ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2015„Pille danach“: Voraussichtlich im März rezeptfrei erhältlich

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„Pille danach“: Voraussichtlich im März rezeptfrei erhältlich

Dtsch Arztebl 2015; 112(5): A-156 / B-140 / C-136

Korzilius, Heike

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Damit Frauen die Notfallkontrazeptiva Ulipristalacetat und Levonorgestrel auch in Deutschland ohne ärztliche Verordnung in der Apotheke erhalten können, muss der Bundesrat einer Änderung der Arznei­mittel­verschreibungs­verordnung (AMVV) zustimmen. Dem Vernehmen nach könnte das am 6. März geschehen. Die geänderte Verordnung könnte dann zehn Tage später in Kraft treten. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium äußert sich nicht zu konkreten Terminen, betont aber, dass eine qualifizierte Beratung der Betroffenen auch weiterhin gewährleistet sein müsse. Eine erste Gesprächsrunde darüber mit Vertretern der Ärzte und Apotheker habe bereits stattgefunden.

Die qualifizierte Beratung über Notfallkontrazeptiva ist künftig in erster Linie Aufgabe der Apotheker. Foto: mauritius images
Die qualifizierte Beratung über Notfallkontrazeptiva ist künftig in erster Linie Aufgabe der Apotheker. Foto: mauritius images

Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) setzt sich in einer Stellungnahme zur geplanten Änderung der AMVV dafür ein, dass die Packungsbeilagen künftig die Empfehlung enthalten, sich bei Fragen zur Indikation, Wirkung und Nebenwirkung sowie zur Sexualität und Kontrazeption ärztlich beraten zu lassen. Auch Apotheker müssten beim Verkauf der Präparate auf diese Möglichkeit hinweisen. Die BÄK empfiehlt außerdem, die Auswirkungen der Neuregelung über einen Zeitraum von fünf Jahren zu evaluieren. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich dafür ausgesprochen, „verbindliche Vorgaben für eine nicht durch den Arzt vorgenommene Beratung“ zu schaffen. Außerdem forderte sie, dass die Krankenkassen auch künftig gesetzlich krankenversicherten Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr empfängnisverhütende Mittel erstatten, soweit diese ärztlich verordnet werden. HK

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