ArchivDeutsches Ärzteblatt21/1996Börsebius und Immobilien (I): Ich kaufe mir ein Haus

VARIA: Schlusspunkt

Börsebius und Immobilien (I): Ich kaufe mir ein Haus

Rombach, Reinhold

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LNSLNSLNSLNS Es gibt sicher viele, die den Traum von den eigenen vier Wänden nicht konsequent in die Realität umsetzen, weil sie viel zuviel Respekt vor den sieben Siegeln des Hauskaufes haben und einen Stolperstein nach dem anderen fürchten.
Nun erwarten Sie bloß nicht, hier einen durchgreifenden und vollumfassenden Ratgeber für den Erwerb einer Immobilie zu finden, das wäre ein unangemessener Anspruch, beiderseits wohlgemerkt. Aber einige wichtige Eckpfähle mag ich hier (und in den nächsten Ausgaben) schon festklopfen, auf daß sich einige Bedenken und Fragen in Wohlgefallen und Entscheidungsfreude auflösen.
Habe ich ein geeignetes Objekt gefunden (die drei wichtigsten Beurteilungskriterien sind: 1. Lage, 2. Lage, 3. Lage), steht vor allem die Frage der Finanzierung des Objektes im Vordergrund. Wie lang soll die Laufzeit des Darlehens sein? Wähle ich eine klassische Hypothekarfinanzierung oder eine Kombination mit einer Lebensversicherung? Wieviel Geld nehme ich überhaupt auf?
In der Tat ist die Frage des angemessenen Eigenkapitals so einfach nicht zu beantworten. Es kommt von vornherein darauf an, ob die Immobilie vermietet oder selbstgenutzt wird. Als grobe Faustformel gilt: bei Selbstnutzung möglichst viel Eigenkapital, bei Vermietung möglichst wenig (Branchenmeinung 20 Prozent) einsetzen. Der Grund für diese Vorgabe ist eindeutig: Bei Selbstnutzung sind die Zinsen fürs Baugeld steuerlich nicht absetzbar, bei der Vermietung dagegen wohl.
Auf der anderen Seite, das steht freilich in keinen betriebswirtschaftlichen Berechnungen, halte ich auch den Faktor "gut schlafen" für wichtig, selbst bei vermieteten Objekten. Je mehr eigenes Geld investiert wird, um so streßfreier das Ganze. Immerhin begleitet so eine Immobilie und deren Finanzierung den Menschen mindestens ein Lebensfünftel. Ich denke, unter 30 Prozent Eigenkapital sollte man auch bei Mietobjekten nicht gehen.
Bei der Laufzeit gibt es eine klare Marschrichtung: Finanzieren Sie so lange es nur irgend geht. Bietet Ihnen eine Bank 15 Jahre und einen Effektivzinssatz von 7,8 Prozent, greifen Sie zu. Billiger wird’s nimmer. Börsebius
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