ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Selbstmanagement: Gender
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Abgebildet ist eine circa 30-jährige Frau, die in Funktionskleidung mit umgehängtem Stethoskop, verschränkten Armen und geschlossenen Augen offensichtlich erschöpft an einer Wand lehnt . . .

Der Artikel ist inhaltlich nicht bedeutungslos, Herr Dr. Madel hat sich meines Erachtens sinnige Gedanken zu dem in der Überschrift genannten Thema gemacht, jedoch alle weiblichen Wesen in seinen Ausführungen komplett ignoriert. Umso interessanter erscheint mir der Aspekt, dass eine Frau fotografisch abgebildet ist.

Sicher subsumiert der Verfasser Kolleginnen unter dem „geschlechtsneutralen“ Arztsein, wie es ja aus Bequemlichkeit und akademischer Einfältigkeit seit Jahren üblich ist und publiziert wird.

Anzeige

Bei steigenden Zahlen von weiblichen Studierenden und gleichzeitig steigenden Ängsten, besonders der altverdienten und ehrwürdigen männlichen Standesvertreter vor der „Feminisierung des Arztberufs“, würde ich mir im 21. Jahrhundert doch etwas mehr Realitätsbewusstsein wünschen. Ein solcher Artikel könnte hier durchaus nützlich sein, sollte der Verfasser denn ein Interesse daran haben.

Zumindest wäre es einmal ein Anfang.

Ich habe und werde mich auch von Herrn Dr. Madel nicht subsumieren lassen.

Dr. med. Ilona Schroth, 35392 Gießen

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema