MEDIZINREPORT

56. Jahrestagung der American Society of Hematology: Ziel ist die therapiefreie Remission

Dtsch Arztebl 2015; 112(1-2): A-28 / B-23 / C-23

Siegmund-Schultze, Nicola

Für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie ist eine neue Ära in Sicht: die Option, Medikamente abzusetzen. Bei akuten Leukämien lassen sich mit neuen Immuntherapien selbst nach mehreren Rezidiven Remissionen erzielen.

Chronische myeloische Leukämie mit einer Vermehrung von Lymphozytenvorläuferzellen. Foto: CNRI SPL Agentur Focus
Chronische myeloische Leukämie mit einer Vermehrung von Lymphozytenvorläuferzellen. Foto: CNRI SPL Agentur Focus

Es macht einen großen Unterschied in der Onkologie, ob ein Patient nicht behandelt werden kann oder nicht behandelt werden muss – und dennoch eine normale Lebenserwartung und -qualität erwarten darf. Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML), bei denen mit Medikamenten eine hohe, anhaltende Reduktion der Leukämiezellen erzielt wird, können künftig darauf hoffen, bei engmaschigem Monitoring Medikamente absetzen zu können, ohne den Zeitpunkt zu verpassen, zu dem bei möglichem Rezidiv die Wiederaufnahme einer – dann meist erneut wirksamen – Therapie sinnvoll ist. „CML-Patienten, die auf Medikamente ansprechen, dürfen damit rechnen, dass wir in naher Zukunft die Qualität des Ansprechens daraufhin beurteilen können, ob sie gute Chancen haben, ohne Arzneimittel in stabiler Remission zu bleiben“, konstatierte Prof. Michael J. Mauro, Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (MSKCC), bei der 56. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Francisco (1).

Tyrosinkinasehemmung ist kausale Therapie bei der CML

Damit würde eine neue Ära in der Therapie der CML beginnen, ruhend auf den Schultern der Entwicklung von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI). Bei mehr als 90 Prozent der Patienten ist die Gentranslokation t (9;22) (q34;q11) Ursache für die CML. Dadurch entsteht das zytogenetisch nachweisbare Philadelphia-Chromosom (Ph) mit dem Fusionsgen Bcr-Abl. Das Protein BCR-ABL hat konstitutive Tyrosinkinaseaktivität und bewirkt eine onkogene Transformation hämatopoetischer Stammzellen. Die Messung der Bcr-Abl-Transkripte über quantitative Real-time-PCR dient als molekularbiologischer Parameter für die Tumorlast. Er ist zusammen mit zytogenetischen und hämatologischen Untersuchungen Basis für die Verlaufskontrolle.

Die Frage, wie sich der Anteil der Patienten erhöhen lässt, die durch Medikamente ohne allogene Stammzelltransplantation in eine therapiefreie Remission kommen, ist in erster Linie für die Patienten relevant, aber auch für das Gesundheitssystem. Die Prävalenz der CML erhöht sich aufgrund der verlängerten Lebenserwartung der Patienten in den kommenden Jahren um 20 bis 25 Prozent pro Jahr (Inzidenz: 1,5/100 000 Einwohner). Überlebten nur elf Prozent der im Jahr 1983 diagnostizierten Patienten zehn Jahre, waren es bei 2002 neudiagnostizierter CML 84 Prozent (fünf Jahre: 90 Prozent; [2]).

Das Langzeitüberleben könnte künftig noch besser werden. Beim ASH wurden Daten der dreiarmigen, randomisierten ENESTnd-Studie vorgestellt, in der Nilotinib, ein TKI der zweiten Generation, in zwei verschiedenen Dosierungen mit dem TKI der ersten Generation, Imatinib, bei unvorbehandelten Patienten mit Ph+-CML verglichen wird (3). Unter Nilotinib erreichten mehr Patienten ein schnelles, tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen – es korreliert mit einem progressionsfreien Langzeitüberleben – als unter Imatinib.

So waren nach sechs Jahren Nilotinib bei 56 beziehungsweise 55 Prozent die Bcr-Abl-Level nach Internationaler Skala um 4,5 Logstufen vermindert (molekulare Response [MR]4,5auf ≤ 0,0032 Prozent), unter Imatinib bei 33 Prozent. 4,2 Prozent der Patienten im Imatinibarm kamen in die akzelerierte Phase oder die Blastenkrise und 0,7 und 1,1 Prozent unter Nilotinib. Nach sechs Jahren lebten 95,8 Prozent bei einer Therapie mit 800 mg Nilotinib (n = 281) und 91,6 Prozent bei 600 mg Nilotinib am Tag (n = 282). Die entsprechende Rate betrug 91,4 Prozent bei Imatinib (400 mg täglich, n = 283).

Allerdings müsse die Langzeitverträglichkeit der Zweitgenerations-TKI in prospektiven Studien geklärt werden und für die Erstlinientherapie die Frage, ob bei raschem und tiefem molekularen Ansprechen (binnen drei Monaten) auf Imatinib die Therapie mit einem Zweitgenerations-TKI notwendig ist, heißt es in den Leitlinien der deutschen Fachgesellschaft (4).

Ein potenzielles Risiko für Rezidive sind Leukämiestammzellen. Sie persistieren beim überwiegenden Teil der Patienten in Nischen des Knochenmarks. Intensiv diskutiert werde, so Mauro, ob eine vollständige Eradikation dieser Stammzellen zur Verhinderung von Rezidiven notwendig sei. Das aktuelle biologische Verständnis der CML-Stammzellen lege nahe, die klinische Bedeutung einer minimalen Resterkrankung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ zu bewerten. „Für den Patienten ist es vermutlich sinnvoll, als Therapieziel nicht die komplette Eliminierung aller CML-Stammzellen anzustreben, sondern jener mit der größten genetischen Instabilität und dem höchsten Proliferationspotenzial.“

Minimale Resterkrankung ist häufig: Wie viel ist zu viel?

So sei ein Absetzversuch möglicherweise nicht schon fehlgeschlagen, wenn das Ansprechen nicht bei einer MR4,0 oder MR4,5 bleibe, sondern erst bei einem Anstieg der klonalen Erkrankung um mindestens 1,5 Logstufen von MR4,5 auf > MR3,0, resümierte Mauro. Laufende Studien sollten nun klären: Wie viel minimale Resterkrankung (MRD) ist zu viel, mit welcher können Patienten therapiefrei leben?

Die Bereitschaft, an den Studien teilzunehmen, ist offenbar hoch. Eine Umfrage bei 40 CML-Patienten ergab, dass 77 Prozent der über 60-Jährigen und 52 Prozent der jüngeren Patienten nach Empfehlung der Ärzte gern an einer Absetzstudie teilnehmen würden. Dazu gehören zum Beispiel die EURO-SKI-oder die CML-V-Tiger-Studie, die noch Patienten rekrutiert.

Ein Quantensprung in der Behandlung von akuten Leukämien wird von Immuntherapien erwartet. Neue positive klinische Daten machten sie zu einem Schwerpunkt beim ASH. „Selbst bei therapierefraktären oder rezidivierten akuten Leukämien lassen sich mit Strategien, die das Immunsystem beeinflussen, teilweise anhaltende Remissionen erzielen“, sagte Prof. Catherine Bollard von der George Washington University in Washington D.C. vor Medienvertretern. Schwere unerwünschte Effekte, die vor allem bei starker Antitumorwirkung in Kombination mit hoher Tumorlast aufträten, lerne man zu kontrollieren. Das habe der Forschung und Entwicklung neuen Schub gegeben.

An vielen dieser Strategien arbeiten auch deutsche Zentren, oft in Forschungsverbünden. Ein großer Teil der Immuntherapien betrifft B-Zell-Malignome wie chronische lymphatische Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) und akute lymphatische Leukämien (ALL). 75 Prozent der ALL bei Erwachsenen und 85 Prozent bei Kindern betreffen die B-Zellreihe. Drei B-Zellantigene sind Hauptzielstrukturen: CD19 (auf 95–100 Prozent exprimiert), CD20 (auf 22–41 Prozent exprimiert) und CD22 (auf 60–96 Prozent exprimiert). Als wesentliche neue immunologische Ansätze beschrieb Prof. Dr. med. Max Topp, Universität Würzburg, drei Formen: Monoklonale Antikörper gegen B-Zellen wie der Anti-CD20-Antikörper Rituximab (Phase-III-Studien), Antigenrezeptor-modifizierte T-Lymphozyten (chimeric antigen receptor T-cells; CAR-T-Zellen) und bispezifische Antikörper wie BiTE (bispecific T-cell engaging antibodies), an denen Topp forscht.

Die Forschung an CAR-T-Zellen erfolgte bisher im Wesentlichen in den USA: am National Cancer Institute (NCI) in Bethesda, am MSKCC und an der University of Pennsylvania, Philadelphia. Zwei CAR-T-Zell-Ansätze werden für die Indikation rezidivierte/refraktäre (r/r) ALL im sogenannten Breakthrough-Programm der US-Zulassungsbehörde FDA geführt. Darüber wurde im Dezember auch Blinatumomab, ein BiTE-Antikörper, gegen die r/r ALL zugelassen.

Das Prinzip der CAR-T-Zellen (Grafik): T-Lymphozyten werden dem Patienten über Leukapherese entnommen und in vitro gentechnisch verändert, so dass sie zusätzlich zu ihren T-Zellrezeptoren extra- und intrazelluläre Domänen eines weiteren T-Zellrezeptors mit Spezifität für B-Lymphozyten exprimieren. Diese „scharf gemachten“ T-Zellen, die MHC-unabhängig an B-Zellen binden, werden ex vivo vermehrt und dann reinfundiert. Sie proliferieren im Patienten, produzieren Zytokine, haben Effektorfunktionen und induzieren die Bildung von Gedächtniszellen. Ziel ist, auch die malignen transformierten Stammzellen zu eradizieren (keine molekulare MRD).

Herstellung und Transfer von CAR-T-Zellen zur Therapie von B-Zell-Malignomen
Grafik
Herstellung und Transfer von CAR-T-Zellen zur Therapie von B-Zell-Malignomen

Prof. Stephan A. Grupp von der University of Pennsylvania stellte Langzeitergebnisse einer Phase 1/2a-Studie (6) mit CTL019-Zellen (Anti-CD19-CAR-T-Zellen) vor. Es nahmen 39 meist pädiatrische ALL-Patienten im Alter von 5 bis 22 Jahren mit mindestens zwei Rückfällen teil, 27 nach allogener Stammzelltransplantation. Sie erhielten 107 bis 108 CTL019-Zellen pro kg Körpergewicht (9). Bei 92 Prozent der Kinder (36/39) wurden komplette Remissionen induziert, numerisch, aber nicht signifikant differierend bei unterschiedlicher Tumorlast zu Beginn: Bei > 50 Prozent Blasten im Knochenmark betrug die Rate der CR 82 Prozent, bei > 5 Prozent Blasten 88 Prozent und bei < 5 Prozent Blasten sprachen alle Patienten komplett an. 70 Prozent der Responder blieben sechs Monate (medianes Follow-up) krankheitsfrei.

Zehn Patienten hatten nach Remission einen Rückfall, bei fünf korrelierte er mit einer verminderten CD19-Expression auf B-Zellen (immune escape), so dass über ein kombiniertes Targeting zweier B-Zellantigene wie CD19 plus CD22 mit CAR-T-Zellen nachzudenken sei, sagte Grupp.

CAR-T-Zellen sind lebende Krebsmedikamente

„Es kommen Kinder mit ALL in komplette Remission, die auf keine andere Behandlung mehr angesprochen haben“, sagte Grupp. 15 Kinder seien seit mehr als einem Jahr aus der Klinik entlassen. In der Studie seien die CTL019-Zellen bis zu 31 Monate im Patienten nachgewiesen werden, es seien „lebende Krebsmedikamente“, die auch in die Zerebrospinalflüssigkeit migrierten (7). Die dadurch verursachte B-Zellaplasie bestehe ebenfalls lang. Wie lange sie notwendig sei, um einen Rückfall zu verhindern, sei noch unklar. Den Folgen der fehlenden Antikörperproduktion lasse sich mit i.v. applizierten Immunglobulinen entgegenwirken. Makrophagenaktivierung und Zytokin-Releasing-Syndrom (CRS) seien häufige Nebenwirkungen, bei hoher Tumorlast und gutem Ansprechen auch höhere Schweregrade mit zentralnervösen Störungen wie Verwirrtheit und Aphasie. Das CRS lasse sich mit Steroiden – sie hemmen aber die Vermehrung der CAR-T-Zellen – und mit Anti-Interleukin-6-Antikörpern rückgängig machen. Graft-versus-Host-Reaktionen nach allogener Stammzelltransplantion habe es nicht gegeben. „Dabei werden die Donorzellen modifiziert. Es ist sinnvoll, sie nicht vom Spender, sondern vom Patienten zu nehmen, weil dann eine immunologische Adaptation stattgefunden hat“, erläuterte Grupp.

Prof. Daniel W. Lee vom NCI berichtete über eine Studie mit 20 rezidivierten ALL-Patienten (5 - 27 Jahre), von denen durch Anti-CD19-CAR-T-Zellen 70 Prozent in eine CR kamen (9). Ohne MRD überlebten 79 Prozent leukämiefrei. Das Gesamtüberleben (bis 580 Tage) betrug 52 Prozent. In der Gruppe am MSKCC kamen 89 Prozent von 27 nach mindestens zwei Rückfällen behandelten erwachsenen ALL-Patienten in eine CR, davon waren 88 Prozent ohne MRD (10).

Das bispezifische Antikörperkonstrukt Blinatumomab (Anti-CD19/Anti-CD3) bringt B-Zellen in engen Kontakt mit T-Zellen und löst eine serielle Lyse der B-Lymphozyten mit nachfolgender Aktivierung des Immunsystems und immunologischem Gedächtnis aus. Blinatumomab wird bei NHL und ALL (11, 12) klinisch geprüft.

Dr. med. Nicola Goekbuget von der Universitätsklinik Frankfurt am Main stellte Daten einer multizentrischen Phase-2-Studie bei 116 erwachsenen Patienten mit rezidivierter B-Zell-Vorläufer-ALL nach mindestens drei intensiven Chemotherapien vor (12). Die Teilnehmer waren in kompletter Remission, aber mit molekular nachweisbarer MRD. Primärer Endpunkt: keine molekulare MRD – sie ist prognostisch ungünstig – nach 28 Tagen Infusion von Blinatumomab i.v. über eine Minipumpe. 78 Prozent von 112 ausgewerteten Patienten (n = 88) erreichten dieses Ziel, ein Ansprechen wurde in allen Subgruppen auch bei älteren Patienten und höherer MRD erreicht, was als äußerst vielversprechend gewertet wurde. Nach median 12,1 Monaten Follow-up sei aber die Rückfallrate noch nicht evaluiert.

Dr. rer. nat. Nicola Siegmund-Schultze

@Literatur im Internet:
www:aerzteblatt.de/lit0115
oder über QR-Code

Thromboseinhibition über Faktor-XI-Antisense-Moleküle

Gewebeverletzungen durch Operationen aktivieren die Gerinnungskaskade, so dass sich das Risiko für tiefe Venenthrombosen (VTE) erhöht. Vorbeugend werden Gerinnungsinhibitoren wie der Faktor Xa-Hemmer Enoxaparin gegeben. Eine neue Strategie scheint deutlich erfolgversprechender zu sein: die präoperative Gabe von Faktor-XI-Antisense-Oligonukleotiden. Sie hemmen die Bildung von Faktor XI im Zellkern und damit die Fibrinbildung.

Die Basis für die Entwicklung des Faktor-XI-Antisense-Oligonukleotids (FXI-ASO) sei die Beobachtung, dass Menschen mit genetischer Faktor-XI-Defizienz ein geringeres Risiko für VTE haben, ohne dass sich das Blutungsrisiko erhöht, berichtete Harry R. Büller von der Universitätsklinik Amsterdam (Erstautor der zeitgleichen Vollpublikation: New Engl J Med 2014; DOI10.1056/NEJMoa1405760). Bei Gewebeverletzungen wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Gerinnungsfaktoren über den extrinsischen Weg, den der Gewebsfaktor (tissue factor) auslöst, und den intrinsischen Weg, aktiviert durch freigesetzte Nukleinsäuren, eine gemeinsame Endstrecke der Gerinnung und einer Hemmung von Überaktivierung ausgelöst. Faktor-XI ist Teil des intrinsischen Wegs.

In einer offenen, prospektiven Studie wurden 300 Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von 64 Jahren, bei denen elektiv ein unilateraler Kniegelenkersatz anstand, randomisiert in eine Kontrollgruppe mit Enoxaparin und zwei FXI-ASO-Gruppen mit verschiedener Dosierung (13,14). Die subkutanen Enoxaparininjektionen (40 mg/Tag) begannen am Abend vor der Operation oder 6 bis 8 Stunden danach für mindestens 8 Tage postoperativ. Mit der Prüfsubstanz FXI-ASO wurde 36 Tage präoperativ begonnen bis zu sechs Stunden postoperativ (200 oder 300 mg subkutan). Primärer Endpunkt war die Inzidenz der VTE, diagnostiziert über bilaterale Venographie oder symptomatische VTE. Die Daten von 274 Patienten waren auswertbar.

Die Inzidenz der VTE betrug 27 Prozent (36/134 Patienten) unter FXI-ASO 200 mg, 4 Prozent (3/71) unter FXI-ASO 300 mg und 30 Prozent (21/69) unter Enoxaparin. 200 mg FXI-ASO war damit dem Faktor-Xa-Inhibitor in Bezug auf die VTE-Prophylaxe nicht unterlegen, das 300-mg-Regime überlegen (p < 0,001). Blutungen traten bei 8,3 Prozent der Patienten unter Enoxaparin auf und bei 2,8 und 2,6 Prozent (200/300 mg) in den FXI-ASO-Gruppen. Die Daten dieser ersten klinischen Studie hätten ein sehr vorteilhaftes Nutzen-Risiko-Verhältnis, hieß es in der Diskussion. Sollte die Substanz weiterhin erfolgreich in der klinischen Prüfung sein, könne das Therapieprinzip auch für Patienten mit chronisch erhöhtem VTE-Risiko nützlich sein.

1.
Mauro MJ: Goals for chronic myeloid leukemia TK inhibitor treatment: How little disease is too much? ASH am 6.12. 2014 in San Francisco; Hematology 2014: Education Program: 234–9.
2.
Deutsche CML-Studiengruppe, update 2013; nach: Brümmendorf TH, ASH®Compact 2014.
3.
Larson RA et al.: Efficacy and safety of Nilotinib (NIL) vs. Imatinib (IM) in patients (pts) with newly diagnosed chronic myeloid leukemia in chronic phase (CML-CP): long-term follow-up (f/u) of ENESTnd. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco;
Abstract 4541.
4.
Chronische myeloische Leukämie (CML). Leitlinie. Empfehlungen der Fachgesellschaft zur Diagnostik und Therapie hämatologischer und onkologischer Erkrankungen. Stand: Januar 2013. Onkopedia Leitlinien.
5.
Boquimpani CM et al.: Attitudes and perceptions of patients (pts) with chronic myeloid leukemia in chronic phase (CML-CP) toward treatment-free remission (TFR). ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 4547.
6.
Grupp SA et al.: Chimeric antigen receptor-modified T cells for acute lymphoid leukemia. New Engl J Med 2013; 368: 1509–18. CrossRef MEDLINE PubMed Central
7.
Maude SL et al.: Chimeric antigen receptor T cells for sustained remissions in leukemia. New Engl J Med 2014; 371: 1507–17. CrossRef MEDLINE
8.
Grupp SA et al.: T cells engineered with a chimeric antigen receptor targeting CD19 (CTL019 cells) have long term persistence and induce durable remissions in children with relapsed, refractory ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 380, Best of ASH.
9.
Lee DW et al.: Excellent response and
acceptable toxicity in intent-to-treat trial of CD19 CAR T cells in children and young adults with relpased or refractory ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 381.
10.
. Park JH et al.: CD19 targeted 19-28z CAR modified autologous T cells induce high rates of CR and durabel responses in adult patients with relpased or refractory B-ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 382.
11.
Stein, A, Topp MS, Goekbuget N, et al.:
Allogeneic hematopoetic stem cell transpantation following anti-CD19
BiTE® Blinatumomab in adult patients with relpasef/refractory B-precursor acute lymphoblastic leukemia. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 965.
12.
Goekbuget N et al.: BLAST: A confirmatory, single-arm, phase 2 study of Blinatumomab, a bispecific T-cell engager (BiTE*) antibody construct, in patients with minimal residual disease B-precursor acute lymphoblastic leukemia (ALL). ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 379.
13.
Büller HR et al.: Factor XI antisense oligonucleotide for prevention of venous thrombosis. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract LBA-1, Best of ASH.
14.
Büller HR et al.: Factor XI antisense oligonucleotide for prevention of venous thrombosis. New Engl J Med 2014 (online 7.12.). DOI: 10.1056/NEJMoa1405760 CrossRef MEDLINE
Herstellung und Transfer von CAR-T-Zellen zur Therapie von B-Zell-Malignomen
Grafik
Herstellung und Transfer von CAR-T-Zellen zur Therapie von B-Zell-Malignomen
1.Mauro MJ: Goals for chronic myeloid leukemia TK inhibitor treatment: How little disease is too much? ASH am 6.12. 2014 in San Francisco; Hematology 2014: Education Program: 234–9.
2.Deutsche CML-Studiengruppe, update 2013; nach: Brümmendorf TH, ASH®Compact 2014.
3.Larson RA et al.: Efficacy and safety of Nilotinib (NIL) vs. Imatinib (IM) in patients (pts) with newly diagnosed chronic myeloid leukemia in chronic phase (CML-CP): long-term follow-up (f/u) of ENESTnd. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco;
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5.Boquimpani CM et al.: Attitudes and perceptions of patients (pts) with chronic myeloid leukemia in chronic phase (CML-CP) toward treatment-free remission (TFR). ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 4547.
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8.Grupp SA et al.: T cells engineered with a chimeric antigen receptor targeting CD19 (CTL019 cells) have long term persistence and induce durable remissions in children with relapsed, refractory ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 380, Best of ASH.
9.Lee DW et al.: Excellent response and
acceptable toxicity in intent-to-treat trial of CD19 CAR T cells in children and young adults with relpased or refractory ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 381.
10.. Park JH et al.: CD19 targeted 19-28z CAR modified autologous T cells induce high rates of CR and durabel responses in adult patients with relpased or refractory B-ALL. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 382.
11.Stein, A, Topp MS, Goekbuget N, et al.:
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BiTE® Blinatumomab in adult patients with relpasef/refractory B-precursor acute lymphoblastic leukemia. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 965.
12.Goekbuget N et al.: BLAST: A confirmatory, single-arm, phase 2 study of Blinatumomab, a bispecific T-cell engager (BiTE*) antibody construct, in patients with minimal residual disease B-precursor acute lymphoblastic leukemia (ALL). ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract 379.
13. Büller HR et al.: Factor XI antisense oligonucleotide for prevention of venous thrombosis. ASH 2014 (6.–9.12.) in San Francisco; Abstract LBA-1, Best of ASH.
14.Büller HR et al.: Factor XI antisense oligonucleotide for prevention of venous thrombosis. New Engl J Med 2014 (online 7.12.). DOI: 10.1056/NEJMoa1405760 CrossRef MEDLINE

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onkoreha
am Sonntag, 18. Januar 2015, 10:01

56. Jahrestagung der American Society of Hematology: Ziel ist die therapiefreie Remission

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Beschriftung der Abbildung "Chronische myeloische Leukämie mit einer Vermehrung von Lymphozytenvorläuferzellen" ist nicht korrekt. Bei der CML ergibt sich im Rahmen der Leukozytose ein gehäuftes Auftreten von granulozytären Vorstufen bzw. Vorläuferzellen (pathologische Linksverschiebung) ohne Hiatus leucaemicus in der Peripherie. Ein geringer Anteil der CML-Patienten kann statt einer myeloischen Blastenkrise auch eine lymphatische Blastenkrise entwickeln. Zum Glück steht uns mit den Tyrosinkinasehemmern, wie im Artikel zur 56. Jahrestagung der ASH beschrieben, eine kausale CML-Therapie zur Verfügung, so dass auch Blastenkrisen viel seltener als früher beobachtet werden.

Dr. Jürgen Pfitzner, Chefarzt der Klinik Graal-Müritz, Reha-Fachklinik für Onkologie und Ganzheitsmedizin, 18181 Ostseeheilbad Graal-Müritz

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