ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2015Praxisassistentinnen: Der Westen benachteiligt
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. . . Mit 132 Millionen Euro für die hausärztliche Grundversorgung wären laut der KBV-Vorständlerin Dipl.-Med. Regina Feldmann „Praxen gefördert worden, die es nicht brauchen“, wenn sie das Honorar mit ihrer Verhandlung nicht zielgerecht umgeleitet hätte. Allein dieser Ausspruch ist eine Verhöhnung der bewusst nicht bedachten Hausärzte im Westen der Republik. In den West-KVen und besonders den Stadtstaaten Hamburg und Bremen erfüllen nämlich nur circa 50 Prozent aller Praxen die von Frau Feldmann gesetzten Kriterien von mindestens 860 Patienten oder 160 Patienten über 75 Lebensjahre pro Quartal. Aber auch hier werden alte und multimorbide Patienten versorgt. Außerdem genügt die Ausbildung zur VERAH oder EVA der Helferinnen nicht einmal den neuen Kriterien, hier muss zulasten der Praxen zeitaufwendig nachgeschult und geprüft werden – und zwar innerhalb des nächsten Jahres, damit abgerechnet werden darf. Hierzu fehlt es den KVen an Kapazitäten und den Praxen an Geld und Zeit . . . Hier wird das Geld in die Ost-KVen umgelenkt, auf die die Bedingungen zugeschnitten sind . . . Das Geld ist bestimmt für besonders förderungswürdige Leistungen, wie die Kassen es so nett ausdrücken – als wäre unsere tägliche Arbeit bei vielleicht nur 750 Patienten pro Quartal . . . eher weniger „würdig“ . . .

Oder ist die Versorgung dieser Patienten weniger förderungswürdig? . . .

Dipl.-Chem. Dr. med. Rolf Ziskoven, 53757 Sankt Augustin

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