ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2014Ulrich Thamer: Berufspolitiker der Integration

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Ulrich Thamer: Berufspolitiker der Integration

Dtsch Arztebl 2014; 111(51-52): A-2283 / B-1927 / C-1847

Clade, Harald

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Dr. Ulrich med. Thamer, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie (seit 1978), Facharzt für Psychotherapeutische Medizin (seit 1994), Gelsenkirchen, genießt zu Recht den Ruf eines „Vollblutpolitikers“, dem in seinem langjährigen Engagement der Bezug und der Dialog zur „ärztlichen Basis“ immer wichtig war. Thamer, der am 25. November sein 70. Lebensjahr vollendete, war von 2001 bis 2010 Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Dortmund. Die Interessen der Vertragsärzteschaft vertrat er stets mit Ruhe und Sachlichkeit. Dabei zeigte er, wenn nötig, „klare Kante“. Er ist ein ausgewiesener Streiter für die gesamte Vertragsärzteschaft, eines mit Verve vorgetragenen Engagements für die Integration von Haus- und Fachärzten.

Ulrich Thamer, Foto: KVWL
Ulrich Thamer, Foto: KVWL

Thamer war seit 1993 Mitglied des damaligen ehrenamtlichen Vorstandes der KVWL und wurde 2001 zu dessen Vorsitzenden gewählt, zuletzt hauptamtlicher Vorsitzender. Mit überzeugenden Argumenten trug er seine Positionen auch in den Gremien der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vor und verfocht oftmals abweichende Meinungen von der offiziellen Linie. Sein berufspolitisches Engagement begann er als Vorsitzender des Ärztevereins Gelsenkirchen.

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In der Ärztekammer war Thamer ebenfalls aktiv, so etwa im Arbeitskreis „Ethik-Rat“ und als Prüfer sowie Fachbegutachter in Weiterbildungsfragen. 1988 bis 2000 war er Vorstandsmitglied im Berufsverband Deutscher Nervenärzte e.V. In seinem Ruhestand schlägt er ruhigere Töne an – so auch am Klavier. Harald Clade

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