ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2015Anästhesie: Missverständlich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Als Anästhesist, der gerne und viel mit Lachgas gearbeitet hat, begrüße ich die Rehabilitation dieser Substanz. Die jahrelange Diskussion über die angebliche Gefährlichkeit dieses Gases konnte ich nie so recht nachvollziehen.

Der Artikel im DÄ kann zu Missverständnissen führen. In der Überschrift und im ersten Absatz findet sich die unzutreffende Bezeichnung „Stickstoffoxid“. Die hier genannte chemische Formel NO bezeichnet das Stickstoffmonoxid. Lachgas, das wie erwähnt schon seit mehr als 150 Jahren als Anästhetikum in Gebrauch ist, hat die chemische Bezeichnung Distickstoffmonoxid, chemische Formel N2O. Stickstoffmonoxid ist für eine Narkose nicht geeignet. Auch aus dem Literaturverzeichnis ist zu entnehmen, dass hier selbstverständlich Lachgas und nicht Stickstoffmonoxid gemeint ist („nitrous oxide“ und nicht „nitric oxide“).

Dr. med. Herbert Centmayer, 87439 Kempten

Anzeige

Anmerkung der Redaktion: Unser Leser hat recht.
Es handelt sich um Distickstoffmonoxid.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote