ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2015Gewerbesteuer: Debatte über Einbezug der Freien Berufe

AKTUELL

Gewerbesteuer: Debatte über Einbezug der Freien Berufe

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Ein erneuter Antrag der Fraktion die Linke, die Gewerbesteuer zu reformieren und auch Freie Berufe einzubeziehen, ist im Bundestag unterschiedlich aufgenommen worden. Die Linke verweist darauf, dass viele Kommunen „unter chronischer Unterfinanzierung“ litten. Eine Verbesserung ihrer Finanzlage lasse sich nur durch gestärkte Einnahmequellen erzielen. Deshalb müsse die Gewerbesteuer unter anderem durch eine Einbeziehung von Freiberuflern weiterentwickelt werden.

Gewerbesteuer auch für Ärzte – in der Politik gibt es dafür durchaus Sympathien. Foto: dpa
Gewerbesteuer auch für Ärzte – in der Politik gibt es dafür durchaus Sympathien. Foto: dpa

„Freiberufler nehmen die kommunale Infrastruktur in Anspruch. Folglich können sie auch einen entsprechenden Anteil leisten“, sagte die Linken-Abgeordnete Susanne Karawanskij. Der SPD-Abgeordnete Bernhard Daldrup sicherte der Linken eine „konstruktive Beratung“ ihres Antrags in Bezug auf die Erweiterung um Freiberufler zu: „Das Konzept ist keine Idee der Linken. Es ist in den Kommunen parteipolitisch unumstritten.“

Anzeige

Die CDU-Abgeordnete Margaret Horb warnte hingegen vor dem bürokratischen Aufwand für Ärzte, Hebammen oder Krankengymnasten. Große Betriebe nähmen die kommunale Infrastruktur sehr wohl deutlich mehr in Anspruch als Freie Berufe, ergänzte sie. Die Grünen hatten bereits 2010 den Einbezug von Freiberuflern gefordert. Dass sie sich dem Antrag nicht uneingeschränkt anschlossen, liegt an anderen Details. Rie

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote