ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2015Medizinstudium 2020: Keine neuen Pflichtabschnitte

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Medizinstudium 2020: Keine neuen Pflichtabschnitte

Richter-Kuhlmann, Eva

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In einem Positionspapier zur Reform des Medizinstudiums fordert der Marburger Bund (MB) neben einer Erhöhung der Medizinstudienplätze eine stärkere Praxisorientierung in der Medizinerausbildung, so wie sie auch der Koalitionsvertrag vorsieht. Bei ihren Gesprächen zum „Masterplan Medizinstudium 2020“ müsse die Politik aber im Blick haben, dass Veränderungen, wie sie durch die letzte Novelle der Ärztlichen Approbationsordnung im Jahr 2012 angestoßen wurden, Zeit brauchen, erklärte Jan Bauer vom Sprecherrat der Medizinstudierenden im MB.

Praxisorientierung steht ganz oben auf der Wunschliste. Foto: dpa
Praxisorientierung steht ganz oben auf der Wunschliste. Foto: dpa

So halten die Studierenden Bauer zufolge die Einführung von weiteren Pflichtabschnitten, etwa in der Allgemeinmedizin, für völlig ungeeignet. Ein Wahltertial im praktischen Jahr (PJ) sei die beste Möglichkeit, eigene Schwerpunkte im Studium zu setzen.

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Dass die Allgemeinmedizin einen guten Ruf bei den Medizinstudierenden hat, bestätigt eine aktuelle Umfrage des Hartmannbundes. Bei den mehr als 7 500 befragten Studierenden belegte die Allgemeinmedizin den ersten Platz auf der Wunschliste der angestrebten Facharztrichtungen. „Offensichtlich hat sich bei vielen Medizinstudierenden die Erkenntnis durchgesetzt, dass die hausärztliche Tätigkeit anspruchsvolles ärztliches Handeln darstellt“, erklärte der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. med. Klaus Reinhardt. Die Erhebung des Hartmannbundes zeigt jedoch auch, dass die Studierenden keine Zwangsmaßnahmen zur Förderung der Allgemeinmedizin wünschen – wie etwa ein Pflichtabschnitt im PJ. ER

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