ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Denis Mukwege: Einsatz für die Rechte von Frauen

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Denis Mukwege: Einsatz für die Rechte von Frauen

Dtsch Arztebl 2014; 111(48): A-2125 / B-1801 / C-1723

Spielberg, Petra

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Der kongolesische Gynäkologe Denis Mukwege ist der diesjährige Preisträger des vom Europäischen Parlament (EP) verliehenen Sacharow-Preises. Der 59-Jährige erhielt die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung für seinen langjährigen Kampf für den Schutz und die Rechte von Frauen und Mädchen in seiner Heimat.

Denis Mukwege, Foto: EP
Denis Mukwege, Foto: EP

„Sein Engagement verdient diese Auszeichnung auch deshalb, weil Vergewaltigung als Kriegswaffe so schwer zu bekämpfen ist“, begründete der SPD-Europaabgeordnete Arne Lietz, stellvertretendes Mitglied im Menschenrechtsausschuss des EP, die Wahl des Preisträgers.

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Schon als Kind entschied sich Mukwege, Arzt zu werden. 1998 gründete er das Panzi-Krankenhaus in Bukavu, um dort Frauen und Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden, gezielt zu behandeln. Mukwege gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen, die durch Gruppenvergewaltigungen und gezielte physische Unterleibsschändungen verursacht werden. Neben seiner medizinischen Arbeit engagiert sich Mukwege aber auch politisch, indem er die Grausamkeiten dokumentiert und verantwortliche Tätergruppen öffentlich benennt.

In seiner Rede vor den Vereinten Nationen 2012 rief er die Weltgemeinschaft auf, sexualisierte Kriegsgewalt zu verurteilen und die Vergewaltiger wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht zu stellen. Mit seinem Engagement hat er sich nicht nur im eigenen Land Feinde gemacht, 2012 entging er nur knapp einem Mordanschlag. Petra Spielberg

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