ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2015Michael Schäfer: Versorgung von Schmerzpatienten verbessern

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Michael Schäfer: Versorgung von Schmerzpatienten verbessern

Dtsch Arztebl 2015; 112(5): A-193 / B-169 / C-163

Spielberg, Petra

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Michael Schäfer, Foto: privat
Michael Schäfer, Foto: privat

Seit Jahresbeginn ist Prof. Dr. med. Michael Schäfer neuer Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Der 54-jährige Anästhesist arbeitet als leitender Oberarzt und Schmerzforscher an der Berliner Charité. „Als Präsident Europas größter wissenschaftlich-medizinischer Schmerzfachgesellschaft ist es mein Ziel, dass in Deutschland die millionenfache Fehl- und Unterversorgung von Schmerzpatienten abgebaut wird“, so Schäfer. Dazu gehöre der flächendeckende Aufbau einer abgestuften Versorgung. Ziel der Vereinigung sei es ferner, mit multiprofessionellem Know-how den Akteuren in Forschung und Wissenschaft, aber auch den gesundheits- und wissenschaftspolitischen Zielgruppen als fachlich versierter Gesprächspartner zu helfen, die Versorgung zu verbessen.

„Hier haben neben den Kassen und Kassenärztlichen Vereinigungen auch die Bundesländer eine Aufgabe, indem sie zum Beispiel darauf achten, dass die Krankenhäuser für die Akutschmerztherapie eine gute Qualität vorhalten“, betont Schäfer. Als problematisch bezeichnet er es, dass sich die KVen bis dato in großen Teilen ihrem öffentlichen Auftrag entziehen, eine adäquate ambulante bedarfsorientierte Schmerzversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Einen weiteren Schwerpunkt werde der Verein auf die Versorgungsforschung und innovative Projekte der Qualitätsentwicklung legen. „Auch die Entwicklung eines DMP-Rückenschmerzes ist ein wichtiges Thema, neben den Versorgungslagen spezieller Zielgruppen“, so Schäfer. Petra Spielberg

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