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Wenn man sich . . . als „niedergelassener Neurologe und Psychiater mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie“ nur „an einem Vormittag“ gleich um „drei Patienten kümmern“ muss, „die um ihre verstorbenen Angehörigen trauerten“, dann sollte man die knappe Zeit, die einem verbleibt, für Weiterbildung nutzen, anstatt sie für das Schreiben einer „Glosse“ zu vergeuden, in der alte Hüte so drapiert werden, als wären sie von heute. In Sigmund Freuds Arbeit „Trauer und Melancholie“, erschienen vor hundert Jahren, wird der Begriff „Trauerarbeit“ im heute gebräuchlichen Sinn erstmals definiert – und es wird erläutert, warum Trauer und Melancholie (Depression) nicht dasselbe sind, auch wenn die Symptome (affektive Zustände) einander gleichen. Mit einem Wort: Bereits Freud hat auf den Unterschied zwischen normaler und pathologischer Trauer hingewiesen und konnte deshalb auch erklären, warum für erstere ein herkömmlicher Seelsorger ausreicht, während für letztere ein psychotherapeutischer Fachmann vonnöten ist . . .

Dr. Bernd Nitzschke, Psychologischer Psychotherapeut, 40210 Düsseldorf

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