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Den Ausführungen der Autoren zur nichtalkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) gilt es zweifellos beizupflichten (1). Dennoch sollte meines Erachtens bei der nichtinvasiven Diagnostik der validierte „Fatty Liver Index“ (FLI) als relevante Entscheidungshilfe für den klinischen Alltag nicht unerwähnt bleiben. Der FLI, der durch die Arbeitsgruppe um Giorgio Bedogni 2006 entwickelt wurde, wird durch einen Algorithmus auf Basis von Body-mass-Index, Taillenumfang, Triglyzeriden und Gamma-Glutamyl-Transferase berechnet. Ein FLI von mehr als 60 bedeutet: über 80-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Lebersteatose (2, 3). Eine Implementierung des einfachen FLI im Rahmen einer engmaschigen Verlaufskontrolle könnte einen klinischen Nutzen darstellen, weil Patienten mit einem FLI von mehr als 60 zudem eine erhöhte Diabetesinzidenz, vorzeitige Atherosklerose (dickere Intima media, höhere Plaque-Last) sowie erhöhte Mortalität im Vergleich zu Patienten mit niedrigerem FLI aufzeigen.

Als Ökotrophologe erlaube ich mir bei der essenziellen alimentären Intervention der NAFLD-Patienten darauf hinzuweisen, dass bisher nur für die mediterrane Kost eine mögliche Evidenz vorliegt (4): viel Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte, überwiegend komplexe Kohlenhydrate mit niedrigem glykämischen Index, Fisch, Olivenöl, Milchprodukte, etc. und wenig prozessierte Lebensmittel, „rotes Fleisch“, Süßwaren und zuckerhaltige Softdrinks wäre also auch für NAFLD-Patienten die langfristige Ernährung der Wahl.

DOI: 10.3238/arztebl.2015.0143b

Dr. oec. troph. Martin Hofmeister

Verbraucherzentrale Bayern e. V., Referat Lebensmittel und Ernährung,
München

hofmeister@vzbayern.de

Interessenkonflikt

Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Weiß J, Rau M, Geier A: Non-alcoholic fatty liver disease: epidemiology, clincal course, investigation and treatment. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 447–52. VOLLTEXT
2.
Bedogni G, Bellentani S, Miglioli L, et al.: The Fatty Liver Index: a simple and accurate predictor of hepatic steatosis in the general population. BMC Gastroenterol 2006; 6: 33. CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.
Koehler EM, Schouten JN, Hansen BE, et al.: External validation of the fatty liver index for identifying nonalcoholic fatty liver disease in a population-based study. Clin Gastroenterol Hepatol 2013; 11: 1201–4. CrossRef MEDLINE
4.
Sofi F, Casini A: Mediterranean diet and non-alcoholic fatty liver disease: New therapeutic option around the corner? World J Gastroenterol 2014; 20: 7339–46. CrossRef MEDLINE PubMed Central
1.Weiß J, Rau M, Geier A: Non-alcoholic fatty liver disease: epidemiology, clincal course, investigation and treatment. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 447–52. VOLLTEXT
2.Bedogni G, Bellentani S, Miglioli L, et al.: The Fatty Liver Index: a simple and accurate predictor of hepatic steatosis in the general population. BMC Gastroenterol 2006; 6: 33. CrossRef MEDLINE PubMed Central
3.Koehler EM, Schouten JN, Hansen BE, et al.: External validation of the fatty liver index for identifying nonalcoholic fatty liver disease in a population-based study. Clin Gastroenterol Hepatol 2013; 11: 1201–4. CrossRef MEDLINE
4.Sofi F, Casini A: Mediterranean diet and non-alcoholic fatty liver disease: New therapeutic option around the corner? World J Gastroenterol 2014; 20: 7339–46. CrossRef MEDLINE PubMed Central

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