ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Krankenkasse: Zahl der Burnout-Diagnosen geht zurück

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Krankenkasse: Zahl der Burnout-Diagnosen geht zurück

KNA

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Erstmals seit zehn Jahren sind die Krankschreibungen wegen der Diagnose Burnout zurückgegangen. Das teilte die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) am 24. November mit. Danach gab es 2013 ein Drittel weniger Fehltage als im Jahr zuvor. Demgegenüber stieg die Zahl der diagnostizierten Depressionen weiter an. Insgesamt sind die Leistungsausgaben der DAK-Gesundheit für die Behandlung von psychischen Erkrankungen in den letzten fünf Jahren um 15 Prozent auf 236,5 Millionen Euro gestiegen.

Nach einer Analyse der Versicherungsdaten entfielen 2012 auf 1 000 DAK-Versicherte 100 Fehltage wegen Burnout. 2013 sank die Zahl auf nur noch 67 Tage. Auch im ersten Quartal 2014 setzte sich dieser Trend fort. Der steile Anstieg in den letzten Jahren – von sechs Ausfalltagen 2004 auf 100 Tage 2012 – wurde somit gestoppt. Bei den Depressionen hat sich dagegen die Zahl der Fehltage in den vergangenen 13 Jahren um 178 Prozent erhöht. Als Grund für diese Entwicklung sieht die Kasse unter anderem einen differenzierteren Umgang von Ärzten und Patienten mit psychischen Erkrankungen. „Wir beobachten, dass sich das Bewusstsein und die Sensibilität sehr verändert haben, wenn es um das Thema Burnout, aber auch um psychische Erkrankungen im Allgemeinen geht“, erläuterte DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Eine zunehmend differenziertere Diagnosepraxis führt mittlerweile dazu, dass häufiger eine Depression erkannt wird, die eigentlich hinter dem Burnout steckt.“ kna

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