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In unserer Übersichtsarbeit wird ein gesunder Lebensstil explizit wiederholt als erste und grundlegende Maßnahme genannt und im Kapitel Lebensstilmaßnahmen ausgeführt. Bei familiärer Hypercholesterinämie (FH) im Sinne einer autosomal dominanten Hypercholesterinämie lassen die kodominant vererbten funktionell relevanten Mutationen im Gen des LDL-(„low density“-Lipoprotein-)Rezeptors – seltener des Apolipoprotein B oder PCSK9 („Proprotein convertase subtilisin/kexin type 9“) – allerdings kaum einen Einfluss der Ernährung auf den Cholesterinspiegel zu, bei homozygot beziehungsweise kombiniert heterozygot Betroffenen praktisch keinen.

Hiervon abzugrenzen sind familiär gehäuft auftretende polygene Hypercholesterinämien, die auf Änderungen der Ernährung sehr viel stärker ansprechen können und vermutlich die geschilderten sehr guten Erfahrungen begründen. Der erheblichen Variabilität des Phänotyps bei FH haben wir in unserer Übersicht Rechnung getragen. Wir danken für die abermalige Betonung dieses Aspektes. Therapieverweigerung als Antwort auf fehlendes Gesundheitsverhalten halten wir allerdings für ethisch problematisch.

Das „Stolpern“ über „zahlreiche Interessenskonflikte“ lässt daran denken, dass Transparenz auch kontraproduktiv sein kann, wie im Deutschen Ärzteblatt kürzlich diskutiert wurde: „ ‚Offenbar verleihen die Ärzte den Interessenkonflikten ein unangemessenes Gewicht‘, erklärte Lo. Dabei vernachlässigten sie wissenschaftliche Kriterien...“ (1).

DOI: 10.3238/arztebl.2015.0193b

Prof. Dr. med. Gerald Klose
Praxis für Innere Medizin, Gastroenterologie,
Kardiologie und Präventionsmedizin, Bremen
klose.bremen@t-online.de

Prof. Dr. med. Ulrich Laufs
Klinik Innere Medizin III
Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg

Prof. Dr. med. Winfried März
Medizinische Klinik V
Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Mannheim

Prof. Dr. med. Eberhard Windler
Präventive Medizin, Klinik und Poliklinik für Allgemeine und
Invasive Kardiologie
Universitäres Herzzentrum Hamburg,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Hamburg

Interessenkonflikt
Prof. März ist Gesellschafter der Synlab Holding GmbH. Er erhielt Honorare für Beratertätigkeiten, Erstattung von Kongressgebühren, Reise- und Übernachtungskosten sowie Honorare für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen von Amgen Deutschland, Aegerion Pharma, MerckSharp, Dohme Deutschland, Roche, Sanofi-Aventis und Pfizer.

Prof. Klose wurde für Beratertätigkeiten von den Firmen Amgen, Sanofi, MSD, Genzyme und BMS honoriert. Ihm wurden Teilnahmegebühren für Kongresse sowie Reise- und Übernachtungskosten erstattet von Sanofi und MSD. Für die Vorbereitung von wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen erhielt er Honorare von MSD und BMS.

Prof. Laufs wurde für Beratertätigkeiten von den Firmen Amgen, Sanofi, MSD und Roche honoriert. Er erhielt Erstattung für Teilnahmegebühren für Kongresse sowie Reise und Übernachtungskosten von MSD.

Prof. Windler erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Korzilius H: Interessenkonflikte in der Fortbildung, kritisches Denken ist gefragt. Dtsch Arztebl 2014; 111: 1546–7. VOLLTEXT
2.
Klose G, Laufs U, März W, Windler E: Familial hypercholesterolemia: developments in diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 523–9. VOLLTEXT
1.Korzilius H: Interessenkonflikte in der Fortbildung, kritisches Denken ist gefragt. Dtsch Arztebl 2014; 111: 1546–7. VOLLTEXT
2.Klose G, Laufs U, März W, Windler E: Familial hypercholesterolemia: developments in diagnosis and treatment. Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 523–9. VOLLTEXT

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