ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2014Honorare: Noch viele Fragen offen
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In Berlin waren wir von den beiden maßgeblichen Berufsverbänden bvvp und DPtV aufgerufen, für angemessene Honorare zu demonstrieren . . .

Wer aber hat wirklich Schuld an unserem Honorardesaster?

Es sind unsere Berufsverbände, die sich nicht trauen, Ansprüche jenseits des Bundessozialgerichts-Urteils von 1999 zu definieren. Die sich nicht trauen, mit einer klaren Forderung auf einer Demo zu beeindrucken, stattdessen mit schwammigen Angemessenheitsforderungen aufwarten, die doch unsere Realität sind. Auch auf der Demo wurde doch lediglich verlangt, dass die BSG-Norm umgesetzt wird. Wer diesen merkwürdigen Anspruch der Verbände als verbandsinterne Kritik äußert, dessen Botschaft wird als Querulantentum im Keim erstickt.

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Was wir wirklich brauchen sind mächtige Argumente. Warum zum Beispiel wird das haarsträubend ungerechte BSG-Urteil nicht in Karlsruhe überprüft? Warum werden keine Machbarkeitsstudien erhoben zur Frage der Alternative zur KV-Zugehörigkeit? Warum sucht man nur für diese Demo den Schulterschluss mit den Ärzten? Warum sucht man nicht nach Koalitionen mit den anderen benachteiligten Fachgruppen innerhalb der KV-Parlamente (alle unterhalb des KV-Durchschnitts). Warum wird die Zehn-Prozent-Klausel in den KV-Parlamenten nicht in Karlsruhe hinterfragt? Und das Wichtigste, warum fragt man uns nicht mehr in regionalen Podiumsdiskussionen, zu welchen Schritten wir bereit wären?

Dipl.-Psych. Götz Braun, 35037 Marburg

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