ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2015Randnotiz: Servicetest der KV in Sachsen

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Randnotiz: Servicetest der KV in Sachsen

Dtsch Arztebl 2015; 112(9): A-349 / B-301 / C-297

Rieser, Sabine

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Mit etwas Neuem wird in der ambulanten Versorgung gern zu Quartalsbeginn angefangen. Doch Ausnahmen von der Regel sind nicht verboten. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Sachsen hat am 3. November 2014, einem Montag, ihre freiwillige telefonische Terminvermittlung für Patienten auf der Suche nach einem Facharzttermin gestartet. Am 31. Januar 2015, quasi ein Quartal später, hat sie eine erste Bilanz gezogen.

Bisher meldeten sich 660 Anrufer. 495 von ihnen (75 Prozent) hatten eine entsprechend gekennzeichnete Überweisung zu einem Facharzt innerhalb von vier Wochen und sich zudem vergeblich in mindestens drei Facharztpraxen um einen Termin bemüht. 464 konnten erfolgreich an Fachärzte und Psychologische Psychotherapeuten vermittelt werden. Fünf nahmen den organisierten Termin nicht wahr. 26 Anfragen wurden zurückgezogen.

Man wolle mit der Servicestelle „noch vor der angekündigten gesetzlichen Verpflichtung Erfahrungen sammeln“, hatte der KV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Klaus Hecke-mann, zum Start erläutert. Er kennt die Kritik an der geplanten Pflichtvermittlung. Doch die Sachsen haben bei näherem Hinsehen nicht überstürzt, sondern planvoll gehandelt. Die KV hat mit den Krankenkassen im Land einen Vertrag geschlossen. Nur bei Schwierigkeiten mit sogenannten B-Überweisungen (4-Wochen-Frist) hilft sie Patienten weiter. Hausärzte, die gezielter als bisher überweisen, und Fachärzte, die noch Patienten aufnehmen, bekommen mehr Honorar: Für das „Neupatientenmodell“ stellen die Kassen in Sachsen bis Ende 2015 rund zwölf Millionen Euro bereit.

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Und: Terminvermittlungen zum Krankenhaus sind nicht vorgesehen.

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