ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2015Bluttransport: Im Notfall schneller per Drohne

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Bluttransport: Im Notfall schneller per Drohne

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Bei nahezu jedem Wetter einsatzfähig: die Drohne für Blutprodukte im Einsatz. Foto: MikroKopter
Bei nahezu jedem Wetter einsatzfähig: die Drohne für Blutprodukte im Einsatz. Foto: MikroKopter

Die Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken erproben Drohnen, die im Rahmen der Notfallversorgung künftig für den raschen Transport von Blutprodukten und Laborproben sorgen sollen. Erste Versuche seien vielversprechend, heißt es vonseiten der Einrichtung.

Die Kliniken sind ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit drei Betriebsstätten. Sämtliche Einrichtungen werden von einer zentralen Blutbank mit Blutproben und Blutprodukten versorgt. Trotz aller Vorsorgemaßnahmen lassen sich notfallmäßige Transporte von Konserven nicht gänzlich vermeiden. Im Lauf eines Jahres kommt es nach Angaben der Kliniken zu circa 50 bis 70 Notfall-Einsatzfahrten zwischen der Blutbank und der jeweiligen Einrichtung. Häufig fallen diese in Zeiten, in denen die Straßen überlastet sind, so dass es zu Zeitverzögerungen kommen kann.

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Die Drohne startet jeweils vom Innenhof der Klinik auf einer kleinen Landefläche oder vom Hubschrauberlandeplatz der Klinik aus. Die eigentliche Flugzeit beträgt nur wenige Minuten, so dass das Blutlabor unmittelbar mit den notwendigen Untersuchungen beginnen oder die Drohne bereits Blutkonserven zurückbringen kann. Diese werden wie üblich in einem thermisch isolierten Container untergebracht, der die notwendige Kühlkette und die Unversehrtheit der Konserven gewährleistet.

Die Drohnen sind bei fast jeder Witterung einsatzfähig, selbst starke Windböen oder Schnee machen ihr nichts aus. Mittels GPS-System und Luftdrucksensor können sie selbstständig eine Position beibehalten, einen auf einer elektronischen Karte markierten Punkt ansteuern oder auf Knopfdruck automatisch zum Startpunkt zurückfliegen. EB

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