ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2015Ambulante Notfallversorgung: Patienten behandeln – aber am richtigen Ort

POLITIK

Ambulante Notfallversorgung: Patienten behandeln – aber am richtigen Ort

Dtsch Arztebl 2015; 112(9): A-353 / B-303 / C-299

Korzilius, Heike; Rieser, Sabine; Strathaus, Regine Schulte

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Klinikambulanzen sind überlastet, weil der Bereitschaftsdienst nicht funktioniert? Falsch, dessen Reformen greifen doch? Vom Streit über die zeitgemäße Versorgung von Patienten, die zur Unzeit kommen.

Praxis in der Klinik: 114 Notfallpraxen fürs Wochenende und die Feiertage gibt es mittlerweile in Baden-Württemberg. Foto: dpa
Praxis in der Klinik: 114 Notfallpraxen fürs Wochenende und die Feiertage gibt es mittlerweile in Baden-Württemberg. Foto: dpa

Hier spricht der automatische Anrufbeantworter von Doktor Gundel. Die Praxis ist zurzeit nicht besetzt. Nur in dringenden Notfällen erreichen Sie Doktor Gundel unter der Woche unter der Rufnummer 17 888. Ab 18 Uhr abends unter der Woche, am Wochenende und an Feiertagen suchen Sie bitte direkt die zentrale Notaufnahme im Kreiskrankenhaus Reutlingen auf. Dringend notwendige Hausbesuche fordern Sie bitte an unter der Rufnummer des Reutlinger DRK, Rufnummer 19222 oder 0180 1929210, Notfälle immer unter Rufnummer 112.“

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Wer als Patient von Dr. med. Udo-Frank Gundel in Reutlingen diese Ansage hört, weiß, wohin er sich wenden kann, wenn es ihm außerhalb der Sprechstundenzeiten des Hausarztes und Diabetologen schlecht geht. Kommt er ins Kreiskrankenhaus Reutlingen, kann er dort am Wochenende und an Feiertagen direkt zur zentralen Notfallpraxis gehen und damit zu einem niedergelassenen Arzt im Bereitschaftsdienst. Im Kreis wurden in Münsingen und Bad Urach zwei weitere solcher Notfallpraxen an Kreiskliniken eingerichtet.

Gundel, bis vor kurzem Kreisnotfalldienstbeauftragter in Baden-Württemberg, hat sich lange dafür eingesetzt, den Bereitschaftsdienst in einer Notfallpraxis am Krankenhaus anzusiedeln. Doch das war nicht die einzige Veränderung des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes bei ihm im Süden.

Weniger Belastung als früher

Wie viele andere Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) haben auch die Baden-Württemberger die Organisation des Bereitschaftsdienstes im Vergleich zu früher stark verändert. Größere Notdienstbezirke, Notfallpraxen der Niedergelassenen an Krankenhäusern, begleitete Fahrdienste für Ärzte im Bereitschaftsdienst auf Hausbesuchstour – wo man auch nachfragt, nirgendwo läuft es noch so wie vor zehn oder 20 Jahren. Der Druck, dem ärztlichen Nachwuchs akzeptable Arbeitsbedingungen auch im Bereitschaftsdienst zu bieten und extrem ungleiche Belastungen von Ärzten auszugleichen, war einfach zu groß.

Das bekräftigt Dr. med. Thomas Miklik, Notdienstbeauftragter des Vorstandes der KV Schleswig-Holstein. „Einige ländliche Bereitschaftsdienste bestanden aus drei Ärzten, die daher mehrfach in der Woche Dienst hatten. Kein Wunder, dass junge Kolleginnen und Kollegen mit ihren Familien dadurch abgeschreckt wurden, sich auf dem Land niederzulassen“, erinnerte er vor kurzem im Versorgungsbericht.

Die Schleswig-Holsteiner haben ihren Bereitschaftsdienst bereits 2007 drastisch reformiert und schon damals auf Anlaufpraxen, wie sie im Norden heißen, gesetzt, bevorzugt an Krankenhäusern. Diese bieten einen kinder- und augenärztlichen sowie einen Bereitschaftsdienst der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte an. Zusätzlich hilft dort, wie auch an vielen anderen Stellen in Deutschland, medizinisch geschultes Fachpersonal in Leitstellen Anrufern weiter. Die Disponenten beantworten Fragen, raten zur Abklärung der Beschwerden in einer Anlaufpraxis, informieren eventuell den Fahrdienst für Haus- oder Pflegeheimbesuche oder verweisen auf die 112, den Rettungsdienst. Mit der 116 117 gibt es seit 2012 eine einheitliche Telefonnummer für den Bereitschaftsdienst, in dessen Rahmen jährlich fast neun Millionen Patienten behandelt werden.

Die KV Baden-Württemberg ist mit ihren Reformen zufrieden. Mittlerweile hätten die Patienten „am Wochenende und an den Feiertagen 114 zentrale Notfallpraxen als Anlaufstellen“, erklärte KV-Vorstand Dr. med. Johannes Fechner
zu Jahresanfang. Diese seien meist an Krankenhäusern angesiedelt. „Durch die festen Anlaufstellen müssen die Patienten nicht mehr recherchieren, welcher Arzt Bereitschaftsdienst hat, sie können ohne Voranmeldung kommen und werden dort versorgt.“ Das Angebot komme an, wie eine Umfrage belege: „95 Prozent der befragten Patientinnen und Patienten würden die Notfallpraxis weiterempfehlen.“

Die neue Organisation habe für alle Vorteile: „Durch die Reform haben wir erreicht, dass die Ärzte nicht mehr als sieben Dienste im Jahr leisten müssen.“ Vorher seien es teilweise mehr als 50 gewesen. „Und die Krankenhäuser profitieren, weil wir ihre Notfallambulanz entlasten“, ergänzte Fechner.

Foto: dpa
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Die Basis kritisiert manches

Doch die Reformen des Bereitschaftsdienstes haben nicht nur Befürworter. Basisfern, gleichmacherisch, teuer und teilweise nachteilig für Patienten seien sie. Das monieren Kritiker, zuletzt aus den KVen Nordrhein und Hessen. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kann gar nicht erkennen, dass sich am Bereitschaftsdienst irgend etwas verbessert hat, im Gegenteil. „Die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind vielerorts stark überlastet und absolut unterfinanziert. Sie werden immer stärker zum Lückenbüßer für die eigentlich zuständigen Bereitschaftsdienste der KVen“, schimpfte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum am 17. Februar in Berlin. Er berief sich auf ein Gutachten im Auftrag von DKG und Deutscher Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA).

Nach Baums Darstellung verzeichnen die Krankenhäuser mittlerweile rund zehn Millionen ambulante Behandlungsfälle pro Jahr. Acht Millionen davon beträfen Behandlungen, um einen Notfall abzuklären. Doch nach Ansicht der DKG könnte die Hälfte, vier Millionen Kranke, von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Praxen versorgt werden. Etwa 30 Prozent der acht Millionen Notfälle erhalten nämlich eine „allgemeine Notfallbehandlung“, für die man nicht ins Krankenhaus gehen müsste. Weitere 20 Prozent werden im Rahmen einer „fachspezifischen Notfallbehandlung“ versorgt, bekommen also eine Wunde genäht, einen Dauerkatheter gelegt, eine Ultraschalluntersuchung gemacht oder Ähnliches. „Diese Behandlungsfälle könnten aus medizinischer Sicht im vertragsärztlichen Bereich versorgt werden, wenn durch die KVen flächendeckend auch fachspezifische Bereitschaftsdienste bereitgestellt würden“, heißt es in dem Gutachten. Für dieses überließen 55 Krankenhäuser mit mehr als 600 000 ambulanten Notfällen pro Jahr der Management Consult Kestermann (MCK) fallbezogene Kosten- und Leistungsdaten zur Auswertung. 37 Krankenhäuser steuerten Angaben zu Erlösen bei. Die Daten sind nicht repräsentativ. Doch die MCK-Gutachter geben an, dass Krankenhäuser im Schnitt 32 Euro pro ambulantem Notfall erhalten, aber durchschnittliche Fallkosten von mehr als 120 Euro haben. Bundesweit kommt MCK auf ein Gesamtdefizit von einer Milliarde Euro jährlich.

Kooperationen zwischen ambulantem und stationärem Sektor zur Patientenversorgung außerhalb der Praxissprechzeiten seien nicht ausreichend, befand Dr. med. Timo Schöpke, Generalsekretär der
DGINA. So sei das Angebot von Bereitschaftspraxen an Krankenhäusern zu klein. Zwar gebe es davon mittlerweile rund 400, aber: „Die wenigsten haben in der sprechstundenfreien Zeit durchgehend geöffnet.“

DKG: mehr Geld und Einfluss

Die DKG verlangt deshalb mehr Geld und mehr Einflussnahme auf die Bedingungen der ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus. Die KVen reklamierten die Zuständigkeit für sich, kritisierte Baum, aber: „Das ist nicht die Realität. Die ambulante Notfallversorgung findet im Krankenhaus statt.“

Das bestreitet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI). Tatsächlich behandelten niedergelassene Ärzte rund 70 Prozent der ambulanten Notfallpatienten. Die ZI-Wissenschaftler beziehen sich auf vertragsärztliche Abrechnungsdaten, in denen auch die ambulante Versorgung in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser enthalten ist.

Die Analyse zeige, dass zwischen der Versorgung im vertragsärztlichen Bereitschaftsdienst und der in Krankenhausambulanzen strukturelle Unterschiede bestehen: „So sind die im Bereitschaftsdienst behandelten Patienten im Durchschnitt deutlich älter und haben mehrere meist chronische Krankheiten.“ Auch die dokumentierten Behandlungsanlässe unterschieden sich: „Während in den Notfallambulanzen Indikationen zu kleinchirurgischen Maßnahmen oder zur radiologischen Abklärung im Vordergrund stehen, sind es bei den Patienten der Vertragsärzte Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmungsorgane sowie Schmerzpatienten.“ Bemerkenswert sei auch, dass gerade Notfall-ambulanzen in Städten stark beansprucht würden, obwohl es dort einen gut organisierten Bereitschaftsdienst gebe.

Nordrhein: weniger Dienste

Damit spricht das ZI einen wichtigen Punkt an, wie auch der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Dr. med. Peter Potthoff, am 11. Februar vor Journalisten einräumte: „Dafür haben wir noch keine Lösung.“ Auch in Nordrhein bemüht man sich seit rund vier Jahren um eine grundlegende Reform des Bereitschaftsdienstes. Die KV strebt wie andere eine einheitliche Notdienststruktur und eine ausgeglichenere Dienstbelastung der Ärzte in Stadt und Land an. Sie sollen in Zukunft maximal 50 Stunden im Jahr Bereitschaftsdienst leisten.

Außerdem werden Sitz- und Fahrdienst getrennt: Ärzte, die in der Notdienstpraxis Dienst tun, müssen keine Hausbesuche mehr absolvieren. Das übernehmen Kollegen im Fahrdienst, die ein Fahrer begleitet. 54 Wagen sollen künftig außerhalb der Sprechzeiten im Einsatz sein. Die Arztrufzentrale in Duisburg koordiniert die Hausbesuche. Schlecht ausgelastete Notdienstpraxen will man schließen, neue dort er öffnen, wo es nötig erscheint. Statt 61 sollen es am Ende 41 sein. Dazu kommen 15 kinderärztliche Notdienstpraxen (bisher 18) sowie jeweils fünf HNO- und augenärztliche Notdienstpraxen, bei Bedarf auch noch mehr. Notdienstpraxen konsequent an Krankenhäusern anzusiedeln, sei erstrebenswert, sagt Potthoff. Dem Konzept hat nun zwar eine Mehrheit der Ver­tre­ter­ver­samm­lung zugestimmt, doch es gibt trotzdem noch massive Kritik.

Selbst die Landeskrankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) warnte vor den Folgen der Reform. Angesichts immer weiter steigender Fallzahlen in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser sei man entsetzt über den Plan, Notdienstpraxen zu schließen. Ähnlich wie die DKG argumentiert auch die KGNW, Krankenhäuser könnten nicht ohne Kompensation als „Ausfallbürgen“ herhalten, wenn die KV die Notdienstversorgung nicht sicherstellen könne.

Mancher Arzt hingegen fürchtet um zusätzliche Einnahmen, wenn seine Bereitschaftsdienstzeiten reglementiert werden oder sich die Bezahlung von Fahr- und Sitzdiensten ändert. Andere ärgern sich über weitere Einsatzwege oder eine höhere Notdienstumlage.

Stark betroffen von den Reformplänen ist Köln. In der Millionenstadt will man künftig statt zehn nur noch vier Notdienstpraxen vorhalten – über die Stadt verteilt, an Krankenhäusern angesiedelt. Zwar räumt der Vorsitzende der Kreisstelle Köln Reformbedarf ein. Es gebe Standorte, die, gemessen an den Fallzahlen, nicht wirtschaftlich arbeiteten, erläutert Dr. med. Jürgen Zastrow dem Deutschen Ärzteblatt. Die kleinste Notdienstpraxis versorge im Jahr 600 Patienten, darunter viele Privatversicherte, die größte 18 000. Aber: „Man muss immer dem Bedarf Tribut zollen.“ Für eine angemessene Versorgung der Bevölkerung seien sechs statt vier Notdienstpraxen notwendig, davon sind die Kölner nach eigenen Berechnungen überzeugt.

Lokale Lösungen belassen

Es werde sich schon ein Kompromiss finden, glaubt Zastrow. Mehr als alles andere stört ihn der zentralistische Ansatz. Es bleibe kaum Raum für lokale und damit „bedarfsgerechte“ Lösungen: „Die Dinge hier sind historisch gewachsen. Die Versorgungslandschaft ist unterschiedlich.“ Die Kölner hätten schon früh darauf gesetzt, den Bereitschaftsdienst in eine zentrale Anlaufstelle für die Patienten zu verlagern. Dafür hätten sie sich in Vereinen zusammengeschlossen, Räume gemietet und dort den Notdienst auf eigene Kosten organisiert, zum Teil mit Hilfe von Vertreterpools. „Jetzt nimmt man die Entscheidung vor Ort weg und will gleich machen, was nicht gleich zu machen ist“, kritisiert Zastrow.

Die Behauptung von Krankenhausvertretern, sie seien durch ambulante Notfälle überlastet und könnten nicht gegensteuern, ärgert ihn ebenfalls: „Die Krankenhäuser gebrauchen den Notdienst auch, um ihre Betten zu füllen.“ Immerhin werde jeder zehnte Notfall stationär aufgenommen, womit die Kliniken durchschnittliche Umsätze von 3 000 Euro je Fall erzielten. „Die Krankenhäuser können mit dem schlecht bezahlten Notdienst viel besser leben als die niedergelassenen Ärzte“, ist Zastrow überzeugt.

Ähnlich wie in Nordrhein stehen auch die Reformen in Hessen stark in der Kritik. Dort strukturiert die KV seit 2013 Region für Region den ärztlichen Bereitschaftsdienst um. Wer die 116 117 anruft, weil er außerhalb der Sprechstundenzeiten Hilfe benötigt, wird von medizinischem Fachpersonal und bei Bedarf von Ärzten in zwei Dispositionszentralen beraten. Sie können Kranken auch empfehlen, die nächste Bereitschaftsdienstzentrale anzusteuern, oder sie informieren den Hausbesuchs- oder Rettungsdienst.

Proteste in Wiesbaden

Heftig haben unter anderem Ärztinnen und Ärzte in Wiesbaden gegen die Veränderungen protestiert. Dort gelten die Neuregelungen seit Jahresanfang. Bislang lag der ärztliche Bereitschaftsdienst (ÄBD) in der hessischen Landeshauptstadt in den Händen von 40 bis 50 Kollegen. Nun sollen sich alle 700 Fach- und Allgemeinärzte im Bereitschaftsdienst abwechseln oder eine Vertretung organisieren. Das hat bei vielen zu der Sorge geführt, Patienten im allgemeinen Bereitschaftsdienst nicht fachgerecht versorgen zu können – zumal, wenn man als HNO-Arzt, Laborarzt oder Psychotherapeut seit vielen Jahren nicht mehr mit Notfällen in Berührung gekommen ist.

Auch viele Wiesbadener Kritiker räumen ein, dass der neu organisierte Dienst für ländliche Regionen mit geringer Arzt- und Bevölkerungsdichte eine erhebliche Verbesserung für Patienten und Ärzte mit sich bringt. Doch in den Ballungszentren mit einer hohen Arzt- und Klinikdichte und ehemals gut organisierten Diensten gebe es eben massive Probleme.

Bei Dr. med. Michael Wilk, einem der fünf ÄBD-Obmänner, steht das Telefon nicht mehr still. Kollegen bitten um Unterstützung beim Tausch des Dienstes mit anderen, erfahreneren Ärzten. „In der Tauschbörse auf dem Portal ,Mein ÄBD’ ist der Teufel los“, berichtet Wilk. „Niemand will erleben, dass eine Diagnose beim Patienten nicht hundertprozentig sicher erfolgen kann. Dann ist ein Tausch mit erfahrenen Kollegen allemal besser.“

Über das Portal „werden auch Finanzanreize für einen Tausch geboten, die früher unter Kollegen nicht üblich waren“, sagt der Allgemeinmediziner. Die Reform der KV hat nach Angaben von Wilk zudem zu erheblichen finanziellen Einbußen geführt. Er spricht von „bis zu 30 Prozent weniger Umsatz im Fahrdienst“. Auch die Disposition von Patienten über die Leitstelle kritisieren manche als holprig. Dr. med. Thomas Mainka hat im Fall eines Patienten aus einer Unterkunft für Asylbewerber mit einem anaphylaktischen Schock erlebt, wie bedrohlich sich ein falscher Rat auswirken kann. „So eine Fehleinschätzung in einer Leitstelle darf nicht passieren“, findet Mainka.

Dr. med. Klaus Heckmann, Landesvorsitzender des hessischen Berufsverbands der Augenärzte, bemängelt, dass durch die gestiegenen KV-Umlagen für den Bereitschaftsdienst sowie teurere „Tauschgeschäfte“ als vorher wesentlich höhere Kosten auf die Ärzte zukommen. In seiner Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten betrug die ÄBD-Umlage im II. Quartal 2013 noch 220 Euro. Im I. Quartal 2014 erhöhte sie sich auf knapp 1 600 Euro, im II. Quartal, in dem die Praxis nur noch mit zwei Fachärzten besetzt war, betrugen die Umlagen gut 900 Euro. „Wir bezahlen jetzt vier- bis sechsmal so viel an Umlagen für einen ÄBD, der Probleme macht“, ärgert sich Heckmann.

Auch an die Dörfer denken

Unwidersprochen bleibt die Kritik der Wiesbadener nicht. Dr. med. Uwe Popert, Allgemeinarzt aus Kassel und bei der KV Hessen in die Reform des Bereitschaftsdienstes eingebunden, verweist darauf, dass es nicht um Einzelinteressen gehen kann: „Wir müssen versuchen, eine vernünftige Versorgung für alle zu finden, insbesondere auf dem Land. Es kann nicht sein, dass einige einen Luxus-Bereitschaftsdienst auf Kosten anderer organisieren.“ In Städten wie Frankfurt oder Wiesbaden habe man jahrelang sehr teure Strukturen finanziert, beispielsweise für jeden zweiten Anrufer im Bereitschaftsdienst einen Hausbesuch.

Die Unzufriedenheit über die Dispositionszentralen könne man aufgreifen und durch Schulungen die Qualität verbessern, sagt Popert. Und wenn die zentrale Bereitschaftsdienstnummer 116 117 überlastet sei, müsse man eben ergänzend regionale Nummern anbieten. Aber eines ist für ihn angesichts eines zunehmendes Mangels an Ärzten auf dem Land klar: „Wir können froh sein, dass solche Zentralen vorhanden und Tag und Nacht besetzt sind.“

Heike Korzilius, Sabine Rieser,

Regine Schulte Strathaus

@Interviews und Hintergrundinfos zum Thema aus den Regionen: www.aerzte blatt.de/15353

So regelt es die KV-Hessen

Seit Januar dieses Jahres ist nun in ganz Hessen die neue ÄBD-Regelung in Kraft gesetzt. Die Neuordnung sieht vor, dass alle niedergelassenen Vertragsärzte, unabhängig von ihrem Fachgebiet so die bestehende BSG Rechtsprechung, zur Teilnahme verpflichtet sind. Ausnahmen können beantragt werden bei einem Alter über 65 Jahren, einer Schwangerschaft oder bei schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen. Jeder Arzt ist verpflichtet, sich für diese Aufgabe entsprechend fort- und weiterzubilden. Die Ärztekammern bieten Schulungen zum ÄBD an. Um diesen Dienst ausüben zu können, bedarf es eines Nachweises mittels der Betriebsstätten Nummer (BSNR), die unter anderem auch für eine Berufshaftpflichtversicherung steht. Für Ärzte, die noch nie in einen ÄBD eingebunden waren, eine notwendige Investition.

Die ÄBD-Ärzte die Hausbesuche machen wollen werden über eine der beiden ÄBD- Dispositions-Zentralen in Frankfurt (Südhessen) und Kassel (Nordhessen) disponiert. Sie können sich aber auch für einen Präsenzdienst in einer der 41 regionalen Dispositionszentren entscheiden. Diese sind von medizinischen Mitarbeitern besetzt, die sich durch eine fachliche Schulung über 80 Stunden qualifiziert haben. Ein Arzt steht bei speziellen Fragen beratend zur Seite. Über das Internet Portal „Mein ÄBD“ können sich die Ärzte für ihre Dienste anmelden. Je nach dem zu erwartenden Patientenaufkommen stehen entsprechend viele Ärzte für diese Dienste bereit. Wie oft ein Arzt für den ÄBD eingeteilt wird, ist unter anderem abhängig vom Umfang seines Kassensitzes: Vollzeitärzte werden häufiger herangezogen als Ärzte, die beispielsweise an Klinikambulanzen Teilzeit arbeiten oder/und nur einen halben Kassensitz haben. Außerdem schwankt die Einteilung von Region zu Region. Sind pro Region etwa 50 Ärzte aktiv, muss ein Arzt pro Jahr durchschnittlich bis zu acht Dienste übernehmen. Je größer die Region, desto weniger ÄBD-Einsätze entfallen auf einen Arzt.

Vergütet wird ein “aktiver“ Einsatz pro Stunde mit einer Grundpauschale von 40 €, eine „passive“ Rufbereitschaft im sogenannten Hintergrunddienst wird nicht vergütet. An Feiertagen kann es Sonderregelungen geben. Sieht sich ein Arzt nicht in der Lage, seinen ÄBD-Dienst zu erbringen, kann er sich vertreten lassen oder seinen Dienst tauschen. Voraussetzung ist, dass der Vertretungsarzt ebenfalls über eine BSNR-Nachweis verfügt. Dann kann er auch aus einem benachbarten Bundesland kommen. Doch auch Ärzte, die nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, können einen ÄBD-Dienst übernehmen, wenn sie von der KV Hessen hierzu zugelassen werden und eine BSNR und eine Betriebshaftpflichtversicherung vorweisen. Hier dient das Internetportal „Mein ÄBD“ als „Tauschbörse“. Damit dieser ÄBD-Dienst finanziert werden kann, sind die Ärzte verpflichtet, pro Quartal eine Umlage an die KV zu entrichten. Diese ist an das Praxishonorar gekoppelt. Sie liegt pro Arzt und mit vollem Kassensitz im Quartal bei maximal 600 €. RSS

DER GESETZGEBER WILL KOOPERATION

Mehr Kooperation an der Schnittstelle zwischen Notfallambulanz in der Klinik und Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte will die schwarz-rote Koalition per Gesetz verordnen. Ein Passus im Entwurf des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes sieht vor, dass die KVen „den Notdienst auch durch Kooperation und eine organisatorische Verknüpfung mit zugelassenen Krankenhäusern sicherstellen“ sollen.

Auch mit Landesapothekerkammern sowie mit den Rettungsleitstellen der Länder sollen sie kooperieren. „Mit dieser Regelung werden bereits bestehende Kooperationen der KVen mit zugelassenen Krankenhäusern, wie zum Beispiel die Einrichtung von Notarztpraxen in den Räumen der Krankenhäuser oder die unmittelbare Einbeziehung der Krankenhausambulanzen in den Notdienst, gestärkt“, heißt es im Entwurf. Bei den Vorgaben für die geplanten Terminservicestellen der KVen werden die Krankenhäuser ebenfalls genannt. Gelingt es den Mitarbeitern der Servicestelle nicht, in berechtigten Fällen einen Facharzttermin innerhalb von vier Wochen zu vermitteln, müssen sie einen Termin in einem Krankenhaus anbieten (Ausnahme: Psychotherapie-Termine). Die Behandlung dort muss „nicht zwingend durch Ärztinnen und Ärzte mit einer bereits abgeschlossenen Facharztweiterbildung erfolgen“, so die Formulierung im Entwurf. Der Facharztstandard müsse aber gelten.

Lässt sich ein Versicherter in der Klinik behandeln, kann er dort auch ambulante Folgetermine wahrnehmen, „wenn diese dazu dienen, den Behandlungserfolg zu sichern oder zu festigen“.

KRITIK AN DER DKG

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) haben das Gutachten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zur Fehlinanspruchnahme der Notfallambulanzen zum Anlass genommen, um vor den Folgen einer weitergehenden Öffnung der Kliniken für die ambulante Versorgung zu warnen:

Foto: picture alliance
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  • Die DKG zeige selber auf, dass die Kliniken mehr ambulante Versorgung nicht verkraften könnten, erklärte der KBV-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Andreas Gassen: „Dieses Eingeständnis muss die Politik hellhörig machen.“ Die Krankenhäuser hätten notwendige Strukturreformen lange verschleppt. Gassen verwies darauf, dass insbesondere kleinere Häuser viele ärztliche Leistungen gar nicht mehr vorhalten könnten: „Ohne die niedergelassenen Ärzte ist eine gute Versorgung der Patienten nicht zu bewerkstelligen – insbesondere im Notfall.“
  • Für den Vorstandsvorsitzenden der KV Baden-Württemberg, Dr. med. Norbert Metke, ist das Gutachten ein weiterer Versuch der Krankenhäuser, durch ein unnötiges Konfliktszenario mehr finanzielle Mittel in ihre Kassen zu lenken. Anstelle von Schuldzuweisungen forderte er mehr Kooperation.
  • Tatsächlich seien den Krankenhäusern Patienten in den Notfallaufnahmen oft sehr willkommen, da die Häuser auf zusätzliche Einnahmequellen nicht verzichten könnten, sagte die Vorstandsvorsitzende der KV Rheinland-Pfalz, Dr. med. Sigrid Ultes-Kaiser. Sie wies zudem darauf hin, dass die ärztlichen Bereitschaftsdienstzentralen neben den Einnahmen aus den Behandlungen über Umlagen der niedergelassenen Ärzte finanziert würden, während sich die Länder an den Krankenhausinvestitionen beteiligten.
  • „Nicht nur der stationäre Bereich ist unterfinanziert, sondern auch wir“, betonte Dr. med. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KV Schleswig-Holstein. Die Kritik der DKG, die KVen kämen ihrem Versorgungsauftrag nicht nach, wies sie zurück. Die KV hatte im Mai 2014 ein Konzept entwickelt, wie man Patienten besser steuern könnte: durch sogenannte Portalpraxen von KVen und Kliniken an Krankenhäusern. Viele Patienten, so die Begründung, suchten aus Unkenntnis des Systems oder aus Bequemlichkeit die Notaufnahme von Krankenhäusern auf. Dort könne man sie aus rechtlichen Gründen vielfach nicht abweisen oder zum niedergelassenen Arzt schicken. Deswegen könnten gemeinsam betriebene Portalpraxen eine Alternative sein.

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Avatar #696731
Dr. F. Weisenborn
am Donnerstag, 5. März 2015, 13:34

Gefährliche Pflicht

Sehr geehrter hr. Kollege,
ob allgemein ärztlich oder fachärztich allgemeinärztlich, es kommt auf das Patientenwohl an. Nicht grundlos wurde bereits vor Jahrzehnten der Praktische Arzt
abgeschafft und durch den höherer qualifizierten Facharzt für Allgemeinmedizin ersetzt. Das wird sowohl von KV als auch Sozialgerichtshof nicht so recht gewürdigt. Unsere Behandlungsgrundlage ist nun mal der Facharztstandard und der sollte auch in den Notdiensten gelten. Als Augenarzt einmal anders herum formuliert: Wer würde denn Allgemeinärzte zum augenärztlichen Notdienst zwangsrekrutieren? Wohl kein vernünftiger, verantwortungsbewuster Mensch.
Die derzeit gängige Praxis führt dazu daß Augenärzte, Psychiater, Pathologen etc.
die allenfalls marginal allgemeinärztlich qualifiziert sind im ÄBD Dienst machen müssen. Die versicherungsrechtlichen Konsequenzen im Schadensfall bleiben zudem abzuwarten. Wohl dem der es sich leisten kann gegen Bezahlung einen fachlich versierten Vertreter zu engagieren. MfG Dr.F. Weisenborn
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 4. März 2015, 23:21

die einzigen,

die vom ärztlichen Notfalldienst regelmäßig befreit sind, sind die psychologischen Vertragspsychotherapeuten. Die schreien zwar immer nach noch mehr Gleichstellung mit Ärzen, genießen quasi Facharztstatus.
Wo ist also der "psychotherapeutische Notdienst"? Für die akute Krisenintervention bei Nacht und an Feiertagen (und meist auch bei Tag) sind die angeblich unqualifizierten Allgemeinärzte wieder gut genug... und nach ein paar Wochen Wartezeit ist die akute Krise ohnehin vorbei- so oder so.
Sonderbar ist die Regelung für die MVZ - denn angestellte Ärzte sind nicht zum Notdienst verpflichtet, andererseits müssen zB in Nordrhein auch rein privat niedergelassene Ärzte am Notdienst teilnehmen.
Ich habe einmal versucht, wegen eines Diabetes mellitus zumindest eine Befreiung vom Fahrdienst zu erreichen - zwecklos, der bequeme Sitzdienst war nur den Mitgliedern des Kreisstellenvorstands vorbehalten, die am Fahrdienst gar nicht teilnehmen.
Avatar #104037
popert
am Mittwoch, 4. März 2015, 22:37

Nicht lustig, aber Pflicht

Lieber Herr Weisenborn
Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist kein allgemeinärztlicher Dienst, sondern ein allgemeiner ärztlicher Dienst. Mit anderen Worten: auch Augenärzte sind nach ihrer Approbation verpflichtet, sich dafür regelmäßig fortzubilden.
Wenn Sie aus der Tatsache, dass Allgemeinärzte Ihnen diese Tätigkeit bisher abgenommen haben, ein Gewohnheitsrecht ableiten, ist das zwar menschlich, aber falsch. http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__95d.html und Bundessozialgerichts-Urteil vom Februar 2008 (Az.: B 6 KA 13/06 R)
Avatar #696731
Dr. F. Weisenborn
am Dienstag, 3. März 2015, 19:59

Schluß mit lustig

Der neuste Streich der KV Hessen hat bei uns im Rheingau die Situation im Notdienstfür Patiente wie Ärzte deutlich verschlechtert. Ein gut etablierter ÄBD mit fachärztlichem Hintergrund wird abgelöst von einem Heer zwangsrekrutierter allgemeinärztlicher Laien (mich als Augenarzt inclusive) und deutsche Sozialgerichte geben dieser Praxis auch noch recht, obwohl für Patientenbehandlungen der Facharztstandard gilt. Vielleicht müssen erst EU-Richter diesen Standard durchsetzen. Geradezu widerlich ist bezüglich der ÄBD-Reform die euphemistische Selbstdarstellung der KV. Hier könnte auch Putin noch dazulernen. Uns Ärzten wurde ein neues Ei von der KV ins Nest gelegt neben defizitärer Bezahlung, Querfinanzierung, Regressdruck etc. und es wird nicht das Letzte sein. Wann begreifen wir endlich auf breiter Basis, daß von dieser KV keinerlei ärztliche Interessen vertreten werden. Was wir brauchen ist eine fachübergreifende ärztliche Berufsgenossenschaft mit knallharten, gutbezahlten Managern (wie die Pharmaindustrie) die unsere Interessen endlich auch einmal durchsetzt. Mit zukünftigen Ärztegenerationen wird dieses teuflische Spiel sowieso nicht mehr zu machen sein, sofern man sie in Deutschland als Ärzte behalten will.
Avatar #672734
isnydoc
am Montag, 2. März 2015, 18:19

Selbstzahler der Selbstverwaltung - zu klausenwächter

Wie finanziert sich denn der Apparat der Körperschaft öffentlichen Rechts?
So die KVNO:
"Zur Deckung der Verwaltungskosten erhebt die KV Nordrhein von den über sie abrechnenden Leistungserbringern grundsätzlich einen einheitlichen Vomhundertsatz der über die KV Nordrhein abgerechneten Beträge (Beitrag). Als Abrechnung i. d. S. gilt auch die Vergütung für zurückliegende Zeiträume. Der Beitrag wird jeweils für das IV. Quartal des laufenden Geschäftsjahres und das erste bis dritte Quartal des folgenden Geschäftsjahres einheitlich festgesetzt und auf der Grundlage der hierüber erlassenen Honorarbescheide von dem zu Gunsten des Leistungserbringers festgestellten Betrag einbehalten. Alle aufgrund der Abrechnung zugunsten der Leistungserbringer festgesetzten Beträge bilden den Maßstab für die Beitragserhebung; evtl. Rückzahlungsbeträge finden bei der Beitragsbemessung keine Berücksichtigung. Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung kann für bestimmte Fälle aufgrund eines geringeren Aufwandes einen verminderten Beitrag sowie bei besonderen Aufwendungen einen erhöhten Beitrag beschließen."
Ich glaube nicht, dass die Feuerwehr ein ähnliches Modell der Finanzierung hat, ist ja auch kein "Freiberufler-Modell" - oder?
Avatar #539999
klausenwächter
am Montag, 2. März 2015, 12:32

zu isnydoc: Die Notdienstumlage mindert die Verwaltungskosten

Hallo isnydoc,

die "niedrigen" Verwaltungskosten der Kassenärztlichen Vereinigungen werden durch verdeckte Abgaben geschönt. Dazu gehört auch die Notdienstumlage. Wie hoch wären die Verwaltungskosten nach Summierung aller von Kassenärzten erzielten Abgaben?
Avatar #539999
klausenwächter
am Montag, 2. März 2015, 12:29

Kostenvergleich

Notdienstumlage 2009/2010
Region Umlage/Quartal Ärzte Einwohner Fläche km2 Gesamtkosten pro Einw pro km2
Idar-Oberstein 300 74 35.000 550 22200 0,63 40,36
Neuss 188 218 155.000 99,52 40984 0,26 411,82
Herne 53,87 117 166.924 51,41 6303 0,04 122,60
Hagen 380 264 192177 160,36 100320 0,52 625,59
Gütersloh 82,28 228 96343 111 18760 0,19 169,01
Mettmann 190 120 110000 71 22800 0,21 321,13
Hilden 190 130 120000 66 24700 0,21 374,24

Die Kosten des ärztlichen Notdienstes können mit Normierung auf die Anzahl der Patienten im Versorgungsbereich und auf die Fläche des Bereiches besser verglichen werden. Wer kann die aktuellen Zahlen gegenüberstellen?
Avatar #672734
isnydoc
am Sonntag, 1. März 2015, 16:08

Finanziert der Feuerwehrmann seine Dienste?

Würden die das mit sich machen lassen?
"Damit dieser ÄBD-Dienst finanziert werden kann, sind die Ärzte verpflichtet, pro Quartal eine Umlage an die KV zu entrichten. "
Wozu fragt man sich ... wohl nur um dem Popanz des Erhalts vom SICHERSTELLUNGSAUFTRAG zu genügen, der die Existenzgrundlage dieser Körperschaft des öffentlichen Rechts darstellt, der nicht einmal die Zwangsverpflichtung zum Notfalldienst ihrer Mitglieder reicht. Nein, die sollen es auch noch mit finanzieren!
Tollhaus gemäss Sozialgesetzbuch V!

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