ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2014Lothar H. Wieler: Neuer Präsident des Robert Koch-Instituts

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Lothar H. Wieler: Neuer Präsident des Robert Koch-Instituts

Dtsch Arztebl 2014; 111(48): A-2125 / B-1801 / C-1723

Siegmund-Schultze, Nicola

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Prof. Dr. med. vet. Lothar H. Wieler, Direktor des Instituts für Mikrobiologie und Tierseuchen der Freien Universität (FU) Berlin, wird neuer Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Wieler (53) übernimmt die Aufgabe zum 1. März 2015, da der derzeitige Amtsinhaber, Prof. Dr. med. Reinhard Burger, aus Altersgründen ausscheidet. „Ich freue mich sehr, dass wir Professor Dr. Wieler für diese Position gewinnen konnten“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU). Wieler sei ein international anerkannter Wissenschaftler im Bereich Infektionsforschung. „Ich bin sicher, dass das RKI unter seiner Leitung auch in Zukunft für die umfangreichen Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung und zur Bekämpfung nationaler und internationaler Gesundheitsgefährdungen bestens gerüstet ist“, sagte Gröhe.

Lothar H. Wieler, Foto: privat
Lothar H. Wieler, Foto: privat

Wieler studierte Veterinärmedizin an der FU Berlin und an der LMU München, wo er promovierte. Er erforscht Mechanismen der Übertragung von Infektionserregern und deren krankheitsauslösende Faktoren. So entschlüsselten Wieler und seine Mitarbeiter mittels Genomanalysen die Entstehungsgeschichte und Verwandtschaft von Infektionserregern. Das Wissen über die Evolution von Krankheitserregern erlaubt Rückschlüsse auf den Ursprung und die Dynamik eines Ausbruchsgeschehens und wurde aktuell auch bei der in Afrika epidemischen Zoonose Ebola rekonstruiert.

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Ein weiterer Forschungsschwerpunkt von Wieler sind Infektionen mit multiresistenten Bakterien. Sie zählen zu den größten Herausforderungen der modernen Medizin. Nicola Siegmund-Schultze

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