ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2014Deutsche Stiftung Organtransplantation: Kurskorrektur bei der Koordinierungsstelle

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Deutsche Stiftung Organtransplantation: Kurskorrektur bei der Koordinierungsstelle

Dtsch Arztebl 2014; 111(47): A-2039 / B-1735 / C-1659

Siegmund-Schultze, Nicola

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Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) wird sich künftig ganz auf ihre im Transplantationsgesetz beschriebenen Kernaufgaben konzentrieren: die bundesweite Koordinierung der postmortalen Organspende und die Optimierung und Weiterentwicklung von Qualität und Sicherheit der Organe. „Angesichts sinkender Organspenderaten kann die DSO ihren Beitrag zur Rückgewinnung von Vertrauen in die Transplantationsmedizin am besten leisten, indem sie die Kliniken bei der Realisierung potenzieller Organspenden optimal unterstützt und Organe mit bester Qualität zur Verfügung stellt“, sagte Dr. med. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der DSO.

Die DSO konzentriert sich künftig wieder auf ihre Kernkompetenzen. Foto: dpa
Die DSO konzentriert sich künftig wieder auf ihre Kernkompetenzen. Foto: dpa

Damit korrigiert die DSO teilweise ihren Kurs. In der Vergangenheit hatte sie sich zusätzlich zur Koordinierung der Organspende mit Kampagnen zu diesem Thema engagiert, auch über die Treuhandstiftung „Für’s Leben. Für Organspende“. Daran hatte es aus der Öffentlichkeit, aber auch aus der Transplantationsmedizin Kritik wegen möglicher Interessenskonflikte gegeben. Die DSO möchte die Stiftung nun nicht weiterführen. Die zentralen Ansprechpartner, um die postmortale Organspende optimal zu realisieren, seien für die DSO die Transplantationsbeauftragten, sagte Rahmel. Derzeit sind 1 253 Entnahmekliniken gemeldet, es gibt 1 600 Transplantationsbeauftragte. Ihre Arbeit soll 2015 und 2016 mit jeweils 18 Millionen Euro finanziert werden, in diesem Jahr sind es 12 Millionen. Sollte sich die Entwicklung der ersten Quartale bis Ende 2014 fortsetzen, könnte sich postmortalen Organspenden zum Ende des Jahres zumindest auf dem Vorjahresniveau stabilisieren, sagte Rahmel: mit circa 3 040 Organen. nsi

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