ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2015Suizidprävention: Defizite in der ärztlichen Ausbildung

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Suizidprävention: Defizite in der ärztlichen Ausbildung

Richter-Kuhlmann, Eva

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Die Zahl der Suizide in Deutschland steigt. 2013 gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes etwa 10 000 Suizide, mehr als 100 000 Menschen versuchten, sich das Leben zu nehmen. Im Umgang mit suizidgefährdeten Patienten seien Ärzte nicht ausreichend geschult, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) angesichts dieser Zahlen bei ihrer Frühjahrstagung Mitte März in Günzburg. Im Medizinstudium komme die Behandlung psychischer Erkrankungen zu kurz. Auch Psychotherapeuten und Beschäftigte in der Altenhilfe müssten besser ausgebildet werden. Dass stattdessen zurzeit die ärztliche Beihilfe zum Suizid diskutiert und möglicherweise legitimiert wird, stieß bei der DGS auf Ablehnung. Dadurch rückten Beratungsmöglichkeiten in den Hintergrund.

Der Bundestag will noch 2015 die Sterbehilfe neu regeln. Ab Juli sollen die unterschiedlichen Positionen in Form von Gesetzentwürfen beraten und fraktionsübergreifend abgestimmt werden. ER

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