ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2015Divi-Reversi: Register für mehr Qualität in der Intensivmedizin

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Divi-Reversi: Register für mehr Qualität in der Intensivmedizin

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Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) bietet ihren Mitgliedern die Teilnahme an einem neuen Register an: Das Divi-Register-Versorgungsforschung-Intensivmedizin (Divi-Reversi; www.divi.de) löst das bisherige Register ab und soll mit einem aktualisiertem Datensatz und einer neuen Software künftig für noch mehr Qualitätssicherung in der Intensivmedizin sorgen.

www.divi.de: Ein neues Register mit aktualisiertem Datensatz soll die Qualitätssicherung in der Intensivmedizin weiter verbessern. Foto: Fotolia/sudok1
www.divi.de: Ein neues Register mit aktualisiertem Datensatz soll die Qualitätssicherung in der Intensivmedizin weiter verbessern. Foto: Fotolia/sudok1

Das bereits seit 1999 gültige Register zur Qualitätssicherung wird durch die aktualisierten Datensätze, die auch den aktuellen Score zur Beurteilung der Überlebenswahrscheinlichkeit sowie verbesserte Qualitätsindikatoren umfassen, ersetzt. Das inhaltliche Update nutzte die Divi auch für eine technologische Überarbeitung. So trägt das neue Register allen Anforderungen hinsichtlich Datenschutz, Datenauswertung und Datenerfassung Rechnung.

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„Ziel von Divi-Reversi ist es, die heterogenen Zustände auf deutschen Intensivstationen noch exakter abzubilden und zu erfassen. Die gewonnenen Daten dienen in erster Linie der Qualitätssicherung in den einzelnen Häusern und damit letztlich auch der Qualitätsverbesserung“, sagte Prof. Dr. med. Gerhard Sybrecht, Geschäftsführer der Servicegesellschaft der Intensiv- und Notfallmedizin der Divi.

Um die Hürden bei der Etablierung des Registers und der Dateneingabe möglichst niedrig zu halten, setzte die Divi auf die Lösung der Schweizer Firma Adjumed, die bereits für die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der Chirurgie mehr als eine Million Datensätze betreut.

Die Lösung kommt sowohl den Ansprüchen hoch digitalisierter Krankenhäuser mit guten Patientendokumentationssystemen entgegen als auch solchen, deren Dokumentation nach wie vor auf Papier stattfindet. Für erstere gibt es intelligente Schnittstellen, welche die Daten in das Register überführen und so eine Doppeleingabe vermeiden. Für letztere bietet das Register einfache EDV-Lösungen, die den Dateneingabeaufwand gering halten.

Gleichzeitig werden alle eingegebenen Daten doppelt anonymisiert, so dass ausschließlich die eingebende Abteilung die eigenen Leistungen und Patienten zuordnen kann. Die Abrechnung erfolgt pro eingegebenem Fall, die Rechnungsstellung übernimmt ein Treuhänder. So ist sichergestellt, dass auch der Softwareanbieter keinen Zugriff auf Klarnamen erhält. Intelligente Filter ermöglichen den teilnehmenden Abteilungen eine exakte Recherche, um die eigenen Leistungen gezielt denen vergleichbarer Häuser gegenüberzustellen. EB

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