ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Gewichtsabnahme bei Kindern und Jugendlichen

MEDIZIN: Originalarbeit

Gewichtsabnahme bei Kindern und Jugendlichen

Systematische Übersicht und Auswertung von konservativen nichtpharmakologischen Adipositas-Behandlungsprogrammen

Weight loss in children and adolescents— a systematic review and evaluation of conservative, non-pharmacological obesity treatment programs

Dtsch Arztebl Int 2014; 111(48): 818-24; DOI: 10.3238/arztebl.2014.0818

Mühlig, Yvonne; Wabitsch, Martin; Moss, Anja; Hebebrand, Johannes

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Hintergrund: In Deutschland beträgt die Übergewichtsrate im Kindes- und Jugendalter 15 %, die Adipositasprävalenz beläuft sich auf 6,3 %. Die Effektivität konservativer Gewichtsreduktionsbehandlungen gilt als evident, jedoch wurde das Ausmaß des erreichbaren Therapieerfolges auf den Gewichtsstatus bisher zu wenig differenziert evaluiert. Vor diesem Hintergrund kann eine Aktualisierung des Forschungsstandes unter Würdigung methodischer Qualitätsmerkmale der verfügbaren Studien Hinweise für die Therapie dieser Patientengruppe geben.

Methoden: Eine systematische Literaturrecherche in der medizinischen Datenbank MedLine wurde für den Zeitraum Mai 2008 (Endpunkt der Cochrane-Übersicht aus 2009) bis Dezember 2013 durchgeführt. Die identifizierten Studien wurden einer qualitativen Analyse unterzogen.

Ergebnisse: Unter Berücksichtigung festgelegter Einschlusskriterien konnten 48 randomisiert-kontrollierte Therapiestudien mit insgesamt 5 025 Teilnehmern identifiziert werden. Unter Heranziehung von Studien, die definierte methodische Qualitätskriterien erfüllten, wurden Gewichtsverluste zwischen 0,05 und 0,42 BMI-SDS („Standard Deviation Score“ des Body-mass-Index) innerhalb von 12 bis 24 Monaten nach Beginn einer konservativen Gewichtsreduktionsbehandlung beobachtet. 41 der insgesamt 48 Studien enthielten Angaben zur Abbruchrate, bei 7 fehlten entsprechende Informationen. In 27 dieser 41 Studien (66 %) lag die Abbruchrate bei mindestens 10 % der Teilnehmer, in 9 Studien (22 %) betrug sie mindestens 25 %.

Schlussfolgerung: Auf der Grundlage konsistenter Befunde sollte das begrenzte Ausmaß der zu erwartenden Gewichtsreduktion durch konservative Behandlungsverfahren in die Aufklärung behandlungssuchender Familien einfließen. Die Ermittlung von Prädiktoren für einen Therapieerfolg sowie die Evaluation von zusätzlichen psychologischen Interventionen zur Förderung der Akzeptanz der Adipositas sollten einen Schwerpunkt der zukünftigen Forschung bilden.

LNSLNS

Rund 15 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Übergewicht betroffen, einschließlich 6,3 % mit einer Adipositas (1). Obwohl eine Stagnation der Adipositasrate beobachtet (2) und Präventionsmaßnahmen stärker betont (3) wurden, bleibt die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas ein gesundheitspolitisch relevantes Thema. Ungünstige Gewichtsverläufe (4), das Risiko somatischer (5) und psychiatrischer (6) Komorbiditäten, psychosoziale Beeinträchtigung durch Stigmatisierung (7) sowie hohe Gesundheitskosten (8) bedingen einen Bedarf an wirksamen Ansätzen zur Adipositas-Behandlung. Die Teilnahmeraten in verfügbaren Behandlungsprogrammen sind gemessen an der Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas relativ gering (9, 10).

In den deutschen evidenzbasierten Leitlinien zur Behandlung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter wird der Einsatz konservativer (nichtpharmakologischer) Therapieverfahren zur Gewichtsreduktion mit dem Ziel einer langfristigen Verbesserung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens empfohlen (11). Dabei wird zu einer kombinierten Anwendung von ernährungs-, bewegungs- und verhaltenstherapeutischen Schulungseinheiten als multimodale Lebensstil-Intervention geraten. Eine adjuvante Pharmakotherapie oder ein bariatrischer Eingriff bei extremer Adipositas sollen hingegen erst im Jugendalter bei Versagen konservativer Verfahren als Einzelfallentscheidung erwogen werden (11).

Die Effektivität konservativer Behandlungsansätze gilt als gesichert, wobei in der zuletzt im Jahr 2009 publizierten Cochrane-Metaanalyse (10) insgesamt nur eine geringe Effektstärke (−0,04 beziehungsweise −0,14 BMI-SDS [11]) bei Kindern beziehungsweise Jugendlichen, basierend auf jeweils zwei Studien) im Hinblick auf die nach 12 Monaten erreichte Gewichtsreduktion ermittelt wurde. Der Vergleich unterschiedlicher konservativer Therapieansätze steht oft im Vordergrund wissenschaftlicher Untersuchungen. Übergeordnet muss jedoch das zu erwartende Ausmaß einer Gewichtsreduktion noch differenzierter betrachtet werden.

Ziel dieser Arbeit war es, die aktuellen Forschungsbefunde zusammenzufassen und einer qualitativen Analyse zu unterziehen. Bei der Ergebnisbeurteilung werden neben den mittelfristigen Gewichtsverläufen auch Adhärenz und Abbruchraten fokussiert sowie methodische Qualitätsmerkmale der Studien berücksichtigt.

Methode

Das Verfahren einer qualitativen Analyse wurde gewählt, um eine möglichst breite Darstellung verfügbarer randomisierter kontrollierter Studien zu ermöglichen. Die Voraussetzungen für eine quantitative Auswertung waren im Hinblick auf die Heterogenität und geringe Anzahl geeigneter Studien nicht gegeben (eMethodenteil). Mit dem Ziel einer Aktualisierung des Forschungsstandes zur Effektivität von Gewichtsreduktionsbehandlungen im Kindes- und Jugendalter orientierte sich die Literaturrecherche am zeitlichen Endpunkt der im Jahr 2009 publizierten Cochrane-Metaanalyse (10), in der alle bis Mai 2008 veröffentlichten Studien berücksichtigt wurden. Damit erstreckte sich die Recherche auf den Zeitraum Mai 2008 bis Dezember 2013. Ihre Ergebnisse können dem PRISMA-Flussdiagramm (12, 13) (Grafik) entnommen werden. Einschlusskriterien waren ein randomisiert-kontrolliertes Studiendesign, Interventionen mit mindestens einem der Bausteine Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie, ein Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 6 Monaten nach Behandlungsbeginn, BMI und/oder BMI-SDS als Studienendpunkte, Einbezug von Teilnehmern mit Adipositas (BMI-SDS ≥ 2 beziehungsweise > 97. BMI-Perzentil) gemäß international gültiger Definition (11). Die methodische Qualität der Studien wurde mit Hilfe von 7 a priori definierten Kriterien, angelehnt an gängige Empfehlungen evaluiert (eMethodenteil, eTabelle 2 [10, e2] ):

Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Grafik
Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
eTabelle 2
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
  • statistische Poweranalyse für BMI oder BMI-SDS
  • Auswertung nach dem „intention to treat“-Prinzip
  • Beschreibung des Randomisierungsprozederes
  • Bericht unerwünschter Ereignisse
  • Angaben zur Adhärenz (Teilnahmerate)
  • Angaben zum „drop out“ (Abbruchrate während der laufenden Intervention)
  • Angaben zum „loss to follow-up“ (Rate nicht mehr zur Nachuntersuchung verfügbarer Teilnehmer).

Eine ausführliche Methodenbeschreibung ist online einzusehen (eMethodenteil), ebenso die detaillierte Datenextraktion und Beschreibung allgemeiner Studiencharakteristika (eMethodenteil, eTabelle 1).

Ergebnisse

Die Gesamtzahl der randomisierten Teilnehmer aller 48 eingeschlossenen Studien betrug 5 025 (Mittelwert [m] = 104,7; Standardabweichung [s] = 75,8; Minimum [min] = 18; Maximum [max] = 475). Tabelle 1a enthält eine Selektion der Studien, die kritische methodische Kriterien erfüllten.

In vier verfügbaren Studien (1418), die alle sieben definierten methodischen Qualitätskriterien erfüllten, ergaben sich BMI-SDS-Reduktionen von 0,05 bis 0,22 jeweils 12 Monate nach Behandlungsbeginn. Bei vier weiteren verfügbaren Studien (1923) mit mindestens fünf erfüllten Qualitätskriterien (einschließlich Poweranalyse, „intention to treat“-Auswertung) und einer Fallzahl von mindestens 100 Teilnehmern sowie mindestens 12-monatiger Nachbeobachtungszeit) konnten BMI-SDS-Reduktionen von 0,14 bis 0,39 12 Monate nach Behandlungsbeginn nachgewiesen werden (Tabelle 1a).

Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Tabelle 1a
Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*
Tabelle 2
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*

Zusammengefasst lag die durchschnittliche Gewichtsabnahme bei Kindern und Jugendlichen anhand dieser gemäß den definierten Qualitätskriterien acht besten Studien bei 0,05 bis zu 0,39 BMI-SDS innerhalb eines Jahres nach Behandlungsbeginn. Für den Zeitpunkt von 24 Monaten nach Behandlungsbeginn wurden in vier dieser acht Studien mit verfügbaren Daten BMI-SDS-Reduktionen zwischen 0,08 und 0,42 angegeben. In Tabelle 2 wird eine exemplarische BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten in Bezug auf die Gewichtsentwicklung anhand deutscher extrapolierter Referenzwerte (31, 32) aufgezeigt. Diese entspricht bei kontinuierlichem Längenwachstum beispielsweise einer Gewichtsveränderung von −4,8 kg beziehungsweise +3,5 kg bei einem 15-jährigen Mädchen (Ausgangsgewicht 102,0 kg) beziehungsweise bei einem 8-jährigen Jungen (Ausgangsgewicht 40,0 kg) (Tabelle 2).

Von insgesamt 23 Studien, die denen ein Vergleich mit der Routineversorgung oder einer Wartelistenkontrollgruppe durchgeführt wurde, waren 18 Studien mit BMI-SDS-Daten 6 beziehungsweise 12 Monate nach Interventionsbeginn verfügbar. Der jeweilige Gruppenunterschied bezüglich der BMI-SDS-Veränderung war in nur sieben Studien (2430) nach einem Zeitraum von mindestens sechs Monaten ab Interventionsbeginn statistisch signifikant, wobei methodische Mängel der meisten dieser Studien die Wertigkeit der erzielten Ergebnisse einschränken. Tabelle 1b liefert – ungeachtet der methodischen Studienheterogenität und -qualität – eine orientierende Übersicht über die berichteten Gruppenunterschiede nach 6 und 12 Monaten. Die „drop out“-Rate und das „loss to follow-up“ lassen indirekt auf die Akzeptanz, die subjektive Bewertung der Intervention und ihre Praktikabilität im Alltag der Familien schließen. In den eingeschlossenen Studien wurden „drop out“-Raten beziehungsweise ein „loss to follow-up“ von jeweils 0 % bis zu 50 % beziehungsweise 71 % beschrieben. Bei 27 beziehungsweise 9 aller 41 verfügbaren Studien mit entsprechenden Angaben (eTabelle 2) machte die „drop out“-Rate mehr als 10 % beziehungsweise 25 % aus. Die entsprechenden Werte für das „loss to follow-up“ betrafen 31 beziehungsweise 20 aller 45 verfügbaren Studien mit diesbezüglichen Angaben. Abhängig von den Rekrutierungswegen wurden jeweils im Minimum 10 % bis vereinzelt 100 % der erfassten Kinder und Jugendlichen randomisiert. Bei fast der Hälfte aller Studien (n = 23) lag die Einschlussrate bei weniger als 60 % der Screening-Population.

Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1
Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1
Tabelle 1b
Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1

Schlussfolgerung

Die aktuelle Datenlage zur Effektivität nichtpharmakologischer konservativer Adipositas-Behandlungen im Kindes- und Jugendalter zeigt ein heterogenes Bild. Die Interpretierbarkeit der Untersuchungsbefunde wird durch die variierende methodische Qualität der Einzelstudien und die Heranziehung unterschiedlicher Ausgangsstichproben (Alter, Ausgangsgewicht, sozialer Hintergrund), die Art, Quantität und Intensität der Intervention sowie die Endpunkte und Nacherhebungszeitpunkte eingeschränkt. Eine Generalisierbarkeit der Befunde ist somit nicht gegeben.

Aufgrund der wissenschaftlichen Evidenz (10) wird die Effektivität konservativer Gewichtsreduktionsbehandlungen in der Versorgungspraxis anerkannt. Weniger differenziert wird dabei die realistisch zu erwartende Gewichtsveränderung betrachtet. Die hier verfügbaren qualitativ hochwertigen Studien belegten BMI-SDS-Abnahmen zwischen 0,05 und 0,39 innerhalb eines Jahres nach Behandlungsbeginn. Insgesamt erscheint eine Gewichtsnormalisierung für die meisten Kinder und Jugendlichen mit Adipositas im Rahmen einer konservativen Gewichtsreduktionsbehandlung mittelfristig nicht realistisch (vergleiche Rechenbeispiele in Tabelle 2). Bei einem durchschnittlichen Ergebnis in einem der verfügbaren Interventionsprogramme ist ein „Austritt“ aus der diagnostischen Kategorie „Adipositas“ nur dann wahrscheinlich, wenn der BMI vor Behandlungsbeginn knapp oberhalb der Schwelle zur Adipositas liegt. Möglicherweise liegt der therapeutische Nutzen konservativer Gewichtsreduktionsbehandlungen eher in einer Minderung kardiovaskulärer Risikofaktoren und Begleiterkrankungen. Eine signifikante Verbesserung von Insulinsensitivität, Blutdruck und Lipidprofil konnte bereits ab einer geringen bis moderaten Gewichtsreduktion nachgewiesen werden (33). Als Therapieerfolg könnten außerdem nachhaltige positive Veränderungen des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens betrachtet werden, die im Langzeitverlauf das Risiko adipositasassoziierter Erkrankungen reduzieren könnten (34). Grundsätzlich sollten Selbsteinschätzungen zum Lebensstil allerdings aufgrund einer häufig sozial erwünschten Antworttendenz im Sinne der vermittelten Interventionsinhalte nur vorsichtig interpretiert werden. Auch eine Verbesserung der Lebensqualität während einer konservativen Gewichtsreduktionsbehandlung wurde vereinzelt, jedoch bisher nur kurzfristig nachgewiesen (35). Aus bisherigen Studien mit Erfassung psychologischer Variablen lässt sich nicht klar abgrenzen, ob sich positive Effekte auf die Lebensqualität auch für die im Sinne einer Gewichtsreduktion nicht erfolgreichen Teilnehmer ergaben.

Bei der Beurteilung der Therapieeffekte auf den Gewichtsstatus muss berücksichtigt werden, dass der Gewichtsverlauf nicht mehr nachverfolgter Teilnehmer unklar ist. Im Falle einer unterdurchschnittlichen Gewichtsabnahme dieser Teilnehmer nach der letzten Beobachtung würde der allgemeine Therapieeffekt geringer als angegeben ausfallen. Bemühungen um eine Gewichtsreduktion könnten längerfristig sogar eine Gewichtszunahme über das Ausgangsgewicht hinaus begünstigen (36). Andererseits könnte sich auch aus geringen kurz- und mittelfristigen Effekten langfristig eine größere Gewichtsreduktion entwickeln. Für eine Beantwortung dieser Frage sind jedoch longitudinale Beobachtungen über mehrere Jahre notwendig, wobei einem „loss to follow-up“ maximal entgegen gewirkt werden müsste. Die Gegenüberstellung der einzelnen Studien suggeriert, dass Heranwachsende in unterschiedlichem Ausmaß von den Interventionen profitieren (BMI–SDS-Veränderungen zwischen – 0,92 und + 0,70) – sofern dies nicht die zufällige Streuung abbildet. Die Ermittlung von therapeutischen Prädiktoren sollte daher stärker in Folgestudien einbezogen werden. Beispielsweise wäre die Erfassung des elterlichen Gewichtsstatus sinnvoll, da insbesondere bei jüngeren Kindern dem elterlichen Gewichtsstatus eine erhebliche prädiktive Bedeutung zukommt (4). Auch die Erfassung unerwünschter Ereignisse erhält in der Forschung noch zu wenig Beachtung. Besonders im Hinblick auf potenziell nachteilige Nebenwirkungen einer Gewichtsreduktionsbehandlung auf die langfristige Gewichtsentwicklung und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sollte eine engmaschige Überprüfung unerwünschter Ereignisse erfolgen. Obwohl psychiatrische Komorbiditäten bei Adipositas gehäuft auftreten (6), gehört eine differenzierte psychologisch-psychiatrische Diagnostik bisher nicht zum standardisierten Vorgehen verhaltenstherapeutisch ausgerichteter Lebensstilinterventionen.

Stärken und Limitationen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit zeichnet sich durch eine differenzierte Betrachtung der Zeiteffekte (absolute Veränderungen von der Basis- bis zur Nachuntersuchung) von Adipositas-Behandlungen auf den Gewichtsverlauf von Kindern und Jugendlichen aus. Dabei wurden einschränkende methodische Aspekte anhand objektiver Qualitätskriterien randomisiert-kontrollierter Therapiestudien in die Evaluation einbezogen. Durch die umfassende Datenextraktion unter Einbezug von Adhärenz, „drop out“ und „loss to follow-up“ lassen sich Grenzen bei der Durchführung konservativer Adipositas-Behandlungen im Kindes- und Jugendalter erfassen. Letztlich liegt eine Stärke in der Aktualisierung der Übersicht zu einem Forschungsgebiet von hoher Relevanz für die medizinische Versorgung einer Risikopopulation.

Die Aussagekraft der vorliegenden Arbeit ist durch das Fehlen einer quantitativen Analyse der Therapieeffekte eingeschränkt. Auf eine Metaanalyse wurde aufgrund der genannten Divergenz der Studienmerkmale und der mangelnden Generalisierbarkeit der Befunde verzichtet. Zudem wurde bei der Beurteilung der methodischen Qualität keine unterschiedliche Gewichtung der Kriterien vorgenommen. Der Einbezug weiterer Studienendpunkte neben BMI und BMI-SDS wie somatische oder psychologische Parameter wäre wünschenswert gewesen, war jedoch aufgrund der geringen Datenmenge nicht aussagekräftig möglich.

Implikationen für die klinische Versorgung

Aus den Ergebnissen erschließen sich einige Überlegungen für die klinische Versorgung. Aus therapeutischer Sicht bereiten insbesondere die relativ hohen „drop out“-Raten und das noch höhere „loss to follow-up“ Sorgen im Hinblick auf die gesundheitliche Perspektive der Teilnehmer. Behandlungssuchende Familien hegen meist große Hoffnung auf eine nachhaltige Gewichtsabnahme ihres Kindes bis hin zum Erreichen von Normalgewicht. Viele der verfügbaren Interventionsprogramme erfordern über einen längeren Zeitraum intensiven Einsatz mit manchmal mehreren wöchentlichen Terminen für das Kind und mindestens einem Elternteil. Die Erkenntnis eines vergleichsweise geringen Gewinns in Relation zu den erforderlichen Investitionen könnte einen Grund für gehäufte Therapieabbrüche darstellen. Die im Vergleich zur Zahl adressierter Familien geringen Einschlussraten impliziert, dass viele Familien möglicherweise bereits im Wissen um diesen begrenzten Nutzen ein Behandlungsangebot ablehnen. Daneben könnten weitere Faktoren, unter anderem sozioökonomisch bedingte Barrieren, die Inanspruchnahmerate beeinflussen. Der Anteil aller Kinder und Jugendlichen mit Adipositas, die Interesse an einer Gewichtsreduktionsbehandlung haben, kann letztlich nicht solide beziffert werden.

Es besteht zudem die Gefahr, dass eine mangelnde Gewichtsabnahme vom Teilnehmer als persönliches Versagen wahrgenommen wird. Die Forschung zur Stigmatisierung bei Adipositas weist auf eine starke Verbreitung von Diskriminierungserfahrungen innerhalb familiärer Beziehungen und in der medizinischen Versorgung hin (37). Inhalt stigmatisierender Einstellungen ist häufig die Zuschreibung der persönlichen Verantwortung für die Gewichtsentwicklung, aus der Versagens- und Schamgefühle resultieren. In Abhängigkeit vom Selbstwertgefühl der Betroffenen können Diskriminierungen internalisiert werden und zu einer Selbststigmatisierung führen (38).

Unabhängig vom Erfolg der Gewichtsreduktion impliziert die Interventionsteilnahme eine intensive Beschäftigung mit der Thematik. Das Thema Gewicht nimmt im Alltag in Relation zu anderen entwicklungstypischen Aspekten viel Raum ein und das Selbstwertgefühl wird maßgeblich vom Erfolg der Gewichtsreduktion reguliert. Dieser Einfluss ist unter anderem umso größer, je stärker die Eltern-Kind-Beziehung durch eine einseitige Fokussierung auf eine Gewichtsreduktion belastet ist. Dysfunktionale Gewichtskontrollmechanismen und eine Selbstwertminderung bis hin zu depressiven Episoden mit sozialer Isolation können sich bei entsprechender Vulnerabilität als Folge einer einseitigen Konzentration auf das Thema Gewicht herausbilden (39). Ungesunde Gewichtskontrollmechanismen sind als Grundlage für die Entstehung manifester Essstörungen bekannt, die wiederum im Krankheitsverlauf eine Gewichtszunahme begünstigen (40). Denkbar wäre auch die Entwicklung einer Resignation, indem in Folge des erlebten Misserfolges Bemühungen um eine gesunde Lebensweise aufgegeben werden. Auf der anderen Seite ist es auch möglich, dass bei Heranwachsenden die Teilnahme an einer Gewichtsreduktionsbehandlung auch unabhängig vom Gewichtsverlust zu einer gesünderen Lebensweise, einer gesteigerten Lebensqualität und einer regelmäßigeren Anbindung an die medizinische Versorgung führen könnte. Die letztlich bescheidene Gewichtsabnahme könnte ihnen die Grenzen der Beeinflussbarkeit des eigenen Körpergewichts aufzeigen und somit eine andere Einstellung zur eigenen Adipositas ermöglichen.

Zur Prophylaxe ungünstiger Therapieverläufe ist frühzeitig dafür Sorge zu tragen, die Eltern aber auch die Kinder und Jugendlichen entsprechend der mittlerweile konsistenten Evidenz altersgemäß über die realistisch erreichbare Gewichtsreduktion in verfügbaren Behandlungsmethoden und deren mögliche Nebenwirkungen aufzuklären. Die uneingeschränkte Empfehlung einer Gewichtsreduktionsbehandlung mit dem einseitigen Fokus auf eine Gewichtsreduktion birgt neben den genannten möglichen Folgen die Gefahr einer Schwächung des Vertrauens in die medizinische Versorgung und eines Rückzuges aus derselben. Eine regelmäßige, zeitlich andauernde medizinische Anbindung ist jedoch aufgrund des erhöhten Risikos für Folgeerkrankungen wichtig (beispielsweise zur frühzeitigen Diagnostik einer arteriellen Hypertonie). Bei einem geäußerten Behandlungswunsch ist eine ausführliche Anamnese bezüglich der Erwartungen indiziert, um der Familie zu einem konstruktiven Umgang mit der Adipositas ihres Kindes zu verhelfen. Sollten sich Familien aufgrund der begrenzten Erfolgsaussichten gegen eine konservative Adipositas-Behandlung entscheiden, gilt es, diese Entscheidung zu respektieren und die Familie weiterhin wertschätzend im Umgang mit der Adipositas zu begleiten. Aufgrund der gegebenen durchschnittlichen Gewichtsreduktion in konservativen Therapieprogrammen erscheint es im Fall einer extremen, die körperliche und seelische Gesundheit bedrohenden Adipositas im Jugendalter auch diskussionswürdig, ob der Nachweis des Scheiterns konservativer Therapieverfahren, der als Voraussetzung für die Erwägung einer bariatrischen Operation gilt (11), als allgemeingültiges Kriterium definiert werden sollte.

Methodische Qualität der Studien
Methodische Qualität der Studien
eGrafik
Methodische Qualität der Studien

Perspektive

Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen besteht das übergeordnete Therapieziel in einem verbesserten Krankheitsumgang. Auch für die Adipositas erscheint eine Refokussierung von der Gewichtsreduktion hin zu einem Coping-Ansatz sinnvoll. Dabei erschließen sich folgende Ziele einer Intervention als relevant: Verbesserung von Lebensqualität und Selbstwertgefühl, Förderung eines positiven Körperbildes, Bewältigung von Diskriminierungserfahrungen, Überwindung sozialer Isolation, Förderung eines gesunden Lebensstils unabhängig von einer Gewichtsreduktion und einer regelmäßigen Gesundheitsvorsorge. Insbesondere bei jüngeren Kindern ist der Einbezug der Eltern zur Minderung intrafamiliärer Stigmatisierungsprozesse ratsam. Die Akzeptanz und Wirksamkeit coping-orientierter Interventionen zur Verbesserung der Lebensqualität und psychosozialer Funktionen als primäre Endpunkte sollte zukünftig in die Forschung einfließen.

Danksagung
Diese Arbeit wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen 01GI1120A/B) und ist in das Kompetenznetz Adipositas (Konsortium „Jugendliche mit extremer Adipositas“) integriert.

Interessenkonflikt

Die Autoren erhielten Gelder für ein von ihnen initiiertes Forschungsvorhaben vom BMBF-Konsortium „Jugendliche mit extremer Adipositas (01GI1120A/B).

Manuskriptdaten
eingereicht: 27. 3. 2014, revidierte Fassung angenommen: 10. 9. 2014

Anschrift für die Verfasser
Dipl.-Psych. Yvonne Mühlig, LVR-Klinikum Essen,
Wickenburgstraße 21, 45147 Essen
yvonne.muehlig@lvr.de

Zitierweise
Mühlig Y, Wabitsch M, Moss A, Hebebrand J: Weight loss in children and adolescents—
a systematic review and evaluation of conservative, non-pharmacological obesity treatment
programs. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 818–24. DOI: 10.3238/arztebl.2014.0818

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4814 oder über QR-Code

eMethodenteil, eTabelle1, eTabelle2, eGrafik:
www.aerzteblatt.de/14m0818 oder über QR-Code

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Grafik
Prisma 2009: Flussdiagramm zur Beschreibung der einzelnen Phasen einer systematischen Übersichtsarbeit. BMI, Body-mass-Index; SDS, Standard Deviation Score (12, 13)
Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Tabelle 1a
Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit vergleichsweise höchster methodischer Qualität*1
Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1
Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1
Tabelle 1b
Orientierende Übersicht über die Ergebnisse der verfügbaren Studien mit einer unbehandelten Kontrollgruppe*1
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*
Tabelle 2
Beispiele für Gewichtsveränderungen bei einer BMI-SDS-Reduktion von 0,3 nach 12 Monaten*
Methodische Qualität der Studien
Methodische Qualität der Studien
eGrafik
Methodische Qualität der Studien
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
eTabelle 2
Bewertung der Studien nach definierten methodischen Qualitätskriterien (siehe auch 10, e2)
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    Dtsch Arztebl Int 2015; 112(17): 297; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0297a
    Hofmeister, Martin
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2015; 112(17): 297; DOI: 10.3238/arztebl.2015.0297b
    Mühlig, Yvonne

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peter.kopping
am Donnerstag, 4. Dezember 2014, 19:09

Warum funktioniert das Abnehmen nicht ?

In der Perspektive haben Sie ja schon genau aufgeführt, was nicht stimmt. Genau diese Punkte vermissen die Kinder in ihrer Erziehung und auch in den einzelnen
Abnehmprogrammen. Sie stehen unter Stress, schon von vornherein und die minimalen Gewichtsverluste führen eher zu noch mehr Stress, da jeder sich nach
der Prozedur insuffizienter fühlt als vorher.
Achim Peters ( ein Hirnforscher )hat darauf in seinen Büchern immer wieder hin-
gewiesen, er scheint aber bei den tonangebenden Ernährungswissenschaftlern über-
haupt kein Gehör zu finden. Laut seinen Erkenntnissen ist der Grund des Übergewichts in verschieden - wohl genetisch verankerten - Reaktionen des Körpers
auf Stress zu finden. Wer sich weiter darüber informieren möchte, lese seine Bücher.
Da wird einem schlagartig klar, dass wir bisher genau in die verkehrte Richtung gehen.
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