ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2015Norbert Brockmeyer: Engagiert und manchmal „gegen den Strom“

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Norbert Brockmeyer: Engagiert und manchmal „gegen den Strom“

Zylka-Menhorn, Vera

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Die Themen HIV-Infektion und sexuelle Gesundheit gehen mit einer politischen und sozialen Dimension einher, die es manchmal erfordern, gegen den Strom zu schwimmen und sich dem Zeitgeist zu widersetzen. Für den Dermatologen Prof. Dr. med. Norbert H. Brockmeyer ist das eine Selbstverständlichkeit, um medizinische und gesellschaftliche Veränderungen zu erreichen. Seit mehr als 30 Jahren widmet sich der im Ruhrgebiet aufgewachsene und als Elektriker gestartete Mediziner leidenschaftlich der HIV/AIDS-Forschung und der Patientenversorgung. Für seinen unermüdlichen Kampf gegen die HIV-Infektion hat Brockmeyer, der seit 2009 das Zentrum für Sexuelle Gesundheit und Medizin am St. Josef Hospital, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum leitet, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhalten.

Norbert Brockmeyer, Foto: Ruhr-Universität Bochum
Norbert Brockmeyer, Foto: Ruhr-Universität Bochum

Zehn Jahre lang war er Präsident der Deutschen AIDS-Gesellschaft und initiierte die ersten Leitlinien der Welt zur Behandlung von HIV-diskordanten Paaren mit Kinderwunsch. Seit 2002 ist er Vorsitzender des Kompetenznetzes HIV/AIDS und als Mitglied des Nationalen AIDS-Beirates berät Brockmeyer auch die Bundesregierung.

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Wichtig ist es Brockmeyer immer, gegen Ausgrenzung zu arbeiten. Dieses Ziel verfolgt er auch als Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft (DSTIG). „Ich habe den Eindruck, dass die Vorbehalte gegenüber sexuell übertragbaren Infektionen in letzter Zeit wieder zugenommen haben“, so Brockmeyer. Denn alles, was man nicht kennt, löst irrationale Ängste aus und führt zu Ausgrenzungsmechanismen. Vera Zylka-Menhorn

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