ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2015Vertretungsfall: Hausärzte erhalten volle Versichertenpauschale

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Vertretungsfall: Hausärzte erhalten volle Versichertenpauschale

EB

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Vom 1. April 2015 an können Haus- und Kinderärzte, die einen Kollegen im Urlaub oder wegen Krankheit vertreten, die volle Versichertenpauschale abrechnen. Damit entfällt die Vertreterpauschale. Das haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband vereinbart.

Die Gebührenordnungspositionen (GOP) 03010/04010 werden im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) gestrichen. Stattdessen rechnen Ärzte künftig bei einer Behandlung im Vertretungsfall oder bei Überweisung durch einen anderen Hausarzt oder Pädiater zur Mitbehandlung, Weiterbehandlung oder Konsiliaruntersuchung die volle Versichertenpauschale ab (GOP 03000/ 04000). Der EBM sieht bislang vor, dass Hausärzte im Vertretungs- oder Überweisungsfall lediglich die halbe Versichertenpauschale für einen Patienten erhalten. Weiterhin wurde im Vertretungsfall und bei Überweisungen von Patienten zur spezialisierten Behandlung in diabetologischen Schwerpunktpraxen oder HIV-Schwerpunktpraxen nur die halbe Strukturpauschale (GOP 03040) vergütet.

„In keiner anderen Fachgruppe gibt es die Regelung, dass im Vertretungsfall weniger Honorar gezahlt wird“, erklärte KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann. Mit der Abschaffung der Vertreterpauschale werde nun endlich auch die Leistung der Hausärzte, die eine Vertretung übernehmen, entsprechend honoriert. Der Beschluss war am 17. Dezember im Bewertungsausschuss gefasst worden. EB

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