ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2015Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Mindeststandards für Herzklappeninterventionen

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Gemeinsamer Bundes­aus­schuss: Mindeststandards für Herzklappeninterventionen

Korzilius, Heike

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Komplikationsrisiko senken: Ärzte, die minimalinvasiv Herzklappen einsetzen, müssen besonders qualifiziert sein. Foto: dpa
Komplikationsrisiko senken: Ärzte, die minimalinvasiv Herzklappen einsetzen, müssen besonders qualifiziert sein. Foto: dpa

Für minimalinvasive Herzklappeninterventionen gelten künftig Mindeststandards. Krankenhäuser, die kathetergestützte Aortenklappenimplantationen (TAVI) oder das Clipverfahren an der Mitralklappe durchführen wollen, müssen bestimmte strukturelle, fachliche und personelle Anforderungen nachweisen, um diese Leistungen zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung anbieten zu dürfen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) am 22. Januar in Berlin. Ziel sei es, das Komplikationsrisiko zu senken und die Behandlung von Komplikationen zu verbessern, so das Gremium. Unter anderem hat der G-BA festgelegt, dass die Indikationsstellung zur TAVI interdisziplinär zwischen Kardiologie, Herzchirurgie und Anästhesiologie abgestimmt werden muss. Außerdem darf der Eingriff nur an Krankenhäusern stattfinden, die über die Fachabteilungen Kardiologie und Herzchirurgie verfügen. Die Richtlinien sehen zudem besondere Anforderungen an die Qualifikation und Verfügbarkeit des ärztlichen und pflegerischen Personals vor.

In einem weiteren Beschluss hat der G-BA festgelegt, nach welchen Vorgaben Patienten mit Marfan-Syndrom und Patientinnen mit gynäkologischen Tumoren in Kliniken und Praxen ambulant spezialfachärztlich versorgt werden können. Die interdisziplinäre Bündelung der hoch spezialisierten Fachärzte in einem Team und die Koordination der Therapie durch einen Teamleiter seien ein entscheidender Zusatznutzen dieser Art der Versorgung. HK

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