ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2015Psychosomatische Grundversorgung: Kernkompetenz der Hausärzte

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Psychosomatische Grundversorgung: Kernkompetenz der Hausärzte

Dtsch Arztebl 2015; 112(9): A-350

Bühring, Petra

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Patienten wenden sich auch bei seelischem Leid und in schwierigen Lebenssituationen in der Regel zuerst an ihren Hausarzt. Die psychosomatische Grundversorgung gehört daher nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DGAM) zu dessen Kernkompetenzen. Die Fachgesellschaft hat ein Positionspapier erarbeitet, um die Ziele, Kompetenzen und Methoden der psychosomatischen Grundversorgung genauer zu definieren.

Einfühlsam: Hausärztinnen und Hausärzte sind Ansprechpartner auch bei seelischem Leid ihrer Patienten. Foto: mauritius images
Einfühlsam: Hausärztinnen und Hausärzte sind Ansprechpartner auch bei seelischem Leid ihrer Patienten. Foto: mauritius images

„Psychosomatische Grundversorgung bietet Patienten einen sicheren Raum zum Innehalten in Situationen der Belastung oder Verunsicherung durch Krankheiten und besondere Lebensereignisse“, lautet ein Hinweis aus dem Positionspapier. Sie stärke die salutogenen Fähigkeiten und benötige die Kompetenz der Ärzte zur Beziehungsgestaltung und Reflexion dysfunktionaler Muster der Arzt-Patient-Beziehung. Definiert werden zudem Wirkfaktoren der psychosomatischen Grundversorgung, Techniken der Gesprächsführung, Methoden der Behandlung sowie notwendige Kompetenzen. Ziel sei es auch, die Wertschätzung der hausärztlichen Arbeit auf diesem Gebiet zu erhöhen und die Honorierung dieser patienten- und gesprächszentrierten Arbeit zu verbessern, so die DEGAM.

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Die Psychosomatische Grundversorgung nach dem Curriculum der Bundes­ärzte­kammer ist obligatorischer Bestandteil der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin sowie zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die 14 Positionen der DEGAM unter www.aerzteblatt.de/15350a pb

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