ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2014Digitale Arztpraxis: Bis ans Ende der Stromversorgung
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. . . Mit Entsetzen habe ich schon die Ankündigung des elektronischen Arztausweises wahrgenommen und intensiv gehofft, dass sich einflussreichere Kollegen als ich dagegen wehren, haben sich doch viele Kollegen aus Datenschutzgründen gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ausgesprochen.

Jetzt sollen wir auch noch dafür nicht wenig bezahlen, dass sowohl unsere als auch die sensiblen Daten unserer Patienten in einer anonymen Cloud sprich: SafeNet bis ans Ende der Stromversorgung gespeichert werden. Mit der ersten Kodierung nach dem Staatsexamen beziehungsweise der ersten Abrechnung als Niedergelassenem wird jedem Arzt klar, welch defektes Sieb unser hehres Gut der Schweigepflicht sowieso schon ist. Müssen denn nun die Daten auch noch in einer Cloud jedem kommerziellen Nutzer, der ein paar pfiffige Hacker zur Verfügung hat, preisgegeben werden?

Seit Edward Snowden spätestens kann jeder wissen, dass sogar staatliche Institutionen sich hemmungslos aller erreichbarer Daten bedienen und auch, dass jedes Datum im Internet so lange existiert, wie Strom verfügbar ist . . .

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Gisela Schock, 57580 Gebhardshain

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