ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2015Gesundheitskarte: Anspruchsnachweis kein dauerhafter eGK-Ersatz

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Gesundheitskarte: Anspruchsnachweis kein dauerhafter eGK-Ersatz

Krüger-Brand, Heike E.

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Seit dem 1. Januar 2015 gilt ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte (eGK) als Berechtigungsnachweis für die Inanspruchnahme von Leistungen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Für Patienten, die im Januar 2015 noch keine eGK haben oder ohne gültigen Versicherungsnachweis einen Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen, wurden im Bundesmantelvertrag-Ärzte spezielle Regelungen getroffen.

Eigene Themen-Website für die eGK: Unter www.kbv.de/html/egk.php informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung über die Rechtslage. Foto: dpa
Eigene Themen-Website für die eGK: Unter www.kbv.de/html/egk.php informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung über die Rechtslage. Foto: dpa

Danach hat der Patient, wenn seine Behandlung nicht verschiebbar ist, bis zum Ende des Quartals Zeit, eine gültige Karte oder eine gültige Ersatzbescheinigung seiner Krankenkasse, den papiergebundenen Anspruchsnachweis, nachzureichen. Der Arzt oder Psychotherapeut kann immer erst nach einer Frist von zehn Tagen die Behandlung privat abrechnen. Legt der Patient während des Quartals seine eGK oder eine zum Zeitpunkt der Behandlung gültige Ersatzbescheinigung vor, muss der Arzt oder Psychotherapeut die Behandlung als Kassenleistung abrechnen. Eine bereits erfolgte Privatvergütung muss er dem Patienten zurückerstatten.

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Der papiergebundene Anspruchsnachweis kann jedoch nicht als dauerhafter Ersatz für die eGK genutzt werden. Dies hatte zuvor Kathrin Vogler (Die Linke) als mögliche Lösung für eGK-Skeptiker ins Gespräch gebracht. Der papiergebundene Anspruchsnachweis diene nach dem Bundesmantelvertrag nur zur Überbrückung von Übergangszeiten, bis der Versicherte eine eGK erhalte, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Roland Stahl, dem Deutschen Ärzteblatt. KBr

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