ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Big Data: Bürgerdialog, Broschüre und Online-Umfrage

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Big Data: Bürgerdialog, Broschüre und Online-Umfrage

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Wie lassen sich große Datenmengen in Zukunft verantwortungsvoll nutzen? Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat zum Thema Big Data eine leicht verständliche Informationsbroschüre erstellt. Sie führt in das Thema ein, beschreibt Anwendungsbeispiele wie die Ermittlung von Grippetrends oder die Vorhersage von Einbrüchen und erklärt deren technische Grundlagen, Nutzungspotenziale und Datenschutzrisiken.

Chancen und Gefahren diskutieren die Fraunhofer-Forscher darüber hinaus am 4. Dezember mit Bürgern und Wirtschaftsvertretern im Rahmen eines Bürgerdialogs. Bis zum 6. Dezember 2014 führt das SIT zusätzlich eine Online-Umfrage durch, in der Bürger ihre Einstellung zur massenhaften Datenanalyse mitteilen können. Die Diskussions- und Umfrageergebnisse sollen anschließend in Form eines Berichts veröffentlicht werden. Broschüre, Veranstaltungsinfos sowie die Seite mit der Online-Umfrage sind online unter www.sit.fraunhofer.de/buergerdialog-big-data zu finden. Die Aktivitäten sind Teil eines Forschungsprojekts am European Center for Security and Privacy by Design (EC SPRIDE) in Darmstadt.

Ermittlung von Grippetrends oder Vorhersage von Einbrüchen: Das sind nur zwei Beispiele aus dem überaus vielfältigen Anwendungsspektrum von Big Data.
Ermittlung von Grippetrends oder Vorhersage von Einbrüchen: Das sind nur zwei Beispiele aus dem überaus vielfältigen Anwendungsspektrum von Big Data.
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Experten gehen davon aus, dass sich das weltweite Datenvolumen bis 2020 verzehnfachen wird, und diese Daten sind wertvoll. Big-Data-Technologien helfen schon heute Klimaforschern und Meteorologen. Die Werbewirtschaft hingegen nutzt Informationen aus sozialen Netzwerken. Die intelligente Analyse und Verknüpfung dieser Daten birgt große Chancen, aber auch Risiken.

Intelligente Armbänder und Smartphone-Apps zählen beispielsweise Schritte und Kalorien, sie dokumentieren Trainingsleistungen und persönliche Gewohnheiten. Immer mehr Menschen nutzen die technischen Möglichkeiten zur Selbstvermessung, um Auskunft über die eigene Fitness und den Gesundheitszustand zu erhalten. Die Daten können auch den Arzt bei der besseren Behandlung von Krankheiten unterstützen.

Nachrichtendienste analysieren nicht nur E-Mail-Verkehr und Telefonverbindungen, sondern auch Benutzerdaten von großen Unternehmen wie Facebook, Yahoo oder Microsoft. Banken verwenden die Datenauswertung, um Profile von Kunden zu erstellen und dementsprechend unterschiedliche Kreditkonditionen anzubieten. Auch die Polizei arbeitet mit Big Data, um etwa Verbrechen wie Einbrüche und Überfälle vorherzusagen. EB

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