ArchivDeutsches Ärzteblatt21/1996Thyroxin ist bei thyreostatisch behandeltem Morbus Basedow ineffektiv

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Thyroxin ist bei thyreostatisch behandeltem Morbus Basedow ineffektiv

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LNSLNS Bei Patienten mit Basedow-Hyperthyreose ist die Therapie mit Thyreostatika meistens effektiv, problematisch ist dagegen die hohe Rezidivrate nach Absetzen der Thyreostatika. Endokrinologen aus Schottland überprüften nun an eigenen Patienten die kürzlich von japanischen Autoren publizierte These, daß die gleichzeitige Therapie mit Thyreostatika und Thyroxin bei diesen Patienten die hohe Rezidivquote verhindern könne. 111 Patienten mit Morbus Basedow wurden 18 Monate mit Carbimazol 40 mg/die behandelt, die Hälfte dieser Patienten erhielt zusätzlich über drei Jahre Thyroxin 100 ug/die. Im Nachbeobachtungszeitraum von einem Jahr nach Absetzen des Thyreostatikums war es in beiden Gruppen gleichermaßen zur Rezidiv-Hyperthyreose bei je acht Patienten gekommen, einziger Unterschied war das geringfügig (ein Monat) frühere Auftreten des Rezidivs in der Gruppe ohne Thyroxin. accMcIver B et al: Lack of effect of thyroxine in patients with Graves’ hyperthyroidism who are treated with an antithyroid drug. N Engl J Med 1996; 334: 220–4
Dr. Toft, Endocrine Clinic, Royal Infirmary, Lauriston Place, Edinburgh EH3 9YW, Schottland, Großbritannien

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