ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2015Verbände gegen Versorgungsstärkungsgesetz: Sorge um Abbau der fachärztlichen Versorgung

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Verbände gegen Versorgungsstärkungsgesetz: Sorge um Abbau der fachärztlichen Versorgung

Rieser, Sabine

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Ärztliche und psychotherapeutische Berufsverbände haben Mitte März in Berlin ein Zeichen gegen das geplante GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (VSG) gesetzt, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. In einer Resolution hätten sie den KBV-Vorstand in seiner Kritik am Gesetzentwurf bestärkt, hieß es im Anschluss an ein Verbändetreffen.

Die Neuauflage der KBV-Imagekampagne ist geprägt vom Protest gegen das Versorgungsstärkungsgesetz.
Die Neuauflage der KBV-Imagekampagne ist geprägt vom Protest gegen das Versorgungsstärkungsgesetz.

Deren Vertreter warnen in der Resolution, durch einen Abbau fachärztlicher Versorgung werde es regional zu erheblichen Verwerfungen in der Patientenversorgung kommen. Die Verbände unterstützen den KBV-Vorstandsvorsitzenden, Dr. med. Andreas Gassen, ausdrücklich in seiner Kritik am VSG, „insbesondere bei der Verschärfung der Bedarfsplanung und bei den Servicestellen für 4-Wochen-Termine bei Fachärzten“. Unabhängig davon sei das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium immer noch die Erklärung schuldig, wie diese beiden Vorgaben miteinander vereinbar seien. Als Vorsitzender einer Körperschaft habe Gassen die Pflicht, den Gesetzgeber auf zu erwartende Missstände durch Gesetzesinitiativen hinzuweisen. Unterzeichnet haben die Resolution 53 Verbände. Die Unterschrift des Deutschen Hausärzteverbands fehlt. Rie

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Avatar #680864
Machts Sinn
am Dienstag, 24. März 2015, 08:10

Die Versicherten nicht vergessen!


Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) sind auch Rechtsänderungen zum Krankengeld vorgesehen. Dazu müssen sich Ärzte und Patienten unbedingt die Hände reichen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lässt mit ihrer bisherigen Positionierung vom 19.03.2015 dazu Rückgrat vermissen. Wer die Stellungnahme des GKV-Spitzenverbandes vom 23.05.2015 liest, kann erkennen wohin die Reise gehen wird:

Die bisherige BSG-Krankengeld-Falle wird um einen Werktag plus Wochenend- und Feiertage entschärft über den Personenkreis der Beschäftigungslosen hinaus auf alle Versicherten ausgedehnt und in den Stand der Volksvertreter-Krankengeld-Falle erhoben. Ganz nebenbei wird per Gesetz in die Arbeitsabläufe der Praxen eingegriffen. Das eröffnet BSG-Juristen weitere Möglichkeiten, die behandelnden Ärzte mit Schadenersatz-Ansprüchen zu konfrontieren.


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