ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2015Kommunikation: Ein Fluch
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Auch ich fürchte, dass in zehn Jahren Social Media das Krankenhaus voll erreicht haben wird. Aber dies ist kein Segen, sondern ein Fluch.

Nicht nur, dass wir uns von datensammelnden Mega-Konzernen abhängig machen und immer größere Sicherheitsprobleme bekommen. Nein, wir geben immer mehr Geld für Social-Media-Beauftragte und selbst ernannte Social-Media-Berater aus. Auf der Strecke bleibt die sogenannte Kernkompetenz der Krankenhäuser.

Menschen helfen, lindern – dies geht nur mit genügend hochausgebildetem Personal. Eines der größten Probleme der modernen Medizin, nein, der ganzen Gesellschaft ist das rasante Wachstum nicht produktiver Dienstleister.

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Diese haben mit dem ursprünglichen Arbeitsprozess (hier Krankenhaus) nichts zu tun, vermitteln aber den Eindruck, die zu leistende Arbeit würde qualitativ hochwertiger und leichter.

Es geht aber nur um Wirtschaftlichkeit, besonders der Beratungsfirmen!

Auf gut Deutsch: Ein Krankenhaus braucht keine Blogs oder Facebook-Berater, es braucht Krankenschwester, Pfleger, Ärzte, Physiotherapeuten, Köche . . .

Dr. med. Thomas Thormann, 24105 Kiel

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