden. Die Patienten müßten generell an den Kosten für ihre Behandlung beteiligt werden. Nach Ansicht des Ärztevereins sollten in der GKV gestaffelte Beiträge für Fa-milienmitglieder eingeführt werden sowie eine angemessene Selbstbeteiligung bei Arbeitsunfähigkeit. Kuren sollten nicht länger von den Kassen finanziert werden. Außerdem seien die Verwaltungskosten der GKV auf ein Drittel der bisherigen Kosten zurückzuschrauben. EB/HK
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