ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2014Fachgesellschaften: Frühe Einbindung angemahnt

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Fachgesellschaften: Frühe Einbindung angemahnt

Dtsch Arztebl 2014; 111(50): A-2195 / B-1859 / C-1779

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) möchte häufiger und frühzeitiger in die Entscheidungsprozesse innerhalb der Gesundheitspolitik einbezogen werden. „Durch eine zu späte Einbindung der Fachgesellschaften in die Bewertung von Medikamenten und Medizinprodukten durch den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen gehen den Institutionen wichtige Informationen verloren“, erklärte Prof. Dr. med. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin anlässlich des Berliner Forums der AWMF am 5. Dezember. Die Wissenschaftler der Fachgesellschaften hätten die profundesten Kenntnisse zur Pathophysiologie der Erkrankungen und zum Wirkmechanismus des zu bewertenden Medikaments.

Um richtige Entscheidungen über den Nutzen von Arzneimitteln zu treffen, komme es ganz wesentlich auch auf die richtige Fragestellung an, betonte AWMF-Präsident Prof. Dr. med. Karl Heinz Rahn. Neben dem häufig verwendeten Endpunkt Mortalität seien auch die Organprotektion und die Beeinflussung der Lebensqualität sehr bedeutsam für den Patienten. Leider werde jedoch bisher zu wenig nach diesen Endpunkten geschaut.

Seit 1995 koordiniert und finanziert die AWMF die Entwicklung von medizinischen Leitlinien für Diagnostik und Therapie. Bei der Finanzierung erhoffen sich die Fachgesellschaften jetzt mehr Unterstützung von Politik und Krankenkassen. ER

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