ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2015Josef Schuster: „Das Leben in Deutschland mitgestalten“

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Josef Schuster: „Das Leben in Deutschland mitgestalten“

Klinkhammer, Gisela

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Dr. med. Josef Schuster ist Ende November in Frankfurt am Main zum neuen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt worden. Der 60-Jährige leitet seit 1998 die Israelitische Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken und war seit 2010 Vizepräsident des Zentralrats der Juden.

Josef Schuster, Foto: Andreas Kneitz, Zentralrat der Juden
Josef Schuster, Foto: Andreas Kneitz, Zentralrat der Juden

Nach seiner Wahl sagte er: „Die jüdische Gemeinschaft ist ein Teil dieser Gesellschaft. Wir möchten auch in Zukunft das Leben in Deutschland mitgestalten. Der Zentralrat ist der Dachverband der 108 jüdischen Gemeinden. Wir wollen aber nicht ein Dach sein, das irgendwo über den Gemeinden schwebt. Sondern ein gutes Dach muss mit dem Rest des Hauses fest verbunden sein. Die Gemeinden bilden unser Fundament.“ Schuster wurde 1954 in Haifa/Israel geboren. Zwei Jahre später kehrten seine Eltern nach Deutschland zurück. Schuster studierte Medizin in Würzburg, wurde Internist und ist bis heute als Arzt tätig. Auch als Zentralratspräsident will er seine Praxis fortführen. Der Vater zweier erwachsener Kinder ist seit fast 32 Jahren verheiratet.

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Die Amtszeit als Präsident des Zentralrats beträgt vier Jahre. Zu Vizepräsidenten wurden Mark Dainow aus Offenbach und Abraham Lehrer aus Köln gewählt. Der bisherige Präsident, Dr. Dieter Graumann, hatte nicht mehr kandidiert. In Glückwunschschreiben versicherten der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, weiterhin gegen jede Form von Antijudaismus und Antisemitismus öffentlich einzutreten. Gisela Klinkhammer

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