ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Selbstmanagement: Gender
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Abgebildet ist eine circa 30-jährige Frau, die in Funktionskleidung mit umgehängtem Stethoskop, verschränkten Armen und geschlossenen Augen offensichtlich erschöpft an einer Wand lehnt . . .

Der Artikel ist inhaltlich nicht bedeutungslos, Herr Dr. Madel hat sich meines Erachtens sinnige Gedanken zu dem in der Überschrift genannten Thema gemacht, jedoch alle weiblichen Wesen in seinen Ausführungen komplett ignoriert. Umso interessanter erscheint mir der Aspekt, dass eine Frau fotografisch abgebildet ist.

Sicher subsumiert der Verfasser Kolleginnen unter dem „geschlechtsneutralen“ Arztsein, wie es ja aus Bequemlichkeit und akademischer Einfältigkeit seit Jahren üblich ist und publiziert wird.

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Bei steigenden Zahlen von weiblichen Studierenden und gleichzeitig steigenden Ängsten, besonders der altverdienten und ehrwürdigen männlichen Standesvertreter vor der „Feminisierung des Arztberufs“, würde ich mir im 21. Jahrhundert doch etwas mehr Realitätsbewusstsein wünschen. Ein solcher Artikel könnte hier durchaus nützlich sein, sollte der Verfasser denn ein Interesse daran haben.

Zumindest wäre es einmal ein Anfang.

Ich habe und werde mich auch von Herrn Dr. Madel nicht subsumieren lassen.

Dr. med. Ilona Schroth, 35392 Gießen

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