ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2015Frage der Woche an . . . Dr. med. Mathias Wesser, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen

ÄRZTESTELLEN: Frage der Woche

Frage der Woche an . . . Dr. med. Mathias Wesser, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen

Was ist das Ziel des neuen Integrationskurses für ausländische Ärztinnen und Ärzte in Thüringen?

Flintrop, Jens

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Was ist das Ziel des neuen Integrationskurses für ausländische Ärztinnen und Ärzte in Thüringen?

Wesser: Primäres Ziel ist es, den Kollegen aus dem Ausland nach Erhalt der Berufserlaubnis oder Approbation den Start in den Berufsalltag in Thüringen zu erleichtern oder bereits gewonnene Erfahrungen zu vertiefen. Die dreitägige Veranstaltung gibt einen Überblick zu den Grundzügen des deutschen Gesundheitssystems inklusive der rechtlichen Rahmenbedingungen, informiert über Organisations- und Hierarchiestrukturen in den Krankenhäusern und arbeitet die Unterschiede zu den Heimatländern der Teilnehmer heraus. Vor allem geht es im Kurs aber auch um die Vermittlung des notwendigen Rüstzeugs hinsichtlich des Umgangs mit Patienten, etwa beim Aufklärungsgespräch vor diagnostischen Maßnahmen oder Behandlungsentscheidungen. Neben dem Schwerpunkt Kommunikation mit dem Training spezifischer Arzt-Patienten-Situationen wird der Kurs durch Gesprächsforen und die Erörterung von Fallbeispielen ergänzt, wodurch die Kursteilnehmer selbst Probleme und Verständnisschwierigkeiten thematisieren können.

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Darüber hinaus wollen wir – neben der Kammer sind das der Verband Leitender Krankenhausärzte, die Krankenhausgesellschaft und der Marburger Bund – einen Beitrag zu einer besseren Willkommenskultur für unsere ausländischen Kollegen leisten. Schließlich nimmt deren Zahl in Thüringen kontinuierlich zu – so arbeiten momentan 1 191 Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland bei uns; innerhalb der letzten fünf Jahre hat sich ihre Zahl verdoppelt. Wir wollen dafür Sorge tragen, sie optimal in unser Gesundheitswesen zu integrieren. Dies sehen wir nicht nur als Vorteil für die Kliniken, indem die neuen Kollegen relativ nahtlos in der stationären Versorgung eingesetzt werden können, sondern auch für die Ärztinnen und Ärzte selbst, weil sie dadurch schneller in verantwortungsvolleren Positionen in der Patientenversorgung arbeiten können. JF

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