ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2015Legionellenausbruch in Warstein: Staatsanwaltschaft stellt ihre Ermittlungen ein

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Legionellenausbruch in Warstein: Staatsanwaltschaft stellt ihre Ermittlungen ein

Siegmund-Schultze, Nicola

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Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat ihre Ermittlungen zu den Verursachern des Legionellenausbruchs in Warstein (Sauerland) mit teilweise schwerverlaufenden Pneumonien Ende 2014 eingestellt. „Es konnte nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit festgestellt werden, aus welchen Quellen die für die Erkrankung bestimmter Personen ursächlichen Legionellen stammten“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel dem Deutschen Ärzteblatt. Geschädigte hatten Anzeige erstattet. Zwar habe eine Kette der Verbreitungsursachen rückverfolgt werden können und die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen lasse auf kausale Zusammenhänge schließen, sagte Poggel. Die Gutachter hätten aber nicht ausschließen können, dass andere Verbreitungs- oder Kontaminationsquellen als die der genannten Industriebetriebe zu Erkrankungen geführt hätten.

Der Legionellenausbruch in Warstein im Sommer 2013 war einer der bislang größten weltweit. 159 Menschen erkrankten, viele von ihnen intensivpflichtig. Drei Patienten starben mit Legionellosen, bei zweien waren sie nachweislich Todesursache. Primäre Vermehrungsquelle der Legionellen in Warstein war nach einem Gutachten des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn ein belastetes Abwasservorreinigungsbecken einer örtlichen Großbrauerei. Folge sei eine hohe Keimbelastung der kommunalen Kläranlage über die Kanalisation gewesen – und dadurch die zweier Flüsse und industrieller Verdunstungsrückkühlanlagen. Über Aerosole hätten sich die Legionellen in die Umgebung verbreitet. nsi

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