ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2015Online-Studie: Warum Patienten Ärzte im Internet bewerten

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Online-Studie: Warum Patienten Ärzte im Internet bewerten

Dtsch Arztebl 2015; 112(1-2): A-35

Hillienhof, Arne

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Dankbarkeit gegenüber dem behandelnden Arzt und der Wunsch, anderen Arztsuchenden bei ihrer Entscheidung für einen passenden Mediziner zu helfen, zählen zu den wichtigsten Motiven von Patienten, ihre Ärzte im Internet auf Bewertungsportalen zu beurteilen. Außerdem wollen sie Ärzten damit ein Feedback ihrer Arbeit geben. Das berichtet das Online-Bewertungsportal jameda nach einer Studie mit 3 000 Internetnutzern.

Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft sind die Hauptmotive von Patienten, die ihre Ärzte online bewerten. Foto: jameda
Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft sind die Hauptmotive von Patienten, die ihre Ärzte online bewerten. Foto: jameda

35,9 Prozent von ihnen haben schon einen Arzt bewertet oder könnten sich dies vorstellen. In dieser Gruppe sind es vor allem drei Typen, denen sich die Bewerter zuordnen lassen: „die Hilfsbereiten“, „die Optimierer“ und „die Emotionalen“. Fast jeder zweite Befragte (46 Prozent) gehört demnach der Gruppe der Hilfsbereiten an. Als Hauptgrund für die Abgabe einer Online-Bewertung nennen sie die Möglichkeit, damit anderen zu helfen. Mit 19,4 Prozent stellen „die Optimierer“ die zweitgrößte Gruppe dar. Sie sehen Online-Bewertungen als Chance, konstruktive Rückmeldung zu geben, damit Ärzte sich verbessern können. Die drittgrößte Gruppe machen mit 17,7 Prozent „die Emotionalen“ aus. Sie möchten mit einer Bewertung ihre Dankbarkeit oder aber ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck bringen.

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Die Studie signalisiert außerdem, dass ausschließlich positive Bewertungen fast jeden Zweiten an der Glaubwürdigkeit der Bewertungen zweifeln lassen (46,9 Prozent). Vereinzelte kritische Bewertungen könnten für den betroffenen Arzt somit durchaus vorteilhaft sein. hil

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