ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 1/2015Papierfreie Laboranforderung mit Signatur

Supplement: PRAXiS

Papierfreie Laboranforderung mit Signatur

Dtsch Arztebl 2015; 112(10): [27]

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
  • In Schleswig-Holstein ist ein Pilotprojekt zur verbesserten Laborkommunikation gestartet, in dem der Onlineversand von Laboranforderungen mit einer qualifizierten elektronischen Signatur an die Laborärztliche Arbeitsgemeinschaft für Diagnostik und Rationalisierung (LADR) erprobt wird. An dem Projekt beteiligen sich neben der LADR die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg und das Deutsche Gesundheitsnetz (DGN). Dabei wird die Funktionalität des Labor-Order-Entry-Moduls erweitert, einer Anwendung auf der „DGN GUSbox M2“ zum elektronischen Erstellen von Laboraufträgen. Am Pilotprojekt nehmen zunächst niedergelassene und MVZ-Ärzte aus dem Praxisnetz teil. Die Projektpartner wollen den Grundstein dafür legen, dass sich die papierlose Laboranforderung zur Standardanwendung entwickelt.

„Unser Ziel ist es, zum Bürokratieabbau bei unseren einsendenden Praxen beizutragen“, erklärt Prof. Dr. med. Jan Kramer, ärztlicher Leiter und Geschäftsführer der LADR GmbH. „Zudem sind wir frühzeitig über Art und Umfang der eintreffenden Aufträge informiert, können unsere Abläufe besser einteilen und im Gegenzug die Praxen zügig über den Verarbeitungsstatus ihrer Proben informieren.“

Damit kein Unbefugter auf die vertraulichen Daten zugreifen kann, wird der Übertragungsweg zwischen Praxis und Labor abgesichert. Im Pilotprojekt wird dazu KV-SafeNet in Verbindung mit SafeMail, dem sicheren Kommunikationsdienst der KV Schleswig-Holstein, genutzt. Alternativ ist der Einsatz von KV-Connect oder eines Stern-VPN möglich.

Sämtliche Laboranforderungen werden im Auftragsarchiv des Labor-Order-Entry-Moduls als PDF-Dateien abgespeichert. Damit die Aufträge rechtsgültig sind, signiert der Arzt die Dateien mindestens einmal pro Quartal elektronisch – wahlweise mit seinem elektronischen Arztausweis oder einer anderen qualifizierten Signaturkarte – und schickt sie gesammelt an das Labor. Die Teilnehmer des Pilotprojekts erhalten hierfür qualifizierte Signaturkarten mit Stapelsignaturfunktion, so dass der Arzt bis zu 254 Laboraufträge mit einer PIN-Eingabe signieren kann. EB

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Anzeige