ArchivDeutsches Ärzteblatt10/2015Sozialmedizin: Eingeschränkte Zustimmung
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Nach 15 Jahren Niederlassung und operativer Tätigkeit an einem Kreiskrankenhaus kann ich die Bewertung „unabhängig und fair“ für den MDK nicht uneingeschränkt teilen. MDK-Prüfungen erfolgen primär in Fällen, die nahe an der unteren Grenzverweildauer liegen, um stationäre Tage als unnötig darzustellen oder zu dem Versuch der Diagnoseänderung, mit dem Ziel der Kosteneinsparung für die beauftragende Kasse. Die Einschätzung des gebotenen Fachstandards und der Patientensicherheit zwischen verantwortungstragendem Operateur und MDK divergieren erheblich, Beispiele sind Entlassungsforderungen bei Pansinus-OP sofort nach Detamponade am ersten postoperativen Tag; Halseingriffe vom Umfang einer Neck dissection werden als 24-Stunden-Fall abgehandelt usw. Ein prästationärer Aufnahmetag wird ausnahmslos, ohne Berücksichtigung sozialer oder medizinischer Situation, abgelehnt . . .

Dr. med. Klaus Stefan Holler, 93073 Neutraubling

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