ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2015Krankenhausreform: AOK fordert mehr zertifizierte Zentren

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Krankenhausreform: AOK fordert mehr zertifizierte Zentren

Dtsch Arztebl 2015; 112(9): A-348 / B-300 / C-296

Osterloh, Falk

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Der AOK-Bundesverband hat von der Gesundheitspolitik eine „qualitätsorientierte Klinikreform“ gefordert. Bei der Vorstellung des „Krankenhaus-Reports 2015“ nannte der Geschäftsführende Vorstand des Verbandes, Uwe Deh, als Beispiel die Zertifizierung von Zentren zur Behandlung von Brust- und Darmkrebs. Hier hätten die Beteiligten durch freiwilliges Engagement bereits ein gutes Stück des Weges zurückgelegt.

Mehr Behandlungsqualität bescheinigt die AOK zertifizierten Brustkrebszentren. Foto: dpa
Mehr Behandlungsqualität bescheinigt die AOK zertifizierten Brustkrebszentren. Foto: dpa

„Die Überlebensrate von Patientinnen, die in von uns zertifizierten Brustkrebszentren behandelt wurden, liegt nach vier Jahren bei 90 Prozent. Bei Behandlungen außerhalb zertifizierter Zentren sind es dagegen nur 83 Prozent“, erklärte Dr. med. Simone Wesselmann von der Deutschen Krebsgesellschaft. „In den zertifizierten Krankenhäusern sehen wir zudem deutlich eine Abnahme der Heterogenität der Ergebnisse zwischen den Zentren. Unnötige Therapien werden vermieden.“ Die Verteilung der zertifizierten Zentren für Brustkrebs in Deutschland sei bereits gut, ergänzte Jörg Friedrich vom Wissenschaftlichen Institut der AOK: „79 Prozent aller Brustkrebs-Patientinnen werden heute schon an zertifizierten Zentren behandelt.“ Zwei von drei AOK-Patientinnen mit Brustkrebs hätten sich dabei für ein zertifiziertes Zentrum entschieden, obwohl andere Krankenhäuser näher lagen, die dieselbe Leistung ebenfalls erbringen. „Die Entfernung vom Wohnort ist für die Patienten nur ein Kriterium bei der Krankenhauswahl. Die erwartete Versorgungsqualität ist häufig wichtiger“, betonte Friedrich. fos

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